Gatwick

21. Dezember 2018 18:41; Akt: 21.12.2018 21:20 Print

Drohnen legten Londoner Flughafen komplett lahm

Nachdem der Flugbetrieb wieder aufgenommen werden konnte, ist es in London Gatwick am Freitagabend kurzzeitig wieder zum Stillstand gekommen.

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Passagiere müssen warten.

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Der Flugbetrieb am Londoner Flughafen Gatwick ist nach einer mutmasslichen Drohnensichtung am Freitagabend kurzzeitig eingestellt worden. Es handelte sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme.

Nach rund 45 Minuten konnten die Flugzeuge wieder starten, teilte der Flughafen auf Twitter mit.

Bereits zwischen Mittwochabend und Freitagmorgen hatten Drohnenflüge den zweitgrössten britischen Flughafen während 36 Stunden lahmgelegt. Ankommende Maschinen mussten umgeleitet werden und teils hunderte Kilometer entfernte Airports wie Amsterdam und Paris ansteuern.

Wer steckt dahinter?

Bislang weiss man nicht, wer für die Störaktionen verantwortlich ist. Die Ermittler haben keinerlei Spur zu der Täterschaft.

Die Polizei erklärte am Freitag, dass bei neuen Sichtungen mittlerweile auch der Abschuss der Drohne eine «taktische Option» sei. «Wir werden tun, was wir können, um diese Drohne vom Himmel zu holen und die Störung zu beseitigen, sodass wir Gatwick wieder zum Normalzustand bringen können», sagte Kriminalhauptkommissar Jason Tingley. Bislang wollte die Polizei einen Einsatz von Schusswaffen aus Sorge vor Irrläufern vermeiden.

45 Millionen Passagiere

Tingley geht davon aus, dass der Drohnen-Lenker gezielt Störungen im Flugbetrieb herbeiführen will. Nach britischem Recht ist es verboten, Drohnen in der Nähe von Flugzeugen und Flughäfen fliegen zu lassen, ausserdem dürfen sie eine Höhe von 122 Metern nicht übersteigen.

Der Flughafen London Gatwick liegt südlich der britischen Hauptstadt und ist der zweitgrösste des Landes nach Heathrow. Jedes Jahr werden dort 45 Millionen Passagiere abgefertigt, obwohl der Flughafen nur über eine Start- und Landebahn verfügt.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kannitverstan am 21.12.2018 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erneut Drohnenalarm?

    Dass man den gekoppelten Sender nicht orten kann stimmt mich nachdenklich.

    einklappen einklappen
  • helmut am 21.12.2018 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Runterholen das Ding

    Werden doch Militär haben mit einer Luftabwehr

  • Pol Ente am 21.12.2018 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Haben die Briten kein RVFS, das lässt alles "ruhen".

Die neuesten Leser-Kommentare

  • harald am 22.12.2018 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    hilflos überfordert

    fast 50 MIlliarden geben die Briten im Jahr für ihr Militär u. die Kriegswaffen wie z.B. Abfangjäger aus und dann lösen Spielzeugdrohnen im eigenen Land ein Riesenchaos u. einen Riesenschaden aus....

  • Ewald am 22.12.2018 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    kluuönö

    Astrein ein Terroranschlag. Hoffe, die Täter werden für die verursachten Kosten zur Rechenschaft gezogen.

  • Franz Absberg am 22.12.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheitslücke?

    Erschütternd dass die Polizei oder die Luftwaffe nicht fähig ist die Drohnen abzuschiessen. Was könnte nicht alles geschehen wenn diese Drohnen bewaffnet wären!

  • Pol Ente am 21.12.2018 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Haben die Briten kein RVFS, das lässt alles "ruhen".

  • helmut am 21.12.2018 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Runterholen das Ding

    Werden doch Militär haben mit einer Luftabwehr