Der Prachtboulevard Avenue des Champs-Élysées wurde kurz nach 16 Uhr großräumig gesperrt. Ersten Informationen zufolge hat ein Unbekannter um 15.48 Uhr mit seinem Fahrzeug ein Polizeiauto in der Nähe des Präsidentenpalastes gerammt.
Der Angreifer soll laut "Le Parisien" ein 31-Jähriger aus der Stadt Argenteuil im Norden von Paris sein. Die Pariser Zeitung beschreibt den mutmaßlichen Angreifer als "radikalisiert" – er soll schon im Visier des Inlandsgeheimdienstes DGSI gewesen sein.
Polizei erschießt Angreifer
Nach ersten Meldungen, wonach der Angreifer schwer verletzt worden sei, gab Innenminister Gérard Collomb später den Tod des Mannes bekannt. Polizisten hätten ihn mit mehreren Schüssen "neutralisiert".
Mann rammt mit Auto Polizeifahrzeug. (Video: AFP)
Aus dem Innenministeriums hieß es, dass das Fahrzeug des Angreifers explodiert sei, als er versuche habe, das Polizeifahrzeug zu rammen. Später fand die Polizei im Auto ein Schnellfeuergewehr vom Typ Kalaschnikow und mehrere Handfeuerwaffen.
Collomb sprach von einem "Anschlagsversuch". Offenbar befand sich auch "Sprengstoff" im Wagen des Mannes, eine Bombenentschärfungseinheit ist vor Ort und sichert den Wagen.
Warnung vor verstörenden Inhalten: Im Internet ist ein Video aufgetaucht, das den Toten zeigt, wie er von einem Polizisten bei der Suche nach einer versteckten Bombe ausgezogen wird:
Die Ermittler gehen von einer absichtlichen Tat aus, die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Die nahe U-Bahn-Station Champs-Élysées Clemenceau war während des Großeinsatzes gesperrt.
(red)