Eigentümer in Österreich

22. Januar 2018 16:03; Akt: 22.01.2018 21:54 Print

Luxus-Geisterstadt: Diese Villen stehen immer leer

Ein Dörfchen mitten in Serbien ist wohl Milliarden Euro wert. Doch niemand hat etwas davon. Denn die Besitzer arbeiten alle das ganze Jahr über in Österreich.

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Vor einigen Jahren wirkte Gomilica wie ein klassisches Dorf am Balkan: Einige große Häuser, kompakt gebaut, ohne große Schnörkel. Einzelne Einwohner beschlossen bereits Anfang der 60er nach Wien zu gehen, um zu arbeiten. Der Grund: Das Geld. In Serbien verdient man derzeit im Durchschnitt 400 Euro im Monat.

Schnell fanden die ersten Auswanderer Nachahmer. Immer mehr Einwohner aus Gomilica zog es nach Österreich. Das Dörfchen wurde unterdessen immer leerer.

Infrastruktur fehlt

Vergessen haben die Serben ihre Wurzeln nicht. Denn das Geld investierten sie in prachtvolle Villen, die sie in Gomilica erbauen ließen. Die meisten Gebäude besitzen weit über 20 Zimmer. Ein Swimming Pool ist ein Muss.

Von den prunkvollen Werken haben die Besitzer aber nur wenig: Denn sie leben weiterhin in Österreich. Lediglich für Urlaube kommen die Serben zurück in ihr Dörfchen.

Das liegt zum großen Teil auch an der fehlenden Infrastruktur: In Gomilica gibt es nur wenig asphaltierte Straßen, nur vereinzelte Geschäfte und selten fließendes Wasser.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WolfgangHeute am 22.01.2018 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Das Ziel der Warentransporte im SUV

    Kann es sein, dass einige dieser Hausbesitzer in wiener Gemeindewohnungen als Zweitwohnsitz logieren?

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  • Spaltpilz am 22.01.2018 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Österreich als Häuslbauer

    Genau,einige dieser Hausbesitzer leben hier in Wien in GW und fahren Mercedes bzw. BMW....Aber nicht Alle arbeiten....! In meinem GB habe ich Einige von dieser Sorte...

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  • Kurt Lang am 22.01.2018 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Potemkinsches Dorf

    Solche Häuser und keine Sanitäranlagen, wie ich es richtig verstehe. Kein fliessendes Wasser? Potemkinsches Dorf :) :) :)

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Normen am 24.01.2018 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Vorurteile ohne den Hintergrund zu kennen

    Diese Leute von denen hir geschrieben wird sind ehemalige Gastarbeiter die ihr ganzes Erspartes dort Investiert haben, genau so in anderen Dörfern bzw Länder die nie am Strand waren die nie gereist sind und jetzt deren Kinder in Österreich Fuß gefasst haben und dort kaum (garnicht) hinfahren. Weill Sie zu Österreicher geworden sind. Viele haben hier Häuser Arbeit und ein normales Leben. Die AMS Kinder mit Mercedes BMW sind Looser die von denen Leben die das gebaut haben. 40 Jahre hier gearbeitet und jetzt in der Pension die AMS Kinder finanzieren. Diese Leute waren arm und irgend wie nochimme

    • Normen am 25.01.2018 14:10 Report Diesen Beitrag melden

      Aufklärung

      Lieber Normen, danke für die Aufklärung. Man kann jedoch nicht alles Verallgemeinern! Meine Eltern sind die Gastarbeiter von damals, waren mit mir jedes Jahr am Meer, haben die halbe Welt bereist, sind keineswegs arm und genießen ihre Pension. Ich bin an die 40 und war nur 1 mal im Leben 4 Monate lang arbeitslos. Wurde in Österreich geboren und habe hier maturiert, meine Tochter studiert, also es geht uns bestens. Nach Serbien fahre ich im Urlaub, wenn ich grad nicht am Meer bin. Also mich finanziert weder der Vater Staat noch meine Eltern. Wow....Eigentor :)

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  • Michell am 24.01.2018 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Tjaa

    Seit 1989 in Wien und ja früher ging das noch mit dem Schilling aber jetzt kann man das vergessen.Es zeigt doch nur das viele sehr brav gearbeitet haben und mit ihren Steuern haben sie geholfen auch dieses schöne Österreich aufzubauen! Diesen Kitsch aber mag ich nicht der ist meistens bei den Romas zu sehen aber jeden das seine und das mit dem Wasser stimmt auch nicht, natürlich gibt es fließendes Wasser!Mir zeigt sowas das die meisten es eh fleißiger Arbeiter sind oder waren was man jetzt von den neuen Migranten nicht sagen kann.Mit uns Serben kann man sich irgendwie eh glücklich schätzen.

  • Doki am 23.01.2018 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Panik

    Keine Ahnung warum jeder auf dieses Dorf so eingeschossen ist. Plötzlich sehe ich auf Facebook das einige Österreichische Sender darüber berichten. Es gibt ja Dutzende solcher Ortschaften und nicht nur in Serbien. Auf YouTube ist einiges zu sehen.

  • JJ_13 am 23.01.2018 14:25 Report Diesen Beitrag melden

    einfach ARM....

    Ich finde es richtig ARM im Kopf, dass Menschen so oberflächlich geworden sind...NUR MATERIELLES einen Wert hat und das MENSCHLICHE komplett vergessen & abgelegt wurde - die meisten "DIESER HAUSBESITZER" haben nicht mal ne ordentliche Schulausbildung, sowie deren Nachkommen...

    • Meli am 25.01.2018 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      JJ_13: Du bist arm

      Ich bin normal nicht abwertend, aber wenn ich deinen Kommentar lese, glaube ich dass du leider keine gute Schulausbildung genießen durfest. Weswegen ist man oberflächlich, wenn man sich ein Haus baut, wenn man die Möglichkeit dazu hat? Lebst du etwa unter der Brücke? Woran erkennst du, dass die Menschen die die Häuser gebaut haben das Menschliche komplett vergessen haben? Ich erkenne hier überhaupt keinen Zusammenhang. Und übrigens ich hab ein Haus in Serbien, zwei Eigentumswohnungen in Wien, habe maturiert, arbeite als Angestellte, mein Mann ebenso, meine Tochter studiert :) Sonst noch Fragen

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  • Dragan am 23.01.2018 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Billig

    Diese Häuser wurden zur kriegstzeit oder kurz danach gebaut! Das Material und die Arbeitskräfte waren zu dieser Zeit Billig! Mann konnte ein normales Haus für cirka 5000 bauen! Also nicht neidisch sein! Ein Golf kostet mehr! Jeder von uns hier könnte solche Villen bauen lassen! Nordkorea, Somalia etc!!!