UNO-Kiimakonferenz

03. Dezember 2018 11:08; Akt: 03.12.2018 13:13 Print

"Leben wird dann nicht mehr möglich sein"

196 Staaten beraten im polnischen Kattowitz, wie die Erderwärmung eingedämmt werden soll. Dafür sollen weltweit einheitliche Regeln aufgestellt werden.

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2015 wurde bei der Weltklimakonferenz in Paris beschlossen, dass die Erderwärmung auf 2 Grad, idealerweise 1,5 Grad begrenzt werden soll. Doch im Vorjahr lag dieser Wert bei 3 Grad, also deutlich darüber. In Kattowitz soll in den nächsten zwei Wochen ein ordentlicher Schritt in die richtige Richtung gemacht werden – doch das ist mehr als schwierig.

Noch immer wird der CO2-Ausstoß weltweit unterschiedlich gemessen; es sollen jetzt einheitliche Regeln aufgestellt werden, um Daten und die Klimaentwicklung vergleichbar zu machen. Dazu kommen Maßnahmen zur Eindämmung der Emissionen: Es steht vor allem die Energiegewinnung durch Kohle, die noch immer weit verbreitet ist, im Mittelpunkt. Aber auch Maßnahmen wie die Aufforstung von Wäldern zur Bindung von CO2.

Drastische Warnung
"Wir müssen in den nächsten zwei Wochen Kreativität und Flexibilität an den Tag legen, um die Zeit klug zu nutzen und die Vereinbarungen zu liefern, nach denen wir alle streben", sagte Polens Vize-Umweltminister Michal Kurtyka.

Deutschlands Entwicklungsminister Gerd Müller formulierte es noch drastischer: Die Erde selbst werde mit einer Klimaerwärmung von drei oder vier Grad problemlos klar kommen, aber "menschliches Leben, wie wir es kennen, wird dann kaum mehr möglich sein". Das größte Problem: Nur 17 Länder befinden sich im Plan, erklärte er.

Finanzierungsprobleme
Ein weiterer Knackpunkt ist die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen. Reiche Länder sollen ärmeren 100 Milliarden Euro dafür zur Verfügung stellen. Doch die genauen Modalitäten der Zahlungen – wer wem wie viel – sind fraglich.
Dass die USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen aussteigen wollen, wie US-Präsident Donald Trump angekündigt hat, ist nicht nur aus Sicht des Umweltschutzes ein Problem. Die USA würden so auch als potenter Geldgeber für Unterstützung ärmerer Länder fehlen.

Der designierte Präsident Brasiliens, Jair Bolsonaro, will ebenfalls aussteigen. Dabei verfügt sein Land mit dem Amazonas überspitzt gesagt über die grüne Lunge der Erde – der Regenwald bedarf somit eigentlich besonderen Schutz.

Die teilnehmenden Politiker und Wissenschaftler haben jetzt bis 14. Dezember Zeit, einen Schritt vorwärts im Kampf gegen den Klimawandel zu setzen.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sara am 03.12.2018 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf den Grund gehen

    Der wichtigste Grund: es gibt Völker die vermehren sich wie Hasen....

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  • UnbequemAberWahr am 03.12.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Eines der größten Probleme...

    ... ist die Überbevölkerung bzw. das ungezügelte Bevölkerungswachstum, vor allem in Regionen, in denen die Menschen ohnehin nicht viel haben. Das wurde schon in bzw vor den 80er Jahren als Problem erkannt (damals gab es >5 Milliarden Menschen), aber getan wurde - wie in der Politik üblich - nichts dagegen. Seither haben wir 60 % mehr Menschen (ca. 8 Milliarden!) und langsam wird's im wahrsten Sinne des Wortes eng! Industrie und Umweltverschmutzung sind Teil des Problems, aber die Ursache sind letztlich die (zu vielen) Menschen für die Nahrung und Konsumgüter produziert werden müssen!

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  • Alternative am 03.12.2018 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Nur mehr FAKE NEWS

    Es hat warme Klimaphasen gegeben von über +4 Grad und es hat auch Menschen gegeben. Reine Panik mache - also Fake News!! Was haben wir schon alles überlebt in den letzten 30 Jahren: Waldsterben, Ozonloch, Vogelgrippe, Schweinegrippe, Rinderwahn, HIV, .. alles Dinge wo Konzerne wieder mehr Geld machen wollten und uns Panik verkauften!! Der Mensch ist nur für 5 % des CO2-Ausstosses verantwortlich von 0,04% Anteil des CO2 in der Luft .. Übrigends in einem Glashaus werden bis zu 21 % CO2 eingeleitet, das hilft den Pflanzen und macht das Glashaus nicht um 1 Grad wärmer .. komisch nicht!!??

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • PeterKarl am 03.12.2018 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gegen die Goldstücke

    ist der Klimawandel ein Lärcherlschas.

  • Pat am 03.12.2018 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige Klimagipfel

    Hauptsache unsere klimachefs fliegen und fahren von a nach b um in ihrem Anzug über Sachen zu diskutieren, die sowieso sinnlos sind! Jeder von denen fährt ein Auto mit was weis ich wie viel PS, fliegen mit ihren eigenen Flugzeugen herum um darauf aufmerksam zu machen, dass sich das Klima so verändern wird, dass kein Leben mehr möglich ist? Klasse liebe Politiker! Aber wir in Österreich und Deutschland werden dass mitn Dieselfahrverboten in Städten schon noch in den Griff bekommen! Ich sag euch eines, die richtigen Klima und Umweltsünder sind Kohlekraftwerke, Schiffe und allen voran Flugzeuge!!

  • Alternative am 03.12.2018 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Nur mehr FAKE NEWS

    Es hat warme Klimaphasen gegeben von über +4 Grad und es hat auch Menschen gegeben. Reine Panik mache - also Fake News!! Was haben wir schon alles überlebt in den letzten 30 Jahren: Waldsterben, Ozonloch, Vogelgrippe, Schweinegrippe, Rinderwahn, HIV, .. alles Dinge wo Konzerne wieder mehr Geld machen wollten und uns Panik verkauften!! Der Mensch ist nur für 5 % des CO2-Ausstosses verantwortlich von 0,04% Anteil des CO2 in der Luft .. Übrigends in einem Glashaus werden bis zu 21 % CO2 eingeleitet, das hilft den Pflanzen und macht das Glashaus nicht um 1 Grad wärmer .. komisch nicht!!??

    • Kritischer Geist am 03.12.2018 14:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Alternative

      Nicht die Konzerne setzen solche Weltuntergangsmeldungen in die Welt. Es sind immer die Linken, die auf diese Meldungen abfahren. Das ist doch unübersehbar. Warum ist das so? Weil sich diese Katastrophenmeldungen bestens eignen, um gegen den Kapitalismus und den westlichen Kulturkreis zu hetzen, den man immer als Verursacher dieser Probleme bezeichnet. Ansonsten ist ihrem Posting zu 100 % zuzustimmen!

    • Deptslave am 04.12.2018 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alternative

      Bravo gut Recherchiert, Hochachtung vor so viel Kompetenz.

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  • Erich Menon am 03.12.2018 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Das wichtigste zuerst...

    Was wirds und wieder Kosten??

  • UnbequemAberWahr am 03.12.2018 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Eines der größten Probleme...

    ... ist die Überbevölkerung bzw. das ungezügelte Bevölkerungswachstum, vor allem in Regionen, in denen die Menschen ohnehin nicht viel haben. Das wurde schon in bzw vor den 80er Jahren als Problem erkannt (damals gab es >5 Milliarden Menschen), aber getan wurde - wie in der Politik üblich - nichts dagegen. Seither haben wir 60 % mehr Menschen (ca. 8 Milliarden!) und langsam wird's im wahrsten Sinne des Wortes eng! Industrie und Umweltverschmutzung sind Teil des Problems, aber die Ursache sind letztlich die (zu vielen) Menschen für die Nahrung und Konsumgüter produziert werden müssen!

    • Kritischer Geist am 03.12.2018 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      @unbequemAberWahr

      Genau so ist es! Eine Überbevölkerung gibt es in den Kulturkreisen, in denen vormoderne Weltanschauungen mit moderner (westlicher) Medizin zusammentreffen. Dort werden viele Kinder in die Welt gesetzt, weil eine große Familie gleichbedeutend mit großer Ehre ist. Und durch die westliche Medizin konnte auch in diesen Ländern die Säuglingssterblichkeit deutlich reduziert werden.

    • Jogi am 03.12.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

      Goforward

      Blödsinn... den indoktrinierten Schwachsinn über eine Überbevölkerung ala Bill Gates kannst da schenken. Es liegt nicht am Platzmangel sondern am Konsum! Deinen nämlich auch. Ressourcenbedingtes und ökonomisches Denken und Handeln ist gefragt, genauso geothermale Nutzung und Alternative Antriebstechnik. Geo- und Terraforming sind unsere Zukunft! Und diese liegt in den Sternen.

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