Ellwangen

03. Mai 2018 09:36; Akt: 03.05.2018 11:09 Print

Verhinderte Abschiebung: So rückt Polizei jetzt an

Ein 23-Jähriger hätte aus dem deutschen Ellwangen abgeschoben werden sollen, rund 200 Männern verhinderten dies mit Gewalt. Jetzt griff die Polizei durch.

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Drei Streifenwagen fuhren Sonntag vor die Flüchtlingsunterkunft in Ellwangen (Deutschland), wollten einen 23-Jährigen Togolesen in Gewahrsam nehmen und zur Abschiebung bringen. Was dann passierte, sorgte für Schlagzeilen. Die Polizisten wurden von rund 200 Männern umringt, bedroht. Als die Männer mit Gewalt die Abschiebung verhinderten, zog sich die Polizei zurück, wurde dabei weiter attackiert.

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In der Folge leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Tatbestandes der Gefangenenbefreiung, aber auch wegen des Verdachtes des Landfriedensbruches und anderen Straftaten ein. Am Donnerstag in den Morgenstunden griff die Polizei schließlich durch, gut ein Dutzend Polizeibusse fuhr bei der Asylunterkunft vor, Beamte mit Sturmmasken und schwerer Schutzausrüstung sammelten sich. Die "Bild" berichtete gar von "hundert Fahrzeugen", die zur Unterkunft fuhren.

Gesuchter 23-Jähriger festgenommen

Die Straßen um die Asylunterkunft wurden gesperrt, Sanitäter und Notärzte wurden hinzugezogen. Offizielle Stellungnahmen gibt es bisher nicht. Die Polizei habe mehrere Personen in Gewahrsam genommen, hieß es. Laut Deutscher Presse-Agentur wurden bei dem Polizeieinsatz mehrere Menschen verletzt. Unter anderem seien Flüchtlinge aus den Fenstern der Unterkunft gesprungen.

Wie die Polizei auf einer Pressekonferenz bekanntgab, wurde der gesuchte 23-Jährige und 17 andere Bewohner, die als "Unruhestifter" agiert hatten, in Gewahrsam genommen. Sie werden in andere Unterkübfte verlegt, der 23-Jährige soll nach Italien abgeschoben werden, wo er erstmals bei der Einreise nach Europa registriert wurde.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zornesröte am 03.05.2018 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Falsch verstandener Liberalismus

    Und wieso nicht gleich per Funk das Einsatzkommando holen? Wir warten immer, bis diese Leute untergetaucht sind. Probiert das mal in Russland. Aber vor lauter linksliberaler Politik sind Polizisten ständig im Kreuzfeuer der Kritik und müssen sich so eine mediale Farce gefallen lassen. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen endlich begreifen, dass ihr Handeln ein ganzes Rechtssystem zum Kippen bringt. Die Folgen sind Totalüberwachung und schärfere Gesetze. Solche Maßnahmen werden dann von jenen bekämpft, die sie selbst initiert haben.

  • alexander am 03.05.2018 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Schutz, kein Respekt

    Habe den Eindruck, als würde die Polizei Schutz brauchen. Kein Wunder, das die Leut keinen Respekt haben.

  • Palatschinke am 03.05.2018 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    201 x strafrechtlich relevantes

    Verhalten. Was glauben die eigentlich, mit einem derartigen Verhalten zu erreichen? Etwa unseren Respekt, weil sie sich so tapfer wehren, als Illegale abgeschoben zu werden? Einfach nur erbärmlich, ein potentielles Gastland im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen zu treten.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Xaver am 04.05.2018 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    Willkommen ohne Ende

    'Wir schaffen das' hat Fr. Merkel gesagt! Und bitte die Familien derer sollen auch bald nachkommen, und keiner von diesen Herren u. Damen darf abgeschoben werden !

  • Erwin am 03.05.2018 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    Bürgermeister

    Damals War es gewollt von der EU auch von vielen Staatsmänner, das Volk ist übergangen geworden , ich denke Sie wollen einen Völkeraustausch , Sie wollen das es untertänig ist .

  • Marc Maier am 03.05.2018 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein Witz

    17 der ca.200 wurden vorübergehend festgenommen und was ist mit den anderen ca. 183? Sind die schon in Österreich oder ist man darauf gekommen das ca.200 straffällige Asylwerber schlecht für die Statistik wären?

  • waldquelle_sanft am 03.05.2018 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig so!

    Vielleicht ist diese Entwicklung, die diese Menschen durch ihre Gesetzlosigkeit bewirken, für unsere Gesellschaft gar nicht so schlecht. Es wird wieder härter durchgegriffen! Unter linker Politik wird alles aufgeweicht, anders gesehen und Bestimmungen werden verdreht. Jede Gesellschaft braucht Ordnung und Disziplin, Gesetze und Regeln. Wenn dies nicht mehr eingehalten wird, dann wird es gefährlich!

  • Franz Absberg am 03.05.2018 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie darf nicht wehrlos sein!

    Sofortige Reaktion gegen die Gesetzesbrecher wäre sinnvoller um Wiederholungstäter abzuschrecken. Jetzt muss die Abschiebung aller beteiligten Täter erfolgen.