In Deutschland

11. Juni 2019 08:36; Akt: 12.06.2019 13:18 Print

Aldi verlangt jetzt 1 Cent für Obst-Plastiksackerl

Einen "symbolischen Cent" müssen Kunden ab sofort in deutschen Aldi-Supermärkten für dünne Obst-Plastiksackerl bezahlen.

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Aldi Nord und Aldi Süd in Deutschland – die Muttergesellschaft von Hofer in Österreich – reagieren auf Kritik an zuviel Plastikverpackungen in ihren Supermärkten. Künftig sollen die dünnen Plastiksackerl am Obststand dort einen Cent kosten. Bis 2022 sollen zudem alle Eigenmarken-Verpackungen recyclingfähig sein, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ).

Bisher bieten große Lebensmittelhändler die dünnen Kunststoffsackerl in ihren Obst- und Gemüseabteilungen kostenlos an. Seit Plastiksackerl allerdings teurer geworden sind, weichen viele Kunden einfach auf die kostenlosen, dünnen Beutel aus.

Hofer hat in Österreich eigene Pläne

Die Supermarktkette Real will ebenfalls etwas gegen den Plastikmüll tun und hat angekündigt, dass sie die durchsichtigen Sackerl bis 2020 durch Papier ersetzen will.

Die Discounter-Kette Hofer, die zur Unternehmensgruppe Aldi Süd gehört, hat in Österreich andere Pläne, wie "Heute.at" auf Anfrage mitgeteilt wurde. Hier will man als Alternative ab Juli in allen Filialen kompostierbare Plastiksackerl für 3 Cent pro Stück anbieten.

Als Vorbild dient eine Vorschrift in Italien. Dort müssen Supermarkt-Kunden seit Anfang 2018 einen bis drei Cent Gebühr pro Plastik-Obstsackerl zahlen. Das hilft offenbar – als Aldi vor Kurzem den Preis für Einkaufssackerl an der Kasse von zehn auf 20 Cent verdoppelte, ist die Nachfrage zurückgegangen, berichtet der Discounter.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 1002Himmelszelt am 11.06.2019 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder Papiertüten statt Plastik!

    Sogeht das auch nicht! Ich erinnere daran, dass man früher Obst in (eckigen) Papiertüten gekauft hat. 6 Tomaten und eine Traube Weintrauben z.B. kann man schließlich nicht ohne Verpackung in den Wagen legen! Für Brötchen gibt es mittlerweile ja auch Papiertüten!

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  • Gunter am 11.06.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    Vorstellung

    Was soll denn die Alternative sein? Keimfördernde Stofftaschen zum Nachhausetransport? Und die Äpfel und Weintrauben lege ich bis zur Kasse ungeschützt in den Einkaufswagen? Mich würde interessieren, wie sich das die Obergscheiten vorstellen?

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  • In am 11.06.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Kasso

    Es geht doch nur ums abkassieren! Das wird alles so lange breitgetreten und aufgeweicht, bis für das selbstverständlichste überall extra bezahlt werden muß und das dazu noch unverschämt teuer! Eine Entwicklung ist das, wie im wilden Westen!¹

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Alex am 12.06.2019 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Tataaa

    Und hier seht ihr mal wie die Welt funktioniert. Verunglimpfen und dann kann man hinterher Geld verlangen ohne dass jemand meutert.

  • Silvia K. am 12.06.2019 07:02 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist der falsche Weg!

    Zahlen, zahlen, zahlen. Das ist aber keine Lösung, denn die Kunden müssen ja ihre Ware irgendwie verpacken. Statt den richtigen Weg zu gehen und wieder Papiertüten anzubieten (geht ja auch bei der Backware!), bleiben die Plastiksackerl. Geh in einen Supermarkt: Alles ist vorverpackt. Und hier mache ich den Händlern einen riesigen Vorwurf. Sie haben es nämlich in der Hand, endlich wieder Ware anzubieten, die nicht hundertmal eingeschweißt und in Plastik gewickelt ist. Nur sie können den Druck aufbauen und es veranlassen. Der Kunde steht sozusagen verloren am Ende der Nahrungskette.

  • Silvia K: am 12.06.2019 06:57 Report Diesen Beitrag melden

    Papiertüten!

    Gab es früher und die 3 Sekunden Zeit reinzugucken was drin ist, wird man wohl bei der Kasse noch haben! Und zwar aus HANF! Faserhanf zur Herstellung von allen möglichen Papiersorten, aus dem man auch ein wirklich, echtes recyclebares Plastik, das in 4 Wochen verrottet ist, herstellen kann ist die einzige Alternative zu Holz. Hanf wächst in einer Saison, ist Wasser neutral, im Gegensatz zu Baumwolle, benötigt so gut wie keine Pestizide! Man kann sogar Stoffe herstellen, auch Dämmmaterial uvm.

  • Joseph am 11.06.2019 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    a.) Wird bei uns schon längstens kassiert und b.) gibt es aus Maisstärke (Ähnlichem) Sackerl (biologisch abbaubar/verrottet selbst im Gartenkomposter) die dem Gemüsesackerl ziemlich ähnlich sind - also von daher: Die Lösung (ohne Verzicht) gibt es ja schon; weil selbst Papier (Kleber/Holz usw) nicht das Gelbe vom Ei sind. OT: Ich selber wiege es ab, und gebe das Abgewogene in ein Tupperware/Ähnliches, und des Pickerl an die Kante; Bei meinem Supermarkt schaut keiner mehr deswegen

  • Bernd Mueller am 11.06.2019 20:13 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich!

    Jetzt ist das Klima gerettet und die Weltmeere bleiben sauber! Gott sei Dank!