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11. Februar 2019 12:06; Akt: 12.02.2019 16:37 Print

"Diese Krätze ist die Hölle, die wünsche ich keinem"

Täglich kommen 20 Wiener wegen Krätze in das AKH, die unangenehme Milbe breitet sich derzeit wieder aus. Betroffene berichten.

Die Krätze ist auf dem Vormarsch (Quelle: Glomex/PULS4)

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Wie berichtet ist die Krätze, auch Skabies genannt, in Österreich wieder auf dem Vormarsch und auch in Wien so stark wie seit Jahren nicht mehr. Wurden im Jahr 2017 am Wiener AKH in etwa 120 Fälle behandelt, waren es 2018 bereits zehn Mal so viele: 1.200. Nun, Anfang 2019, zählt das Wiener AKH rund 20 Personen täglich, die mit Verdacht auf Krätze das Krankenhaus aufsuchen.

Mehrere "Heute"-Leser, die an dieser äußerst unangenehmen Hautkrankheit leiden, haben sich nun gemeldet und zeichnen ein Bild von den höllischen Symptomen: "Meine Tochter, mein Mann und ich werken schon seit Monaten daran, die Krätze loszubringen", schreibt Julia (21). "Meine Tochter ist knapp zwei Jahre alt und sie kann nicht mehr richtig schlafen, weil sie dauernd durch den Juckreiz geweckt wird. Diese Krätze ist die Hölle, die wünsche ich keinem."

Schwieriger Kampf gegen die Krätze

Hat man sich die Krätzemilbe erst einmal zugezogen, ist die parasitäre Hautkrankheit nur schwer in den Griff zu bekommen: "Meine Mutter wird sie einfach nicht los. Sie ist die reinlichste Person, die ich kenne, wäscht täglich ihre getragene Kleidung und Bettwäsche, schmiert alle Arten von Cremen und hat auch bereits Tabletten verschrieben bekommen", berichtet Brigitte (55). "Sie war schon bei zwei Hautärzten und in zwei Spitälern – wir sind einfach ratlos."

Die netdoktor-Experten erklären alle Fakten zu Krätze, medizinisch "Scabies" >>>

Auch Tanja (20) hatte lange mit Krätze zu kämpfen. Sechs Monate dauerte es, bis die schmerzhaften Symptome nachließen: "Es ist echt nicht schön, das juckt extrem. Besonders im Warmen wird es immer schlimmer und man kann nicht mehr schlafen wegen dem Juckreiz. Mein ganzer Körper war voll!"

Haben Sie auch Erfahrungen mit dieser Krankheit gemacht? Schreiben Sie uns per Klick auf das Formular unten!

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(cty)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marie am 11.02.2019 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Habe schon auf die artikel gewartet wo uns wieder ganz stolz erklärt wird wer angeblich nicht daran schuld ist. Das bestätigt alle vermutungen noch mehr. Leider werden wir massiv belogen - und das nicht nur bei diesem thema.

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  • bibi am 11.02.2019 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    tja

    Na komisch nur, dass seit 2015 die lustigsten Krankheiten wieder kommen, die es bei uns nicht mehr gab. Warum soll man dann da keinen Zusammenhang sehen :-/

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  • Roni am 11.02.2019 09:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt nicht

    Natürlich wird alles unternommen um ja nicht die Flüchtlinge als Bösewichte abzustempeln. Da werden Tausende Euros investiert um Studien in Auftrag zu geben. Wer soll den das noch glauben außer der Bello.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Desert Eagle am 12.02.2019 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Sanitäter- und

    Krankenpflegerausbildung liegt nun auch schon 40 Jahre zurück. Schon damals kannten wir die Krätze nur aus dem Lehrbuch. In der ganzen langen Zeit ist mir - auch als Betriebssanitäter - kein einziger Fall untergekommen. Aber seit ca. 3 Jahren treten sie fast schon gehäuft auf. 10 Fälle im Jahr sind eine Häufung, wenn 40 Jahre gar nichts war.

  • Penelope am 12.02.2019 22:53 Report Diesen Beitrag melden

    Hoppala, da wurde was vergessen

    Zitat Wikipedia: "2016 ergab eine Umfrage der Rheinischen Post bei den Gesundheitsämtern Nordrhein-Westfalens, dass die Krätze-Infektionszahlen seit 2013 deutlich ansteigen. Besonders betroffen sind Kinder in Kindertagesstätten, Bewohner von Altersheimen und Menschen, die in Flüchtlingsunterkünften untergebracht sind." Da hat man im Artikel wohl ganz versehentlich eine Kleinigkeit vergessen ;)

  • willi am 12.02.2019 16:41 Report Diesen Beitrag melden

    also doch ...

    "2016 ergab eine Umfrage der Rheinischen Post bei den Gesundheitsämtern Nordrhein-Westfalens, dass die Krätze-Infektionszahlen seit 2013 deutlich ansteigen. Besonders betroffen sind Kinder in Kindertagesstätten, Bewohner von Altersheimen und Menschen, die in Flüchtlingsunterkünften untergebracht sind." Quelle: Wikipedia

  • Josef am 12.02.2019 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kann auch von eingeschlepten Tieren sein

    Haustiere sind manchmal auch Überträger der Krätzmilbe Haustiere sind dagegen nur selten Überträger der Krätze. Hunde und Katzen zum Beispiel werden oft selbst Opfer der kleinen Spinnentierchen. Diese können beim Spielen und Kuscheln ebenfalls auf den Menschen übergehen, jedoch sterben sie meist bei ihrem neuen Wirt schnell wieder ab. Da die Hautreizungen in der Regel nach kurzer Zeit von selbst wieder verschwinden, bleibt die Ansteckung oft unbemerkt. Die Milben, die Krätze verursachen, können auch Hunde und Menschen befallen. Die Erkrankung ist höchst ansteckend und wird vor allem im engen Kontakt aber auch durch Fellpflegeartikel übertragen. Katzen können sich auch in Tierheimen oder Zwingern damit anstecken.

  • Da Krätzate am 12.02.2019 13:57 Report Diesen Beitrag melden

    Beispiel Tahiti

    In Erinnerung gebracht: 1769 landete Cook auf Tahiti, 1788 Bligh (Bounty) und blieb mit seinen Matrosen 5 Monate dort. Ergebnis (auch durch weitere "Gäste verursacht) ca. 80% der dort lebenden Menschen wurden ausgerottet. ...die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten führten zu einem dramatischen Bevölkerungsrückgang. Missionare schätzten 1804 die Bevölkerungszahl Tahitis nur noch auf 6.000 Menschen. Soviel zu eingeschleppten Krankheiten.