Mittwoch, 6 Uhr früh schlugen Hunderte Ermittler in ganz Deutschland zu: Mehr als einhundert Objekte, darunter auch etliche Pizzerien, wurden laut "Bild" gestürmt. Der Schwerpunkt des Einsatzes liegt dabei im Rheinland und Teilen des Ruhrgebiets (siehe Karte). Mehr als 15 Haftbefehle sollen vollstreckt worden sein.
Aber nicht nur in Deutschland, auch in Italien, Niederlande und Belgien werden seit den frühen Morgenstunden Festnahmen und Durchsuchungsmaßnahmen gegen mutmaßliche Angehörige der italienischen kriminellen Gruppierung 'Ndrangheta durchgeführt.
Nach Angaben des Bundeskriminalamts Wiesbaden dauern die Maßnahmen dauern derzeit noch an. Für 15 Uhr wurde eine Pressekonferenz anberaumt. Koordiniert wurde die länderübergreifende Aktion von der Einheit für justizielle Zusammenarbeit der Europäischen Union (Eurojust).
'Ndrangheta ist eine Mafia-Vereinigung aus der Region Kalabrien im Süden Italiens. Sie gilt mit einem geschätzten Jahresumsatz von 54 Milliarden Euro seit Mitte der 1990er-Jahre als mächtigste Mafia-Organisation Europas. Ihre wichtigsten Einnahmequellen sind vor allem Drogenhandel und illegale Müllentsorgung, insbesondere von Giftmüll.
Erst am Dienstag wurde die Nr. 1 der Cosa Nostra gefasst - mehr dazu hier >>
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(red)