Flüge fallen trotzdem aus

06. März 2018 09:51; Akt: 06.03.2018 12:33 Print

Betriebsrat krank! Keine AUA-Versammlung

Weil der Betriebsratsvorsitzende der Austrian Airlines krank im Bett liegt, mussten die geplanten Versammlungen kurzfristig abgeblasen werden.

Die für Dienstag und Mittwoch anberaumten Versammlungen müssen auffallen. (Bild: picturedesk.com)

Die für Dienstag und Mittwoch anberaumten Versammlungen müssen auffallen. (Bild: picturedesk.com)

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Ursprünglich wollte sich das fliegende AUA-Personal am Dienstag (ab 17 Uhr) und Mittwoch (ab 6 Uhr) zu Betriebsversammlungen treffen, um über die Zukunft der Mitarbeiter zu sprechen. Aufgrunddessen wurden mehr als 150 von 570 geplanten Flugverbindungen gestrichen, "heute.at" berichtete.

Am Dienstagmorgen hieß es dann, dass die Versammlungen abgesagt werden müssen, da der Vorsitzende erkrankt sei. "Wir müssen die für heute und morgen geplanten Betriebsversammlungen am Flughafen Wien leider kurzfristig absagen", so Johannes Schwarcz, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida in einer Aussendung. "Wir bemühen uns, die Betriebsversammlungen in nächster Zeit nachzuholen. Noch heute beginnen wir mit den Beratungen darüber", heißt es weiter.

Die Geschäftsführung hat ihren Mitarbeitern eine Inflationsabgeltung von 2,1 Prozent und eine Einmalzahlung von 1,4 Prozent angeboten. Das ist den Mitarbeitern zu niedrig. Sie halten das Angebot für unannehmbar, deshalb die Betriebsversammlungen.

Das können Passagiere tun

Die angekündigte Flugausfälle bleiben aufrecht, so sind die meisten Flüge schon am Montag gecancelt worden. "Aufgrund dieser Kurzfristigkeit ist es nicht möglich, unser ursprünglich geplantes Flugprogramm abzufliegen. Das bedeutet, dass die 140 gestrichenen Flüge nicht durchgeführt werden, und die Auswirkungen für unsere Kunden nicht rückgängig gemacht werden können", erklärt AUA-Pressesprecher Peter Thier.

Die Stornierungen betreffen Verbindungen zwischen Wien und Amsterdam, Basel, Brüssel, Bukarest, Budapest, Prag, Salzburg sowie zahlreichen weiteren europäischen Städten. In Summe sind ein Viertel der Flüge und somit rund 10.000 Passagiere betroffen. Die Austrian bittet ihre Kunden unbedingt den aktuellen Status des Fluges zu kontrollieren, das können Sie hier machen, und bittet um Verständnis. "An dieser Stelle entschuldigen wir uns bei unseren Kunden. Wir sind selbst verwundert über die Vorgehensweise der Gewerkschaft", so Thier.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • stealth71 am 06.03.2018 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich sollte

    Die Gewerkschaft für die Ausfallskosten aufkommen, denn in so einer Situation greifen leider nicht mal die Fluggastrechte. Es sei dahingestellt, ob hier ein Kampf auf höchsten Lohnniveau von der Gewerkschaft geführt werden muss, denn ich denke da gäbe es sicher auch noch eine breite Masse von Mindestlohnbezieher, die sich einen solchen Einsatz wünschen würden. Das aber soviel Schaden, nur durch eine Person erzeugt wird, ist durch das Streikrecht sicher nicht gedeckt.

  • Robert Berger am 07.03.2018 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gewerkschaft agiert egoistisch hoch 2

    Die Gewerkschaft agiert wieder mal rücksichtslos und stur. Das ist offenbar auch ein Stellvertreter-Krieg der frustrierten Linken gegen die Regierung. hier zeigen sie noch dass sie Macht haben. Bringen wirds nix - doch darum gehts auch gar nicht. Hauptsache die eigenen Taschen sind voll. Und sollte der Laden den Bach hinunter gehen - na und. es wäre nicht der erste den Gewerkschafter umgebracht haben.

  • Fridolin am 06.03.2018 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verständnis

    Alle die jetzt für mehr Gehalt der Airline Angestellten sind und ja soviel Verständnis für diese Betroffene Berufsgruppe aufbringen, können wahrscheinlich nicht nachvollziehen wie es ist, wenn man frisch und froh nach Ney York mit Familie reisen möchte und dann Nur wegen einer Betriebsversammlung um 6 Stunden später als geplant wegfliegt, in N.Y. dann steht und der gebuchte Anschlussflug ist bereits abgeflogen und es ist fast Mitternacht und sitzt am Airport fest, geschweige denn das Quartier,ja dann um eine Übernachtung bereits umsonst bezahlt worden ist! Mir leider so passiert !

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wolfgang Winkler am 08.03.2018 08:57 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    " wenn mein stärker Arm es will, stehen alle Räder still" Frage: wann verschwinden diese Wirtschaftsschädlinge verantwortungslos bis in die Knochen

  • Egon am 07.03.2018 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetzliches Streikverbot

    Gesetzliches Streikverbot für bestimmte Infrastrukturunternehmen! Was wäre den, wenn die Energieversorger, die Bestatter, die Müllabfuhr, Mitarbeiter des Gesundheitswesens, usw. so vorgehen würden. Piloten verdienen ohendies gehörig. Und Stewards sowie Stewardesssen: Wem der Lhn zu niedrig sit, kann ja zum Billa gehen und dort Regale einschlichten.

    • Rorschach am 07.03.2018 12:03 Report Diesen Beitrag melden

      AUA ist nicht die einzige Airline

      die von VIE startet...

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  • Robert Berger am 07.03.2018 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Gewerkschaft agiert egoistisch hoch 2

    Die Gewerkschaft agiert wieder mal rücksichtslos und stur. Das ist offenbar auch ein Stellvertreter-Krieg der frustrierten Linken gegen die Regierung. hier zeigen sie noch dass sie Macht haben. Bringen wirds nix - doch darum gehts auch gar nicht. Hauptsache die eigenen Taschen sind voll. Und sollte der Laden den Bach hinunter gehen - na und. es wäre nicht der erste den Gewerkschafter umgebracht haben.

  • Wolfgang am 06.03.2018 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vielflieger

    Eine bodenlose Frechheit aber er wurde ja gewählt und braucht keine Angst um seinen Arbeitsplatz haben ,warum immer gleich streiken das macht sonst niemand nur bei den Fluglinien die müssen dann meistens nachgeben das ist schlecht fürs Geschäft alles wegen den ...sag ich besser nicht!!!

  • Fridolin am 06.03.2018 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verständnis

    Alle die jetzt für mehr Gehalt der Airline Angestellten sind und ja soviel Verständnis für diese Betroffene Berufsgruppe aufbringen, können wahrscheinlich nicht nachvollziehen wie es ist, wenn man frisch und froh nach Ney York mit Familie reisen möchte und dann Nur wegen einer Betriebsversammlung um 6 Stunden später als geplant wegfliegt, in N.Y. dann steht und der gebuchte Anschlussflug ist bereits abgeflogen und es ist fast Mitternacht und sitzt am Airport fest, geschweige denn das Quartier,ja dann um eine Übernachtung bereits umsonst bezahlt worden ist! Mir leider so passiert !

    • Rorschach am 07.03.2018 10:04 Report Diesen Beitrag melden

      Bei Ihnen gehts um

      einen holprigen Start in den Urlaub. Bei den Mitarbeitern um das täglich Brot.

    • Dagobert am 07.03.2018 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rorschach

      Am täglich brot mangelt es sicher nicht. Hier will sich ein arbeitscheuer gewerkschafter einen namen machen und mit aller gewalt einen arbeitskampf provozieren. Das personal ist ihm egal. Es werden alle in geiselhaft genommen von ein paar zündelnden fanatikern. Der großteil des personals verurteilt diese gangart zutiefst.

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