Fahrtendienst

18. Juni 2019 14:09; Akt: 18.06.2019 14:20 Print

Warum Uber in Österreich vor dem Aus steht

von L. Urban - Ein neues Gesetz könnte dem US-Unternehmen die Existenzgrundlage in Österreich entziehen. Die Taxler sind erfreut.

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Seit langem tobt ein Krieg zwischen den österreichischen Taxlern und dem Fahrtendienst Uber – doch er könnte bald mit einem Rückzug des US-Unternehmens enden.

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Uber ist seit 2014 in Österreich aktiv und musste sich bisher nicht an dieselben Auflagen wie die Taxifahrer halten. Der Dienst vermittelt eigentlich nur Aufträge an Mietwagenanbieter. Das macht auch Ubers dynamische Preisgestaltung möglich. Wenn viele den Dienst nutzen wollen, wird er teurer, andernfalls billiger. Damit soll nun Schluss sein.

Ein Gewerbe für alle

ÖVP, FPÖ und SPÖ haben ein Gesetz in den Nationalrat gebracht, das Mietwagen- und Taxigewerbe zusammenfasst. Damit sollen für alle Anbieter dieselben Regeln gelten – also auch fixe Preise. Das hatten die Taxiunternehmen schon lange gefordert. Am Mittwoch landet der Gesetzesantrag im Verkehrsausschuss des Parlaments. Dann entscheidet sich, ob das Gesetz im Juli oder im Herbst beschlossen wird.

Strafen von 1,24 Millionen Euro

Die Taxler reagierten erfreut. "Die Parteien sorgen mit ihrem aktuellen Schritt dafür, dass wieder Recht und Ordnung in der Taxi- und Mietwagenbranche Einzug halten", so etwa Christian Holzhauser, Geschäftsführer von Taxi 40100, in einer Aussendung.

Das Taxiunternehmen hatte immer wieder Strafanträge – bisher sieben – gegen Uber eingebracht. Wie Taxi 40100 auf Nachfrage bestätigt, betragen die gegen den Fahrtendienst verhängten Strafen mittlerweile 1,24 Millionen Euro.

Auf Anfrage von "Heute.at" bestätigt eine Sprecherin, dass Uber bisher alle Strafen fristgerecht bezahlt hat. Dabei handelt es sich um einen Teil der 1,24 Millionen, denn noch sind nicht alle Urteile ausjudiziert. Aus diesem Grund stehe auch noch nicht fest, ob die bezahlten Strafen auch wirklich fällig gewesen wären. Taxi 40100 will laut eigenen Angaben weitere Strafanträge einbringen.

"Existenzielles Risiko"

Bei Uber sieht man das naturgemäß anders. "Tausende Wiener entscheiden sich täglich für Uber, um auf Knopfdruck zuverlässig und sicher von A nach B zu gelangen, während tausende Fahrer die App nutzen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen", so Martin Essl, Chef von Uber Österreich.

Er sieht mit dem neuen Gesetz ein "existenzielles Risiko" für "hunderte lokale Unternehmer und deren Fahrer". Sollte das Gesetz in der derzeitigen Form kommen, sei Uber in Österreich nicht mehr möglich, heißt es seitens des Unternehmens.

Sollte Uber aus Österreich verschwinden, bleiben diese Nachbarländer:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sonja am 18.06.2019 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    Taxi

    Letzes Wochenende habe ich mich zu einer Taxifahrt überreden lassen und gelernt warum ich mit keinem Taxi fahre: schlechtes Deutsch - es wurde nicht einmal die Straße verstanden, keine Ortskenntnis - Navi wurde auch keines verwendet, trotz Weg ansagen geschafft sich komplett zu verfahren - also keine direkte Fahrt, am Ziel angekommen waren die Kosten natürlich die Frechheit da man das auch noch bezahlen durfte. Strecke Hofburg - Aderklaaer Straße (gelandet Prager Straße), Uhrzeit 00.25, ohne Verkehr. Kosten 38,00 Euro. Wundert es jemanden das man dann lieber Uber wählt?

  • Tine am 18.06.2019 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Werbemails

    Vielleicht sollten Sie Ihre registrierte Kundschaft nicht mit Mails nerven?? Habe Uber inzwischen auf die Spamliste gesetzt.

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  • Nico am 18.06.2019 21:14 Report Diesen Beitrag melden

    Das mal klar ist

    Man kann Uberfahrer nicht mit Taxifahrer vergleichen. Taxifahrer sind staatlich geprüfte Personenbeförderer und Uber Fahrer nicht. Für die Dummys: Ein Taxifahrer ist eine offizielle Fachkraft und ein Uberfahrer ein Pfuscher. Pfuscher sind immer billiger, aber Qualitätslos.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Vornamen am 19.06.2019 02:34 Report Diesen Beitrag melden

    Titel

    Blos nicht zu innovativ werden, sonst verlassen wir doch noch die Vergangenheit in Wien

    • Vorstadtmama am 21.06.2019 11:38 Report Diesen Beitrag melden

      Taxifahrer

      ohne Taxischein und Leumundszeugnis sind alles andere als "innovativ".

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  • Taxi Fahrer am 19.06.2019 02:11 Report Diesen Beitrag melden

    Entschuldigung

    Solche schwarze schaffe sollten auch sanktioniert werden! Es tut uns leid das so was passiert. Taxifahrer

  • Toni am 19.06.2019 00:57 Report Diesen Beitrag melden

    Taxi Kennzeichen und Rechnung

    Liebe Sonja ganze Gesichte ist Uber Lobbing! Schwarze PR nentman das.

  • Rosella am 18.06.2019 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    Genau so ist es

    Treffender kann man es nicht schreiben Die Taxifahrer stehen unter Heimatschutz, sind in der Regel unzuverlässig und inkompetent

    • Vorstadtmama am 21.06.2019 11:41 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn jemand

      keinen Taxischein oder Leumundszeugnis erbringen muss, ist er natürlich gleich "kompetenter". Die Uber Kunden freuen sich nur über den günstigen Preis. Der Rest ist denen wurscht. Die lassen sich sogar von Uber evaluieren und bewerten. Für mich unverständlich.

    einklappen einklappen
  • Lilly am 18.06.2019 22:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sicher nicht

    Ich fahre mit jeinem Taxi !! Stinkinge Autos und unfreundliche Fahrer!!!!

    • Vorstadtmama am 21.06.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

      Besser

      man steigt bei einem x-beliebigen von niemanden geprüften Unbekannten ein, nur weil der einen billiger befördert. Dass der dich dann bei Uber ratet, ist einem solchen Kunden natürlich wurscht. Hauptsache weniger zahlen

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