Todeslenker weiter flüchtig

20. August 2017 10:11; Akt: 20.08.2017 15:09 Print

So bittet Mutter Terror-Sohn, sich zu stellen

Nach den blutigen Anschlägen in Spanien werden immer neue Details bekannt. Die Terroristen wollten offenbar auch die berühmte Kathedrale Sagrada Familia sprengen.

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Younes Abouyaaqoub (22) war nach dem Anschlag in Barcelona am 17. August als letztes Mitglied der zwölfköpfigen Terrorzelle immer noch flüchtig. Er soll den Wagen in die Menschenmenge auf der Promenade La Rambla gesteuert haben. In dieser Wohnung der Gemeinde Ripoll lebte Younes Abouyaaqoub bevor er zum Mörder Unschuldiger wurde. Moussa Oukabir (17) wurde bei dem Anschlag in Cambrils von der Polizei erschossen. Er dürfte mindestens einen der Vans angemietet haben. Sein älterer Bruder, Driss Oukabir (28), wurde anfänglich als Verdächtiger identifiziert. Er stellte sich allerdings gleich nach Veröffentlichung seines Fahndungsfotos selbst der Polizei. Ob er selbst zu der Terrorzelle gehört, ist noch nicht klar. Mohamed Hychami ist einer der fünf Terroristen, die in Cambrils von der Polizei getötet wurden. Auch Said Aallaa wurde in Cambrils von der Polizei getötet. Vier Verdächtige hat die Polizei in U-Haft genommen, einer kam wieder auf freien Fuß. Vier Verdächtige hat die Polizei in U-Haft genommen, einer kam wieder auf freien Fuß. Vier Verdächtige hat die Polizei in U-Haft genommen, einer kam wieder auf freien Fuß. Vier Verdächtige hat die Polizei in U-Haft genommen, einer kam wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auch auf den früheren Imam aus der Gemeinde Ripoll, Abdelbaki Es Satty. Abdelbaki Es Satty soll dieses Gebäude zur Moschee umfunktioniert haben und darin die jungen Männer radikalisiert habe, wie ihm eine Cousine Abouyaaqoubs vorwirft. Die Wohnung des mutmaßlichen Terror-Imams Abdelbaki Es Satty in Ripoll. Abdelbaki Es Sattys Verbleib ist unklar. Es wird vermutet, dass er sich unter den drei Toten der Explosion im Terror-Unterschlupf in Alcanar befindet. Von dem Terror-Unterschlupf in Alcanar sind nur noch Trümmer übrig. Im Hinterhof wurden Dutzende Gasflaschen entdeckt, weswegen anfänglich nur wegen einer Gasexplosion ermittelt wurde. Mittlerweile geht die Polizei davon aus, dass die Terrorzelle Sprengstoffanschläge geplant hätte. Die unbeabsichtigte Explosion in der Nacht vor den Anschlägen hätte die Gruppe gezwungen, schnell und ohne Sprengstoffe, zuzuschlagen. An dieser Straßensperre nahe Sant Sadurni d'Noia wurde der Attentäter Younes Abouyaaqoub niedergeschossen. Younes Abouyaaqoub habe laut spanischer Polizei eine Sprengstoffweste getragen.

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Noch immer sind nicht alle Mitglieder der zwölfköpfigen Terrorzelle, die für die Anschläge in Spanien verantwortlich ist, gefast. Ein 22-Jähriger befindet sich immer noch auf der Flucht.

Die katalanische Polizei hat am Freitag ein Fahndungsfoto von Younes Abouyaaqoub veröffentlicht. Er soll das letzte flüchtige Mitglied der Terrorzelle sein und steuerte möglicherweise den Lieferwagen auf der Promenade La Rambla in die Menschenmenge. Das geht aus einer Meldung der spanischen Nachrichtenagentur "EFE" hervor.

Mutter bittet Terror-Sohn aufzugeben

Abouyaaqoubs Mutter richtete unterdessen über den katalanischen Rundfunk und via TV und Internet einen Appell an ihren Sohn:

Der 22-jährige Hauptverdächtige solle sich der Polizei stellen. Es wird vermutet, dass der gebürtige Marokkaner nach Frankreich geflohen ist.

War Imam der Kopf der Terrorzelle?

Die Ermittlungen der Polizei konzentrieren sich nun auch auf den früheren Imam der Ortschaft Ripoll, in welcher einige Mitglieder der Terrorzelle gelebt haben. Abdelbaki Es Satti hatte bis Juni in der dortigen Moschee gepredigt. Eine Cousine von Younes Abouyaaqoub beschuldigt ihn, für die Radikalisierung der jungen Männer verantwortlich zu sein. Nicht auszuschließen sei, dass er das Mastermind hinter den Anschlägen. Allerdings ist sein Verbleib derzeit noch ungeklärt. Möglich ist, dass Es Satti einer der drei Toten ist, welche in den Trümmern des Terror-Unterschlupfes in Alcanar gefunden wurden.

Spanische Regierung hält Gedenkgottesdienst

In der berühmten Basilika La Sagrada Familia in Barcelona wird heute, Sonntag, ein Gedenkgottesdienst stattfinden. Auf der Gästeliste stehen ranghöhste Regierungsmitglieder Spaniens.
Neben der königlichen Familie werden Premierminister Mariano Rajoy, dessen Vize Soraya Sáenz de Santamaría, der katalanische Ministerpräsident Carles Puigdemont i Casamajó, Barcelonas Bürgermeister Ada Colau, sowie der Bürgermeister von Cambrils, Camí Mendoza, erwartet.


Die berühmte Basilika La Sagrada Familia ist seit 1882 im Bau. (Foto: WikimediaCommons/CC BY-SA 3.0/Bernard Gagnon)

La Sagrada Familia war Ziel eines Anschlags

Dabei hätte die Basilika möglicherweise selbst zum Ziel eines weiteren Anschlages werden sollen. Wie spanische Medien berichten, hätte die Terrorzelle eigentlich Sprengstoffanschläge geplant gehabt. Sie sollen vorgehabt haben, drei Minivans voller explosiver Fracht sowohl auf La Rambla, als auch vor der La Sagrada Familia hochzujagen. Über das dritte Ziel herrscht noch Unklarheit, aber es wird ein Ort am Hafen von Barcelona vermutet.

Terror-Unterschlupf ist nun "Sehenswürdigkeit"

Die Explosion in ihrem Unterschlupf in der Gemeinde Alcanar in der Nacht auf Donnerstag, dürfte allerdings den Terroristen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. In zerstörten Haus wurden durch die Polizei Sprengstoffspuren entdeckt.

Absurd: Die Ruinen des Terror-Unterschlupfes werden seit den blutigen Anschlägen von schaulustigen Touristen belagert, wie "El Pais" am Sonntag berichtet.

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(rcp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Lüdin am 20.08.2017 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Anteilnahme

    "die kultivierte Welt muss ihn gemeinsam bekämpfen, um ihn zu besiegen", sagte B. Netanjahu zum Anschlag. Das ist noch die beste Floskel. Der Papst betet derweil für die Opfer dieses Attentats. Beten? Das hat der Attentäter vor der Tat bestimmt auch gemacht. Alles in allem sind Beileidsbekundungen lediglich Ausdruck der Hilflosigkeit. Aber wem geht es denn anders?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Peter Lüdin am 20.08.2017 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Anteilnahme

    "die kultivierte Welt muss ihn gemeinsam bekämpfen, um ihn zu besiegen", sagte B. Netanjahu zum Anschlag. Das ist noch die beste Floskel. Der Papst betet derweil für die Opfer dieses Attentats. Beten? Das hat der Attentäter vor der Tat bestimmt auch gemacht. Alles in allem sind Beileidsbekundungen lediglich Ausdruck der Hilflosigkeit. Aber wem geht es denn anders?

    • Vorname/Nachname am 20.08.2017 15:00 Report Diesen Beitrag melden

      Ein paar mehr "Likes" und es wird schon

      Wie üblich wird das Profilbild mal kurz mit der Landesfahne verziert und damit fühlt sich die halbe Welt wieder so als ob etwas bewirkt wurde...

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