Restaurantkette

02. November 2018 09:14; Akt: 02.11.2018 09:21 Print

Jamie Oliver gesteht: "Habe kein Geld mehr"

Jamie Oliver schlittert mit seiner italienischen Restaurantkette Jamie's Italian immer weiter in die Pleite.

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Zu Jahresbeginn hatte der 43-Jährige zugegeben, einen Schuldenberg von 71,5 Mio. Pfund (rund 80 Mio. Euro) angehäuft zu haben. Zwölf Standorte mussten schließen. Um 25 weitere Lokale offen zu halten, pumpte er fast 13 Mio. Pfund (rund 14,6 Mio. Euro) aus seinem Privatvermögen in die Lokalsparte seiner Unternehmen. Nun soll ihr der Geldhahn endgültig abgedreht werden, wie Oliver wissen lässt.

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"Kein Geld mehr übrig"
"Ich habe kein Geld mehr übrig, das ich in Jamie's Italian investieren kann", gesteht der TV-Koch in einem Interview mit der "Mail on Sunday". Die Restaurantkette sei aufgrund ihrer anhaltenden Finanzprobleme wirtschaftlich einfach "nicht mehr am Leben zu halten". "Wir haben einen Punkt erreicht, an dem ich aufpassen muss, dass dadurch nicht auch andere Bereiche meiner Unternehmen und die ganzen Menschen, die dort angestellt sind, gefährdet werden", erklärt Oliver.

Die vergangenen 18 Monate seien für den weltweit bekannten Koch, Gastronomen und Verfasser zahlreicher Kochbücher eine "ziemlich harte Zeit" gewesen. Im Januar musste er etwa nach einer großangelegten Restrukturierung seiner italienischen Restaurantkette mehr als 600 Arbeitskräfte entlassen. "Das war ein schwerer Schlag, den wir überhaupt nicht erwartet haben. Eigentlich sollte das nicht passieren können. Man hat vierteljährliche Treffen und beschäftigt Leute, die sich rechtzeitig um diese Probleme kümmern sollten", so Oliver.

Mediensparte als starkes Zugpferd
Wie aus den Geschäftsberichten von Jamie's Italian hervorgeht, haben die Restaurants, die rund um den Globus verstreut sind, dem Starkoch noch im Jahr 2016 einen relativ respektablen Profit von 700.000 Pfund eingebracht. Doch schon im Folgejahr ging es dann mit einem Verlust von insgesamt 20 Mio. Pfund rapide bergab. Gesamtwirtschaftlich betrachtet, ist Oliver durch die drohende Pleite seiner italienischen Restaurants aber keinesfalls in Gefahr.

Als wichtigstes finanzielles Zugpferd darf Oliver nämlich weiterhin auf seine verschiedenen Medienfirmen setzen, die unter anderem seine TV-Shows und Kochbücher produzieren. Zumindest diese Sparte entwickelt sich prächtig: Die jüngsten Zahlen zeigen einen Umsatzsprung auf 32 Mio. Pfund und steigende Profite von acht Mio. Pfund in 2017.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • myopinion am 02.11.2018 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Geld mehr

    Schade um die Pizzeria, die vor seinem Jamie´s Restaurant, nähe Stubentor war. Sein Restaurant ist dann kurze Zeit später geschlossen worden.... Offenbar wollte er zu stark u. schnell skalieren. Gibt sicherlich auch bessere Köche als ihn.

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  • Bob Dobalina am 02.11.2018 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Großmannssucht

    Herr Oliver hatte dank seines großen Erfolges mit den TV-Kochshows alle Chancen, ein sehr gutes Leben zu führen, aber das war ihm offenbar zu wenig, er wollte unbedingt immer mehr und mehr Geld einnehmen. Diese Großmannssucht hat schon so manchen in den Ruin getrieben.

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  • Dean am 02.11.2018 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    kein Geld mehr......

    Soviel "kein Geld mehr" wie Herr Jamie Oliver hätte ich auch gerne! Diese Lokale leben alleine vom Hype um die Berümtheit der Figuren. Warst du einmal dort gehst du kein 2. mal hin. Es gibt dort nichts persönliches um es zu einem Stammlokal zu machen - dauernd wechselndes Personal. Die Belegung der Tische muß mindestens 3x pro Abend gewechselt werden. Reservierungen werden auf maximal 90 Minuten zugesagt. Teure Gerichte, eher kleine Portionen. Und das Konzept ist weltweit das gleiche. Systemgastronomie unter dem Deckmantel des "exklusivem" Waren einmal dort, hat uns gereicht - Danke

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • RedApple am 03.11.2018 07:53 Report Diesen Beitrag melden

    Wen wunderts

    Was hat er erwartet? Derartige Lokale sind Strohfeuer. Seine Fans gehen einmal hin um "auch dort gewesen zu sein", und das war es. Das Floppen seiner Lokale wurde übrigens schon prognostiziert bevor er sein erstes Lokal in London eröffnet hat, aber Herr Oliver wusste es halt besser...

    • A. Linder am 03.11.2018 18:48 Report Diesen Beitrag melden

      Wichtigtuer

      Ich mag ihn auch nicht. Aber Prognosen hat es bestimmt auch positive gegeben. Sagen Sie 8Mia Leuten auf der Strasse, dass diese heute Geburtstag haben und sie haben auf der Stelle tausende Sektenmitglieder.

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  • Ella am 03.11.2018 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Finanzberater

    Er hat wohl einen schlechten Finanzberater gehabt.

  • Michael Gunsam am 03.11.2018 05:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jamie

    das wundert mich nicht, in Schwechat der Flughafen ist viel zu teuer

    • manuel mundi am 04.11.2018 00:28 Report Diesen Beitrag melden

      Preise an einem Flughafen ok

      Das Jamies Italian am Flugahfen gehört nicht dirfekt ihm sondern einer Franchise Firma, Das am Flughafen die Preise höher sind, ist aber normal

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  • Southpaw am 02.11.2018 18:02 Report Diesen Beitrag melden

    Du hast...

    ...schon noch genug Geld. Allerdings muss ich sagen, du bist ein toller Koch.

  • helmar am 02.11.2018 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    War es in Italien?

    Als Oliver vor laufender Kamera mit einem Messer das man ihn gereicht hat ein gefesseltes Lamm ohne diesem vorher einen massiven Schlag auf den Kopf zu versetzen, um es zu betäuben diesem den Hals durchschnitten hat? So gesehen........gibt es doch etwas Gerechtigkeit.