Wirtschaftskammer erfreut

24. März 2019 15:17; Akt: 24.03.2019 15:43 Print

Airbnb: bald bundesweite Registrierungspflicht?

Die heimischen Hotelbetriebe fordern eine Registrierungspflicht für Airbnb & Co. Die Plattformen würden sich sämtlicher gesetzlicher Grauzonen bedienen.

Personen, die ihre Wohnung über Airbnb vermieten, werden ab Anfang 2020 wohl mit einer Registrierung rechnen müssen... (Bild: imago stock & people)

Personen, die ihre Wohnung über Airbnb vermieten, werden ab Anfang 2020 wohl mit einer Registrierung rechnen müssen... (Bild: imago stock & people)

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Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) bekannte sich auf dem Jahreskongress der Hoteliers dazu, dass man sich die Airbnb-Thematik "ganz genau ansehen" müsse. "Das Ganze ist zur Zeit eine Grauzone", so die Ministerin. Ihr Ziel sei, es gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle zu schaffen.

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Sollte härter gegen Airbnb durchgegriffen werden?
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Insgesamt 89 Teilnehmer

Gesetzliche Grauzonen

"Airbnb bedient alle gesetzlichen Grauzonen, die es gibt", sagte Präsidentin der Österreichischen Hotelvereinigung Michaela Reitterer bei dem Kongress. Die Vereinigung und der Fachverband der Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) begrüße daher die Ankündigung von Köstinger, ab 2020 eine umfassende Regierungspflicht für Services wie Airbnb einzufordern.

Langjährige Forderung

"Damit wurde eine langjährige Forderung des Fachverbandes Hotellerie aufgegriffen", sagt Susanne Kraus-Winkler, Obfrau des WKÖ-Fachverbandes. Das Ziel sei nun, sich möglichst schnell mit den Bundesländern abzustimmen, damit eine Umsetzung der neuen Registrierungspflicht bereits ab Jänner 2020 möglich wird. "Eine bundesweite Lösung ist ein wesentlicher Schritt, um Wettbewerbsverzerrungen auszuräumen. Insbesondere geht es darum im Bereich von Steuern, Abgaben, Sozialversicherung sowie bei Auflagen gleiches Recht für alle Anbieter herzustellen", fährt Kraus-Winkler fort.

Miet- und wohnrechtliche Probleme

Abgesehen von einer Verknappung von Wohnraum haben Plattformen wie Airbnb in den Ballungsräumen auch zu zahlreichen miet- und wohnrechtlichen Problemen geführt, so die Obfrau. Man begrüße die Maßnahme der Tourismusministerin daher sehr und wolle sie "bei der Einführung einer praxistauglichen Lösung unterstützen".

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Habakuk am 24.03.2019 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Höchste Zeit

    Ja, es ist höchste Zeit, einer Registrierungs- und Steuerpflicht! Gewerbebehörde bitte auch die hygienischen und sicherheitsrelevanten Umstände (Feuermelder, Feuerlöscher) regelmäßig kontrollieren.

    einklappen einklappen
  • Tippgeber am 24.03.2019 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Saubere und faire Lösung

    Wäre ich Airbnb, würde ich einen Verein gründen, deren Mitglieder eine Mitgliedsgebühr bezahlen. Im Gegenzug erhalten sie ein zeitlich befristetes Wohnrecht in Unterkünften der Mitglieder. Damit entfällt die Steuer- und Meldepflicht, weil kein Gewerbe ausgeübt wird. Um wohnrechtliche Probleme zu vermeiden, sind die Mitglieder verpflichtet, vorab mit den Mit-/Eigentümern das Einverständnis herzustellen. Das schließt die Untervermietung von sozialem Wohnraum von vornherein aus. Das ist eine saubere und faire Lösung.

  • Aufhören am 24.03.2019 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Grauzonen

    Die Grauzonen nicht ermöglichen und schon wird es funktionieren. Kenne nur zu viele, die die Grauzonen auch benutzen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • schrumpfkopf am 26.03.2019 06:23 Report Diesen Beitrag melden

    grauzonen

    Grauzonen entstehen, wie immer, durch unfähige Gesetzgeber.

  • hihihi am 25.03.2019 14:35 Report Diesen Beitrag melden

    Das Uber der Vermietung!

    Ob jetzt auch die Hatz auf AirBnB startet, so wie die Taxler es bei Uber machen?

  • Aufhören am 24.03.2019 20:25 Report Diesen Beitrag melden

    Grauzonen

    Die Grauzonen nicht ermöglichen und schon wird es funktionieren. Kenne nur zu viele, die die Grauzonen auch benutzen.

  • Tippgeber am 24.03.2019 18:51 Report Diesen Beitrag melden

    Saubere und faire Lösung

    Wäre ich Airbnb, würde ich einen Verein gründen, deren Mitglieder eine Mitgliedsgebühr bezahlen. Im Gegenzug erhalten sie ein zeitlich befristetes Wohnrecht in Unterkünften der Mitglieder. Damit entfällt die Steuer- und Meldepflicht, weil kein Gewerbe ausgeübt wird. Um wohnrechtliche Probleme zu vermeiden, sind die Mitglieder verpflichtet, vorab mit den Mit-/Eigentümern das Einverständnis herzustellen. Das schließt die Untervermietung von sozialem Wohnraum von vornherein aus. Das ist eine saubere und faire Lösung.

  • Habakuk am 24.03.2019 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Höchste Zeit

    Ja, es ist höchste Zeit, einer Registrierungs- und Steuerpflicht! Gewerbebehörde bitte auch die hygienischen und sicherheitsrelevanten Umstände (Feuermelder, Feuerlöscher) regelmäßig kontrollieren.

    • Mal ehrlcih am 26.03.2019 08:04 Report Diesen Beitrag melden

      Das Steuerthema wieder

      @Habakuk. Wieso sollte man in einem Privatraum diese Feuerschutzeinrichtungen kontrollieren? Sollte man bei Ihnen oder Privatpersonen dies tun? Steuerpflicht, wenn ich das schön höre. Die meisten Eigentümer mit mehreren Immobilien lassen sie leer stehen, anstatt sie zu vermieten, weil es sich nicht lohnt bei den Steuern normal zu vermieten, mit Risiko, eventuellen Kosten nachträglich... Würden die Steuern auf Einkommen aus Vermietung gesenkt, wären diese sicher auch bereit sie nicht leer stehen zu haben.

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