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Nach Tat ging der Amokläufer zu McDonald's

Nikolas Cruz, der Schulkiller von Florida, tötete 17 Menschen, verletzte Dutzende schwer – dann ging er seelenruhig zu McDonald's.
Heute Redaktion
13.09.2021, 21:33

Eiskalter Mörder: Amokläufer Nikolas Cruz (19) richtete an der Marjory Stoneman Douglas High School in Florida ein Blutbad an, er sitzt in Haft. Jetzt werden immer mehr grauenhaften Details zur Tat bekannt.

Cruz hat sich am Mittwoch per Uber zum Tatort bringen lasse: Um 14.19 Uhr (Ortszeit) kam er an der Highschool an, bereits um 14.22 Uhr eröffnete er das Feuer auf seine ehemaligen Schulkameraden.

Im Verhör gab der Amokläufer an, dass er sich nach der Tat unter die fliehenden Schüler gemischt hat, um nicht aufzufallen – sein Sturmgewehr AK-15 ließ er am Tatort zurück. Der Killer floh anschließend in Richtung Westen, ging in einen Supermarkt, um sich ein Getränk zu kaufen, gönnte sich ein zweites bei Subway und setzte sich dann seelenruhig in eine McDonald's-Filiale. Erst um 15.41 Uhr klickten für den Amokläufer die Handschellen – er ließ sich von der Polizei widerstandslos festnehmen.

Das Blutbad hätte verhindert werden können

Dass Cruz ein offenbar psychisch kranker Waffennarr war, wusste auch das FBI, der Namen des Amokläufers war dem FBI seit Ende September 2017 bekannt. Damals hatte ein User dieses Namens unter einem YouTube-Video den Kommentar: „Ich werde ein professioneller Schul-Todesschütze sein" hinterlassen. Der YouTube-Blogger, der das Video online gestellt hatte, verständigte die Polizei, so die Aussage von FBI-Agent Robert Lasky auf einer Pressekonferenz.

Der Blogger wurde vom FBI vorgeladen, konnte aber nicht weiterhelfen . Der Blogger gegenüber CNN: „Ich sah heute die Nachrichten in meinem Newsfeed und habe nicht viel drüber nachgedacht, aber als der Name des Schützen genannt wurde, war ich alarmiert. Das erste, was ich dachte, war: 'Wow, ich hoffe, das FBI hat diesen Typen über die letzten Monate beobachtet.'"

(isa)

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