Luxemburg

06. Dezember 2018 13:13; Akt: 06.12.2018 13:13 Print

Erstes Land führt Gratis-Öffis für alle ein

Um den massiven Verkehrsproblemen Herr zu werden, hat die Regierung Luxemburgs einen ambitionierten Plan formuliert: Alle öffentlichen Verkehrsmittel sollen kostenlos sein.

Eine Blechlawine vor dem Grenzübergang Zoufftgen: Tausende Arbeiter pendeln jeden Tag ins Großherzogtum Luxemburg. (Bild: picturedesk.com)

Eine Blechlawine vor dem Grenzübergang Zoufftgen: Tausende Arbeiter pendeln jeden Tag ins Großherzogtum Luxemburg. (Bild: picturedesk.com)

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Das Großherzogtum Luxemburg könnte bald als erstes Land der Welt alle seine öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei zur Verfügung stellen. Geht es nach Premierminister Xavier Bettel sollen die Ticketpreise für Züge, Straßenbahnen und Busse im Sommer nächsten Jahres abgeschafft werden. Das berichtet unter anderem der britische "Guardian".

Bettel wurde am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge als Premier angelobt. Seie liberale Demokratesch Partei (DP), die mit der Sozialistischen Arbeiterpartei (LSAP) und den Grünen in einer Koalition regiert, will sich in der kommenden Amtsperiode auf Umweltprobleme konzentrieren.

Besonders die gleichnamige Hauptstadt des Großherzogtums leidet seit Jahren unter täglichem Verkehrschaos. Wer hier mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist, hat entweder Nerven aus Stahl, oder einen Hang zu Masochismus. Denn laut einer Studie, musste 2016 jeder Autofahrer über das Jahr verteilt rund 33 Stunden im Stau zubringen.

Zwar leben in der Stadt nur rund 110.000 Menschen, doch fast vier Mal so viele pendeln jeden Tag in die City. Auch aus den Nachbarländern reisen täglich rund 200.000 weitere Pendler an. Dabei leben im gesamten Großherzogtum nur rund 600.000 Menschen.

Gratis Öffis, Cannabis und Feiertage

Hier sollen jetzt die Öffis helfen. Die Regierung hofft, mit der Abschaffung der Tickets den Individualverkehr einzudämmen und so in geordnete Bahnen lenken zu können. Allerdings, wie das Finanzierungsmodell für diesen ambitionierten Plan im Detail aussehen wird, ist noch nicht fix.

Auf Bettel und seine Minister kommt als noch viel Arbeit zu: Neben der Verbesserung der Verkehrsprobleme, hat sich die Regierung auch die Legalisierung von Cannabis und die Einführung von zwei neuen Feiertagen auf die Fahnen geheftet.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hubert Huber am 06.12.2018 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Fremdfinanziert

    Mit Luxemburgs Großbetrug an der EU (faktische Steuerfreiheit für Großkonzerne) lässt sich das auch locker finanzieren...

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  • Harald Josef am 06.12.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Gratis ÖFFIS

    Naja, da hat der Redakteur wohl nur oberflächlich recherchiert. Gibts in Perth im Westen von Australien schon seit Jahren. Im gesamten Stadtzentrum wurde die Free Transit Zone (FTZ) errichtet. Hier kostet der öffentliche Transport mit jeglichen Bussen und Zügen keinen einzigen Cent.

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  • Metatron am 06.12.2018 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Web

    Ab Donnerstag sollen die Bewohner Kubas schrittweise vollen Zugang zum Internet auf ihren Handys bekommen. Das kündigte die Präsidentin der kubanischen Telekommunikationsfirma Etecsa, Mayra Arevich, am Dienstag im Fernsehen an. Vier mobile Datenpakete würden verfügbar sein - allerdings nur für Geräte mit 3G-Unterstützung.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Georg Stejskal am 15.12.2018 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung für Wien / Umgebung

    Wäre auch was für Wien und Umgebung. Die Autolawine, die jeden Morgen da hereinrollt ist einfach nur krank. Man erspart sich auch Fahrkartenautomaten, Kontrolleure... Ausserdem wurden die Öffis sowieso von der Allgemeinheit bezahlt, also kann man ruhig auch die Benutzung gratis machen. Braucht sowieso jeder.

  • genug am 07.12.2018 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    man könnte ändern

    solange beispielsweise krabben von der nordsee per lkw 2500km nach Marokko zum auslösen und wieder 2500km zurückgefahren werden , solange so etwas fast schon die norm ist, viehtransporte etc., solange die politik nichts dagegen tut, solange gibt es zuviel verkehr, abgase, usw.

  • Gertsch am 06.12.2018 18:52 Report Diesen Beitrag melden

    Pendler

    33 h im Stau. Der Durchschnittspender hat diese 33 h in 3 Wochen. Bitte liebe Redaktion- besser recherieren. Danke!

  • Censorship am 06.12.2018 15:45 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentor..

    Werden sich noch wundern.. Wenn etwas gratis ist, ist es für das Gros wertlos und wird auch dementsprechend behandelt...

  • Metatron am 06.12.2018 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Web

    Ab Donnerstag sollen die Bewohner Kubas schrittweise vollen Zugang zum Internet auf ihren Handys bekommen. Das kündigte die Präsidentin der kubanischen Telekommunikationsfirma Etecsa, Mayra Arevich, am Dienstag im Fernsehen an. Vier mobile Datenpakete würden verfügbar sein - allerdings nur für Geräte mit 3G-Unterstützung.