Rot-Weiß-Rot-Card wird neu

03. Dezember 2018 08:16; Akt: 03.12.2018 10:31 Print

Künftig dürfen viel mehr Ausländer bei uns arbeiten

Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, wird die Regierung nun den Zuzug ausländischer Arbeitskräfte erleichtern.

 (Bild: picturedesk.com)

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Die Mangelberufe sind ja Teil der Rot-Weiß-Rot-Karte, die aber auch besonders hoch qualifizierte Zuwanderer bzw. Schlüsselkräfte anziehen soll. Dies hat bisher nicht im gewünschten Ausmaß geklappt, weshalb man die Voraussetzungen ändert.

Umfrage
Sollen Asylwerber weiterhin eine Lehre in Mangelberufen beginnen dürfen?
33 %
66 %
1 %
Insgesamt 2784 Teilnehmer

Neben der Einigung über die länger angekündigte Reform der Rot-Weiß-Rot-Card haben ÖVP und FPÖ die Regionalisierung der Mangelberufsliste beschlossen. Damit können Arbeitnehmer aus Nicht-EU-Staaten, die über die gefragten Qualifikationen verfügen, in Österreich leichter beruflich tätig werden.

Bei der Mangelliste wird künftig zwischen einer Bundesliste und einer lokalen, die auf die regionalen Bedürfnisse eingeht, unterschieden. Über die letztere, gegen die von der Gewerkschaft seit Monaten Sturm gelaufen wird, sind laut dem der APA liegenden Regierungsvorschlag maximal 300 Plätze pro Jahr verfügbar.

Regionale Unterschiede
In Kärnten findet man auf der Liste der Mangelberufe lediglich den Maurer. In Oberösterreich gibt es jetzt 18 Berufe, wie etwa Fleischer, Buchhalter und Zuckerbäcker. In den drei westlichen, tourismuslastigen Ländern (Salzburg, Tirol, Vorarlberg) ist etwa jeweils der Kellner auf den Regionallisten zu finden. Zwei Bundesländer sind von der Regionalisierung ausgenommen: das Burgenland und Wien, für die keine eigene Liste aufgelegt wurde.

Die bundesweite Mangelliste der Berufe wurde von 27 auf 45 aufgestockt - etwa kam der Koch nun dazu. Insgesamt finden sich auf der Liste zahlreiche technische und Handwerker-Berufe, aber etwa auch Gehaltsverrechner sowie - nicht unwesentlich - diplomierte Krankenpfleger.

Reform der R'ot-Weiß-Rot-Card

Gehalt

Die geforderten monatlichen Gehaltsuntergrenzen werden deutlich gesenkt. Waren für Unter-30-Jährige bisher 2.565 Euro gefordert, sind es ab kommendem Jahr nur noch 2.052. Bei den Über-30-Jährigen wird die geforderte Gehaltssumme von 3.078 auf 2.565 Euro gesenkt.

Miete

Künftig ist kein Nachweis eines Mietverhältnisses mehr notwendig. Bisher musste ein gültiger Mietvertrag vorgewiesen werden, obwohl der Antragsteller noch nicht einmal wusste, ob sein Ansuchen positiv beschieden wird.


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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Talos am 03.12.2018 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    Unternehmerregierung

    Das heißt anstatt das man diese Mangelberufe für unsere Leute attraktiver macht, holt man sich Leute aus dem Ausland die zum Mindestlohn arbeiten. Typisch Unternehmerregierung, ausländische Arbeitnehmer(vorallem Östliche) sind im Vergleich zu Österreichern viel billiger. Wie war das nochmal FPÖ (unser Geld für unsere Leut?). Wenn man den Mangelberufen mehr Geld bietet würden sich auch mehr finden da braucht man keine anderen Nationen aber aus Unternehmersicht ist diese Lösung besser und billiger auch wenn die unsere Arbeitsplätze wegschnappen.

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  • Fred von Jupiter am 03.12.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Lohndumping

    Staatlich genehmigtes Lohndumping, obwohl wir über 300.000 Arbeitslose haben. Gleichzeitig wurden die Mittel für Umschulungen Arbeitssuchender drastisch gekürzt. Liebe Wähler dieser Regierung, dämmert es bei euch mittlerweile?

  • Melanie Schubert am 03.12.2018 10:20 Report Diesen Beitrag melden

    Kriegt anstelle von bekommt

    Kriegt es die ? Wirklich ? Bekommt ist zu lang für die Headline . Da schreibt man lieber kriegt und es liest sich als ob ein Volksschüler den Artikel verfasst hätte .

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Eberhard Ultra am 27.12.2018 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Eigene Arbeitslose umschulen

    Eigene Arbeitslose etc. für den Bedarf - auch mit wirtschaftlichem Zwang - umschulen. Mit einer Aussicht auf einen würdigen Lohn.

  • Grüne Verweigerer am 03.12.2018 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    Unternehmerregierung

    Die Unternehmer sollen gefälligst anständige Löhne zahlen, dann findens auch heimische Arbeiter. Habe schon lange den Verdacht, dass die Wirtschaft bei uns sich nur wenig von den ehemaligen Plantagenbesitzer unterscheidet. Es ist Zuwanderung ins Sozialsystem durch die Hintertüre mit allen finanziellen Konsequenzen für die Einheimischen. WARUM und wofür wurde die MwSt für Hotelbetriebe gesenkt?

  • Fred von Jupiter am 03.12.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

    Lohndumping

    Staatlich genehmigtes Lohndumping, obwohl wir über 300.000 Arbeitslose haben. Gleichzeitig wurden die Mittel für Umschulungen Arbeitssuchender drastisch gekürzt. Liebe Wähler dieser Regierung, dämmert es bei euch mittlerweile?

  • Conny am 03.12.2018 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Es sind schon genug in der Versorgung

    Man sollte eher dafür sorgen das mehr Menschen einen Schulabschluss erreichen und bereits hier lebende zu Bildung zwingt um einen Beruf zu erlernen. Problem mit dem Mehrgeld ist: die jungen Erwachsenen und die Jugend welche folgt ist der Meinung durch wenig Leistung viel zu bekommen und viel zu erreichen, da in der Schule nicht mehr gefordert wird sondern nur darauf geachtet wird das so viele wie möglich durchkommen. Keiner möchte im kalten arbeiten, keiner möchte schmutzig werden und ganz wichtig anstrengend darf es auch nicht sein. Weniger Sozialleistungen, mehr (Bewustseins-)Bildung.

    • Anti-Politik am 03.12.2018 11:31 Report Diesen Beitrag melden

      eigene Tasche zählt, sonst nichts

      die Politik ist für den Schullehrplan zuständig (Bildungsministerium).. langsam muss man sich fragen, wofür die überhaupt Geld bekommen.. schaffen Gesetze, die Angestellten/Arbeitnehmern das Leben schwer machen, auf der anderen Seite lassen Sie sich von der Wirtschaft ausnutzen, und schaffen es trotzdem nicht, das Bildungssystem für die Wirtschaft zu konstruieren.. das ist ja Unfähigkeit an allen Enden

    • realisthoch3 am 03.12.2018 11:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Conny

      In der Schule wird nicht viel gefordert? FALSCH!!!Korrekt ist:In der Schule DARF NICHT mehr gefordert werden!Das brockte Lehrern die SPÖ-Regierung ein.Um zu vertuschen,dass es einige Migranten gibt,die keinerlei Leistung aus Faulheit,Desinteresse und Lernwiderwillen gegen die deutsche Sprache erbringen.Und damit sind keinesfalls Ungarn,Tschechen od Rumänen gemeint.DIE lernen innerhalb kürzester Zeit Deutsch!Gemeint sind die kleinen Möchtegernmachos,die gerne Kebab essen und glauben,die männlichen,sie seien Superstars.Und die Mädels,die sich bemühen,MÜSSEN oft ungewollten Kopfschmuck tragen!

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  • IT-ler am 03.12.2018 10:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mangelliste von Berufen

    Was heisst auf der Mangelliste sind Buchhalter und Gehaltsverrechner, die gesucht werden. Das macht heutzutage ein entsprechendes Programm am Computer.

    • Mama Renate am 03.12.2018 12:05 Report Diesen Beitrag melden

      Geht nur ums Lohndumping

      Sie brauchen trotzdem ca. zwei bis vier L/G-Verrechner, die sich auskennen in größeren Unternehmen. Die HR-Manager und HR-Assistenten bringen ihnen in den meisten Firmen keinen Lohn- und Gehaltszettel aus dem System, die sind meistens Juristen für die rechnen und komlexe Aufgabenstellungen schwarze Magie darstellen. Es ist natürlich relativ egal, ob sie 100 oder 2.000 abrechen, insofern hätten sie schon recht. Ich bin in dieser IT-Branchen-Nische öfters tätig und kenne genug global Player, die ihre alten L/G-Verrechner eilends wieder zurückkaufen mussten. Ohne Abrechnung + Marie ka Musi.

    • Paul Paulsen am 03.12.2018 12:24 Report Diesen Beitrag melden

      @IT-ler

      Anhand deines Kommentares erkennt man, dass du vollkommen ahnungslos zum Thema bist, denn auch das Programm am Computer nützt dir nichts, wenn es nicht jemanden gibt, der weiß, wo er was einzutragen hat.

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