Arbeit

03. Juni 2019 16:58; Akt: 03.06.2019 17:08 Print

Mehrheit hält sich im Job für unterbezahlt

Die Österreicher fühlen sich zu einem großen Teil mit ihrem Arbeitgeber verbunden, würden aber gerne mehr Geld verdienen.

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Österreichische Arbeitnehmer fühlen sich zu einem überwiegenden Teil ihrem Arbeitgeber verbunden und sind grundsätzlich zufrieden mit ihrem Job. Aber: 57 Prozent halten sich für unterbezahlt. Nur 43 Prozent denken, dass sie für ihre Leistung genauso viel verdienen sollten, wie sie tatsächlich bekommen. Kein Befragter ist der Meinung, mehr zu erhalten als ihm eigentlich zusteht.

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Im Durchschnitt liegt die geforderte Mehrbezahlung bei knapp 13,7 Prozent, wobei Frauen mit 11,1 Prozent deutlich weniger fordern als Männer (16,2 %). Dennoch hält eine Mehrheit von 65 Prozent das Gehaltsgefüge im eigenen Unternehmen für absolut oder überwiegend fair.

Das geht aus der EY-Jobstudie hervor, für die 1.001 Arbeitnehmer in Österreich befragt wurden.

Hohe Verbundenheit

81 Prozent fühlen sich ihrem Arbeitgeber gegenüber verbunden. Dabei gilt: Je höher die Position, desto höher die Verbundenheit. So ist der Anteil der Beschäftigten, die sich ihrem Arbeitgeber sehr eng verbunden fühlen, im Top-Management mehr als doppelt so hoch wie bei Angelernten oder ungelernten Arbeitskräften. So gut wie jeder zweite Mitarbeiter wäre einem Wechsel in ein anderes Unternehmen aber nicht abgeneigt, wenn die Bezahlung stimmt.

In keiner Altersklasse ist die gefühlte Arbeitsplatzsicherheit so hoch wie bei den ältesten Befragten: 44 Prozent schätzen ihren Arbeitsplatz als sicher ein, in allen anderen Altersgruppen sind es nur jeweils 35 Prozent.

Derzeit machen sich 16 Prozent der Befragten Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Vor allem die Beschäftigten in der Gesundheitsbranche (83 %) sowie im Banken- und Versicherungswesen (79 %) schätzen ihren Arbeitsplatz als eher unsicher ein.

Im Dienstleistungsbereich und in der Bauwirtschaft fürchten Arbeitgeber dagegen derzeit kaum den Verlust ihres Jobs: 33 Prozent beziehungsweise 32 Prozent schätzen ihren Arbeitsplatz als sicher ein.

Jeder Vierte sieht sich nach neuer Stelle um

Immerhin 28 Prozent der Arbeitnehmer in Österreich schauen sich derzeit tatsächlich auf dem Arbeitsmarkt um. Als wichtigstes Motiv für die Suche nennen die Befragten überwiegend eine bessere Bezahlung (59 %).

Während sich 63 Prozent der Männer durch monetäre Anreize von einem neuen Arbeitgeber überzeugen ließen, sind es bei Frauen 55 Prozent. Die Wechselbereitschaft anfeuern würden auch interessantere Arbeitsinhalte (36 %), eine kürzere Wegzeit in die Arbeit (26 %) oder Weiterentwicklungsmöglichkeiten (19 %).

Nur jeder Vierte (24 %) sieht aktuell für sich im eigenen Unternehmen gute Karrierechancen. Vor allem Frauen kommen irgendwann auf der Karriereleiter nicht voran: Nur 21 Prozent von ihnen sehen entsprechende Möglichkeiten, während es bei den Männern immerhin 25 Prozent sind.

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(red)

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