Game Review

03. Oktober 2018 14:25; Akt: 03.10.2018 14:27 Print

Darum ist Astro Bot unser neuer liebster Spieleheld

von Rene Findenig - Wir geben es zu: die Erwartungen an das neue VR-Game Astro Bot: Rescue Mission waren eher niedrig. Dann haben wir uns aber heftig verliebt.

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Mit Astro Bot betritt ein neuer Spieleheld das Game-Universum und erobert Herzen im Sturm. Verantwortlich dafür sind die Japan Studios, die mit Astro Bot: Rescue Mission für die PlayStation VR dem kleinen Roboter ein eigenes Spiel widmen. Doch nicht nur der Titelheld sticht viele bisherige Spielehelden aus, auch das Game selbst wurde so gut umgesetzt, dass es Adventure-Giganten wie Super Mario Odyssey oder Donkey Kong Country: Tropical Freeze Konkurrenz macht. Astro Bot alias "Captain Astro" bricht in Rescue Mission zur großen Rettungsmission auf. Ein Bösewicht hat seine Freunde bei einem Angriff in alle All-Richtungen verstreut und nun werden sie auf fünf Planeten und in 20 Level gefangen gehalten. Was den Titel so besonders macht, ist der Einbezug des Spielers. Es ist ein genialer Schachzug, den Zocker nicht in die Blechhaut des Roboters schlüpfen zu lassen, sondern gleich den Spieler selbst in die Level zu bringen und als großen Helfer des kleinen Astro Bot agieren zu lassen. Astro Bot ist immersiver als so gut wie jeder andere Titel. Der Spieler muss seinen gesamten Körper nutzen, um in der VR-Welt auszuhelfen. Barrieren per Kopfstoß mit dem VR-Headset beiseite geräumt, per Kopfdrehung blickt man sich um und über das Blasen ins Headset-Mikro können Pflanzen oder Gegenstände manipuliert werden. Den Astro Bot steuert man gleichzeitig mit dem Dualshock-Controller, der zwischenzeitlich auch immer wieder selbst im Spiel auftaucht, wenn es beispielsweise Rätsel zu lösen oder Figuren einzufangen gilt. Die Kameraführung tut ihr übriges. Sie folgt zwar starr dem Bot, bietet aber innovative Perspektiven und Blickwinkel. So springt Astro Bot gerne über die Schultern des Zockers, wenn er in einem Level nach oben gelangen will oder winkt dem Spieler fröhlich zu, wenn man aus seinem Versteck hervorlugt. Den kleinen Kerl muss man einfach sofort mögen, er wurde unglaublich aufgeweckt und süß umgesetzt. Astro Bot: Rescue Mission gelingt ein doppeltes Kunststück. Der Titel ist das bisher Eindrucksvollste, was man am VR-Spielemarkt erleben durfte und macht sogar PC- und Konsolen-Adventure-Highlights wie Super Mario Odyssey das Leben schwer. Aber auch die Titelfigur avanciert beinahe sofort zum Liebling, der vielleicht bald in einer Reihe mit Yoshi und Kirby stehen wird.

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Mario, Yoshi, Donkey Kong, Kirby und Co. müssen um ihre Fans bangen. Mit Astro Bot betritt ein neuer Spieleheld das Game-Universum und erobert Herzen im Sturm. Verantwortlich dafür sind die Japan Studios, die mit Astro Bot: Rescue Mission für die PlayStation VR dem kleinen Roboter ein eigenes Spiel widmen. Bisher kannte man das putzige Kerlchen nur als Teil der PSVR-Sammlung The Playroom.

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Doch nicht nur der Titelheld sticht viele bisherige Spielehelden aus, auch das Game selbst wurde so gut umgesetzt, dass es Adventure-Giganten wie Super Mario Odyssey oder Donkey Kong Country: Tropical Freeze Konkurrenz macht. Und das trotz – oder in diesem Fall gerade weil – das Spiel auf die Virtuelle Realität ausgelegt ist, in der viele Games noch Startschwierigkeiten zeigen.

Astro Bot alias "Captain Astro" bricht in Rescue Mission zur großen Rettungsmission auf. Ein Bösewicht hat seine Freunde bei einem Angriff in alle All-Richtungen verstreut und nun werden sie auf fünf Planeten und in 20 Level gefangen gehalten. Der Spieler steht dem kleinen Roboter dabei helfend zur Seite und soll die Roboter per Sprung in den Dualshock-Controller einfangen.

Spieler kommt selbst ins Spiel

Was den Titel so besonders macht, ist der Einbezug des Spielers. Es ist ein genialer Schachzug, den Zocker nicht in die Blechhaut des Roboters schlüpfen zu lassen, sondern gleich den Spieler selbst in die Level zu bringen und als großen Helfer des kleinen Astro Bot agieren zu lassen. Zum einen steuert man den Roboter, zum anderen folgt man ihm als Spieler durch die Levels. Ein einzigartiges Spielgefühl.

Astro Bot ist immersiver als so gut wie jeder andere Titel. Der Spieler muss seinen gesamten Körper nutzen, um in der VR-Welt auszuhelfen. Barrieren per Kopfstoß mit dem VR-Headset beiseite geräumt, per Kopfdrehung blickt man sich um und über das Blasen ins Headset-Mikro können Pflanzen oder Gegenstände manipuliert werden. Den Astro Bot steuert man gleichzeitig mit dem Dualshock-Controller, der zwischenzeitlich auch immer wieder selbst im Spiel auftaucht, wenn es beispielsweise Rätsel zu lösen oder Figuren einzufangen gilt.

Unglaublich süß umgesetzt

Die Kameraführung tut ihr übriges. Sie folgt zwar starr dem Bot, bietet aber innovative Perspektiven und Blickwinkel. So springt Astro Bot gerne über die Schultern des Zockers, wenn er in einem Level nach oben gelangen will oder winkt dem Spieler fröhlich zu, wenn man aus seinem Versteck hervorlugt. Den kleinen Kerl muss man einfach sofort mögen, er wurde unglaublich aufgeweckt und süß umgesetzt.

Auch wenn die Levels nur so vor Möglichkeiten wimmeln, sich VR-gerecht auszutoben, ist der Titel auch für Neulinge sehr zugänglich. Bei Ball-Duellen, Wurfstern-Angriffen, Kletter-Einlagen, Schwimm- sowie Tauchgängen und Dutzenden Betätigungen mehr ist nach dem Aufsetzen des VR-Headsets sofort klar, was zu tun ist. Auf langwierige Tutorials oder eingeblendete Infos muss man sich zum Glück nicht verlassen.

Toller Sound, niedliche Figuren

Nächstes Glanzstück der Entwickler ist die Musik- und Sounduntermalung, egal ob mit oder ohne Kopfhörer. Die Klänge scheinen perfekt auf die Richtung abgestimmt zu sein, aus der sie im Spiel tatsächlich kommen sollten und die fröhliche Musik fesselt den Spieler zusätzlich zum Roboter-Freund. beeindruckend ist auch die Effekt-Umsetzung aus dem Controller: so klingt das Surren von Ninjasternen so, als hätte man tatsächlich gerade einen Ninjastern aus dem Dualshock gefeuert.

Die Welten von Astro Bot sind zwar nicht dicht bevölkert, aber niedlich umgesetzt. Für VR-Verhältnisse kann man sogar von einem Hochglanz-Titel sprechen, wenn Roboter samt Schatten und Staubspur durch den Sand flitzen, Pflanzen, Bauten und Co. so bunt wie scharf sind, die Figuren den Spieler-Menschen mit einem wahnsinnig witzigen "Whiiiii" begrüßen und dabei heftig freudig und flüssig winken.

Neuer Spieleheld, neuer VR-Spitzenreiter

Astro Bot: Rescue Mission gelingt ein doppeltes Kunststück. Der Titel ist das bisher Eindrucksvollste, was man am VR-Spielemarkt erleben durfte und macht sogar PC- und Konsolen-Adventure-Highlights wie Super Mario Odyssey das Leben schwer. Aber auch die Titelfigur avanciert beinahe sofort zum Liebling, der vielleicht bald in einer Reihe mit Yoshi und Kirby stehen wird.

Das Spiel bietet so vieles, was VR-Titeln bisher gefehlt hat: tolle VR-Bewegungsideen, eine extrem leichte Zugänglichkeit für Anfänger, eine echte Einbeziehung des Spielers, herausfordernde Bosse, witzige Missionen, eine Spielzeit von gut zehn Stunden, Herauisforderungen für einen hohen Wiederspielwert, sogar kleine Spielchen in den Ladezeiten und einen Helden, den die VR-Welt so dringend gebraucht hat.

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