Der 37-Jährige, der in Utrecht in einer Straßenbahn Menschen erschossen haben soll, ist der Polizei bekannt. Er musste bereits wegen Vergewaltigung vor Gericht.
Gökmen Tanis soll am Montag in der niederländischen Stadt Utrecht in einer Straßenbahn das Feuer eröffnet und auf Menschen geschossen haben. Dabei wurden mindestens drei Personen getötet, fünf zum Teil schwer verletzt. Er war stundenlang auf der Flucht. Nachdem die Polizei ein Bild des 37-jährigen Türken veröffentlicht hatte, wurde er gefasst.
Tanis ist am 2. Juli 1981 in der Türkei geboren. Seit 2012 sei er bei der Justiz bekannt, schreibt AD. Und die Liste seiner Straftaten ist lang: Mehrere niederländische Medien berichten, dass Tanis Anfang März vor den Richter treten musste. Er soll eine Frau mehrmals vergewaltigt haben; zudem habe er gedroht, ihr Haus anzuzünden und ihr ins Gesicht geschlagen.
Diebstahl, Schüsse, Hehlerei und IS-Verbindungen
2013 soll er des versuchten Totschlags verdächtigt worden sein. Zudem soll er mit einer Schusswaffe aus einer Wohnung geschossen haben. In den letzten Jahren sei er zudem in den Verdacht geraten, in einen Lastwagen eingebrochen zu sein. Auch Ladendiebstahl soll er begangen haben.
Weiter soll Tanis einem Beamten ins Gesicht gespuckt haben und betrunken Auto gefahren sein. RTV Utrecht berichtet, dass er auch eine Frau beleidigt und in einer Polizeizelle uriniert habe. Vor Gericht musste er sich bereits wegen Ladendiebstahls, Sachbeschädigung und Hehlerei mit Navigationssystemen verantworten, so AD.
Laut BBC Türkçe ist Tanis Geschäftsmann und war bereits in Tschetschenien, wo er gekämpft haben soll. Vor einigen Jahren sei er wegen Verbindungen zum IS festgenommen, jedoch wieder freigelassen worden. (vro)