Räder blockierten

12. Januar 2019 11:07; Akt: 12.01.2019 11:27 Print

"Ich flog in hohem Bogen über den Lenker"

Erstmals soll auch in Wien ein Lime-Scooter plötzlich blockiert haben. Das Opfer trug Prellungen und eine Fleischwunde davon.

Christian K. wurde von einem bockigen E-Scooter abgeworfen. (Bild: Helmut Graf)

Christian K. wurde von einem bockigen E-Scooter abgeworfen. (Bild: Helmut Graf)

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Wie berichtet soll ein Softwarefehler für eine Unfallserie mit E-Rollern des Anbieters "Lime" verantwortlich sein. Die Vorderräder der Scooter blockierten dabei aus heiterem Himmel, mehrere Nutzer mussten nach Stürzen ins Spital. Zunächst ging man davon aus, dass nur Modelle in der Schweiz betroffen sind. Nun soll aber auch ein "bockiges" Exemplar in Wien aufgetaucht sein: Ein "Heute"-Leser berichtet, er sei Mitte Dezember von einem Lime-Scooter abgeworfen worden.

"Die Räder blockierten von einer Sekunde auf die andere und ich bin in hohem Bogen über den Roller geflogen", sagt Christian K. über den Unfall. Der IT-Experte fuhr gerade durch die Wallgasse in Wien-Mariahilf und schätzt sich glücklich, dass ihm beim Sturz kein Auto entgegenkam. "Ich war völlig fertig. Ich habe am ganzen Körper gezittert und zwei Minuten gebraucht, um zu schauen, ob etwas gebrochen ist", erinnert er sich.

"Erst zuhause habe ich durch das Blut an der Hose bemerkt, dass ich neben Prellungen und blauen Flecken auch eine Fleischwunde am rechten Unterschenkel hatte." Der 43-Jährige vermutet rückblickend, sich beim Sturz am Trittbrett des Rollers geschnitten zu haben.

Keine Beschwerde – "Dachte erst, es lag an mir!"

Bei Lime beschwerte sich K. zunächst nicht: "Ich dachte, vielleicht habe ich einen Fehler gemacht. Aber als ich in der Zeitung über die Probleme in der Schweiz las, wurde mir klar, dass mir genau das Gleiche passiert ist."

In Wien waren zuvor keine derartigen Fälle bekannt. Die E-Scooter-Flotte von Lime in der Bundeshauptstadt – immerhin insgesamt 1.500 Fahrzeuge – blieb deshalb weiterhin in Betrieb. Man erwarte nun das Ergebnis der Prüfung der Fahrzeuge in der Schweiz, so der Anbieter. Betroffene Lime-Nutzer sind aufgerufen, sich telefonisch (+43 720 778499) an den Support zu wenden. Auch K. will mit seinem Gang an die Öffentlichkeit etwaige weitere Unfallopfer ermutigen, ihr Schweigen zu brechen. Seinen Crash hat er nun auch bei Lime gemeldet.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • e.t. am 12.01.2019 11:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    meinung

    oft fahren die auch wie verrückt schnell vorallem am gehsteig und weichen nicht mal aus !!!

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  • ana_conda am 12.01.2019 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    diese Roller

    ....eine völlig dämliche Idee, dass man die frei nützen kann!!!! Die stehen bzw. liegen überall im Weg herum!!!

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  • Fritz am 12.01.2019 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Dann fährt man halt nicht selber schuld.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Sooter am 14.01.2019 14:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hirnlos

    Ich verstehe den Kommentar nicht, typisch Österreichisch zuerst reinlassen dann Vorschriften und gesetzt ändern. Wenn 1500 Scooter in Wien eingeführt wurden ?? Wer hat daran Verdient ? Wieviel Zoll und Steuer wurden eingefordert ? Wenn ich ein Fahrzeug egal was in Betriebe nehme muß ich mich überzeugen ob es den Sicherheits- Vorschriften entspricht, da habe ich selbst schuld bei einen Unfall. Bin über 70 und habe einen eigenen Scooter als Rollator um so schneller im Bezirk unter Wegs zu sein. Natürlich schaue ich auch auf meine Sicherheit, vor ausfahrt immer den Scooter Kontrollieren

  • Bertl Kral am 13.01.2019 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    immer noch in Betrieb

    bis es den ersten Toten gibt ? Dann wird wie immer niemand dafür verantwortlich sein, obwohl man die ausser Betrieb nehmen müsste bzw erst gar nicht erst zulassen dürfte, bis deren Sicherheit garantiert werden kann ! Jeder der diese Roller in Betrieb nimmt ist allerdings selbst schuld, da über diese Probleme in allen Medien berichtet wurde !

  • Da Radla am 12.01.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Gefahr,

    nicht nur auf Strassen, auch auf Radwegen und Gehsteigen. Die sind viel zu schnell um ohne Helm lautlos durch die Gegend zu rasen. Wie oft erschrickt man, wenn einer knapp von hinten kommend vorbeifährt? Und die Dillos fahren dann auch noch zu zweit.

  • Fritz am 12.01.2019 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber schuld

    Wer sich mit diesem Klumpert einlässt, braucht nachher nicht jammern.

  • o a am 12.01.2019 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    herr

    Ich kenn diese Scooterbauweise mit Vorderradmotor und elektronischer Vorderradbremse. Diese Bauart ist mit einem gewissen Gefühl zu bedienen. Ich glaube dass dieser Mann einfach zu ungeschickt und überfordert war. Wenn ihm das Handling zu diesem Gerät fehlt soll er die Finger davon lassen und nicht einen Eletronikfehler vorschieben. Schließlich kann auch nicht jeder Snowboard fahren.

    • Si Vis Pacem am 12.01.2019 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @o a

      Genau dieses Model hat extrem schwache Bremsen. Das Vorderrad blockiert beim Bremsen gar nicht. Leider ist auch die Bremswirkung komplett weg, wenn der Scooter sich aufgrund eines Problems mit der Elektronik ausschaltet - nicht sperrt, wie in diesem Fall. Mir selbst passiert.

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