Gewinnoptimierung

13. März 2019 10:35; Akt: 13.03.2019 10:37 Print

VW streicht in fünf Jahren 7.000 Stellen

Für eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro sollen in den nächsten 5 Jahren bis zu 7.000 Stellen bei Volkswagen gestrichen werden.

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Volkswagen will bei seiner Kernmarke VW Pkw in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen streichen. Die Schritte seien nötig, um "auch in der Zeit nach 2020" zu bestehen.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, will VW Routineaufgaben automatisieren und unter anderem auch damit ab 2023 eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro jährlich erzielen. Stellen sollen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden.

Mit bisherigen Sparprogrammen viel erreicht

Hintergrund ist, dass VW derzeit viel Geld in moderne IT-Systeme investiert. Das eröffnet Spielraum für das Management, über Stellenstreichungen Kosten zu sparen. Bereits seit einigen Tagen steht ein weiterer Personalabbau bei der Marke VW im Raum. Zudem will Volkswagen die Modellvielfalt reduzieren und Materialkosten senken.

Mit den bisherigen Sparprogrammen habe VW bereits viel erreicht, sagte der bei der Marke VW für das Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter: "Aber wir müssen noch deutlich mehr tun, um die anstehenden Herausforderungen auch in der Zeit nach 2020 zu bewältigen."

Betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2025 ausgeschlossen.

Im Herbst 2016 hatte das Unternehmen mit der Arbeitnehmerseite bereits ein großes Sparprogramm verabredet, das bis Ende 2020 läuft. Es sieht den weltweiten Abbau von 30.000 Stellen vor, 23.000 davon in Deutschland.

Im Gegenzug sollen 9.000 Arbeitsplätze in Zukunftsbereichen wie der Softwareentwicklung neu entstehen, betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2025 ausgeschlossen. Das Programm sollte eine Ergebnisverbesserung von 3,7 Milliarden Euro ab 2020 bringen und die Produktivität der Werke deutlich erhöhen.

VW-Chef Herbert Diess will mit der neuen Sparrunde auch die Investitionen für den Schwenk zu Elektromodellen und Digitalisierung bezahlen. Die Marke VW verfehlte im vergangenen Jahr ihre Renditeziele, vor allem weil die Probleme rund um den neuen Abgas- und Verbrauchstest WLTP viel Geld kosteten. Weil Zulassungen nach dem neuen Prüftest fehlten, konnte lange Zeit nur ein eingeschränktes Modellangebot verkauft werden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Clemens am 13.03.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Hier wird gekünigt

    Irgendwie Lustig unsere Konserne finden keine Facharbeiter aber es wird das Personal um 7000 Stellen reduziert.

    einklappen einklappen
  • Calimero am 13.03.2019 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    Die Milliardenstrafen in den USA

    wegen der Dieseltricksereien muß ja irgendwer bezahlen.

  • Peter am 13.03.2019 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ich glaube

    VW hat den Zenith längst überschritten. Bei den abzubauende Arbeitsplätzen koennens noch 15000 drauflegen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • der Mönch am 15.03.2019 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    Geld regiert die Welt

    Eh klar, Kostenoptimierung und Gewinnmaximierung, die Schlagwörter der reichen Wirtschaftsbosse.

  • schrumpfkopf am 14.03.2019 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Banditen?

    eh klar, die "großen" betrügen und die kleinen fressen die krot.

  • Realista am 14.03.2019 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Zuerst Berichten Sie dass "konzerne finden keine Fachkräfte"Und dann VW kündigt 7000 arbeiter !!! Hauptsache der schef hat 8 000 000 kasiert ! =) Also was ist jetz die warheit?!!!

  • Bert.K am 14.03.2019 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Angst !

    Es geht nur um die billigsten Arbeitsplätze welche durch Automatisierung weg rationalisiert werden . Die höchst bezahlten Manager behalten natürlich ihre Jobs , und falls sie dem Unternehmen einen Milliardenschaden zufügen werden sie mit einer Millionen - Abfertigung in den Ruhestand versetzt .

  • Helfensdorfer am 14.03.2019 07:06 Report Diesen Beitrag melden

    Der unnötige Variantenwildwuchs

    ist das Problem. Im Prinzip dasselbe Auto mit ein paar anderen Plastikteilen in 4 verschiedenen Konzernmarken zu fertigen rächt sich spätestens bei der Zulassung. Da muß nämlich jeder Test selbst bei klitzekleinen Änderungen aufwendig neu gemacht werden. Und die Käufer sind nicht mehr bereit wegen diesem Unfug gut 20 Prozent mehr für ein Auto zu bezahlen und kaufen dort, wo das Preis Leistungsverhältnis noch stimmt und keine Freunderlrabattpolitiken die Kunden verärgern - bei DACIA vielleicht.