Lehrer bespuckte Schüler

04. Mai 2019 14:44; Akt: 08.05.2019 07:41 Print

Tausende fordern Rücktritt von HTL-Direktion

Knapp 2.500 Facebook-User fordern nach den schockierenden Vorfällen in der HTL Ottakring den Rücktritt der Direktion und Konsequenzen für die Schüler.

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Nach den unglaublichen Vorfällen in der HTL Ottakring, bei denen ein Lehrer einen seiner Schüler angespuckte und dieser dann handgreiflich wurde, fordern nun tausende User auf Facebook den Rücktritt der Schuldirektion.

In einer eigens erstellten Gruppe fordern die Initiatoren die User auf, der Direktion konstruktive Kritik zu schreiben. Zudem kritisieren sie, dass der Lehrer im Stich gelassen werde und fordern auch Konsequenzen für die involvierten Schüler.

Was ist zuvor passiert?

Am Freitag berichtete "Heute.at" ausgiebig über die Vorkommnisse an der HTL Ottakring. Ein Video zeigt einen lautstarken Streit zwischen einem Lehrer und einem Schüler. Plötzlich spuckt die Lehrkraft dem Jugendlichen ins Gesicht - dieser wiederum wird handgreiflich und stößt den Lehrer gegen die Tafel.

Nach dem ersten Bericht wurden der "Heute.at"-Redaktion immer mehr Videos zugespielt, auf denen zu sehen ist, wie die Schüler den Spuck-Lehrer mehrmals schikanieren und sich über ihn lustig machen. Die angespannte Situation zwischen der Lehrkraft und der betroffenen Klasse scheint sich also über mehrere Wochen aufgeschaukelt zu haben.

Facebook-Gruppe hat bereits mehr als 8.000 Mitglieder

Nur ein Tag nach der Gründung der Facebook-Gruppe "Wir fordern: Rücktritt der Direktion der HTL Ottakring" sind dieser bereits über 8.000 User beigetreten. Für sie ist klar: Der Lehrer darf nicht Leidtragender der Situation werden.

Neos wollen Sozialarbeiter an Wiener Schulen

Der Klubobmann der Wiener Neos, Christoph Wiederkehr, ist der Meinung, dass die aktuellen Vorfälle in der HTL Ottakring die Verantwortlichen in der Wiener Bildungspolitik aufrütteln müssen. Er möchte, dass an jeder Wiener Schule nun Sozialarbeiter mit den Schülern an einem friedlichen Zusammenleben in der Schule arbeiten.

BZÖ will schikaniertem Lehrer Anwalt stellen

BZÖ-Wien-Chef Schwingenschrot erklärte in einer Aussendung, er wolle dem Pädagogen einen "Top-Anwalt zur Seite stellen". Parteianwalt Wolf Georg Schärf stehe dem Mann für "kostenlose Rechtsberatung" zur Verfügung.

Alle Videos und Artikel zum Mobbing-Skandal an der HTL Ottakring auf einen Blick >>>

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(zdz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seppl am 04.05.2019 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mitleid mit Lehrer

    Ich habe Mitleid mit dem Lehrer. Wisst ihr alle, wie es in Schulen wirklich zugeht, wie respektlos die Schüler sind? Leider fangt das schon in den Volksschulen an und viele Eltern bestärken ihre Kinder auch noch. Schüler dürfen nimmer bestraft werden, sonst kommen gleich Eltern und drohen der Schule mit Rassismus und Mobbing. Den Pädagogen sind die Hände gebunden und die Schüler nutzen das schamlos aus. Armes Bildungssystem....

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  • Mario am 04.05.2019 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ist nichts neues

    Viele leben anscheinend in ihrer kleinen traumwelt in der noch alles ok ist. Ich bin beruflich als IT Techniker in vielen wiener schulen unterwegs gewesen bis vor einem jahr und was man da so mitbekommen hat ist JENSEITS von gut und böse. Die SPÖ und die grünen haben in wien KOMPLETT versagt , nicht nur was die Probleme an den schulen angeht.

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  • Max Steuerzahler am 04.05.2019 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Rücktritt

    Rücktritt, dass ich nicht lache, ist ja sicher ein UR ROTER und die kleben ja überall wo es nur geht fest.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ta am 08.05.2019 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Dm

    Haben da nicht eher die Eltern versagt?

  • Emely am 07.05.2019 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ab ins Arbeitslager nach Sibirien!!

    Alle diese Mobbing-Aktivisten, die ihren Spaß daran hatten, den Lehrer zu schikanieren, sollten in keiner höheren Schule mehr sitzen dürfen oder ins Arbeitslager nach Sibirien geschickt werden. Dem Lehrer gebührt von den Eltern gezahlt pro Mobbingschüler 100.000 Euro als Schmerzensgeld. Wenn die Mobbingschüler aus anderen Ländern sind, gehören sie samt der Familie des Landes verwiesen. Diese Gesetze sollten sofort in Kraft treten. Als Abschreckung für Nachahmer, die glauben, sich alles erlauben zu können. Ich bin so geschockt über diese Zustände, die sich da abgespielt haben.

    • Sonja am 09.05.2019 10:56 Report Diesen Beitrag melden

      Oja so gehörts ..

      Bin ganz deiner Meinung !!

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  • Bettina am 06.05.2019 09:18 Report Diesen Beitrag melden

    Mobbing mit System

    Aus meiner Sicht sind die Leitung sowie Teile der Lehrerschaft dieser HTL Rücktrittsreif. Man hat sich hierbei einiger unintelligenter Schüler bedient um sich eines unliebsamen Kollegen zu entledigen. Mobbing hat immer System. Der Direktor hat sich in seinem Überschwang etwas zu früh gefreut. Eine Sauerei sondergleichen!

  • Tine am 05.05.2019 21:15 Report Diesen Beitrag melden

    Zoo

    Und wer fordert den Ausschluß dieser "Schüler"?? Diese Horde Wilder gehören in den Zoo nicht in die Schule!

    • Michael Kapfer am 05.05.2019 22:05 Report Diesen Beitrag melden

      Wer ist den Schuld das es soweit kommt?

      Verstehe voll und ganz den Lehrer das er so reagiert hat. Der Respekt von denKindern bzw. JUGENDLICHEN gegenüber den Eltern, Lehren, Lehrherrn (Lehrlingsausbilder, AMS-Trainer) oder Polizisten fehlt. Hier hat nicht das rote Wien versagt, sondern das Bildungsministerium Österreich weit. Was dürfen den heute die Lehrer noch? Oft muss man ja froh sein in den höheren Schulen das die Schüler pünktlich sind oder kommen. Die Eltern bestrafen weil sie die Schule schwätzen bringt nicht, denn heute müssen oft beide Eltern Teile erbeten das die Familie über die Runden kommt.

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  • Daniel Sindl am 05.05.2019 21:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rechtliche Konsequenz

    Der Lehrer sollte sofort wieder in den Dienst gestellt werden und sämtliche entgangene Bezüge gehören nachbezahlt. Die Schüler sind sofort zu suspendieren und ein Ausschlussverfahren ist durchzuführen. Dieses kann nur mit dem Rauswurf aus der HTL enden. Diese Schüler haben das System Schule nicht verstanden, auch nicht den Par. 2 des SCHOG. Die Rechtsabteilung der Bildungsdirektion hat auch ein Strafverfahren wegen tätlichen Angriffes auf eine Amtsperson einzuleiten. Alle Rechtsschritte sind mit Konsequenz durchzuführen.