Octopath Traveler

14. Juli 2018 17:53; Akt: 14.07.2018 17:54 Print

Noch nie sah ein Pixel-Spiel so modern aus

Das neue Rollenspiel von Square Enix bringt nicht nur Pixel-Grafik ins Jahr 2018, sondern erzählt auch noch acht spannende Geschichten.

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Octopath Traveler, das ist von der ersten Sekunde an klar, ist eine Liebeserklärung an alte 16-Bit-Rollenspiele. Doch gerade die außergewöhnliche Optik hebt diesen Nintendo-Switch-Exklusivtitel von all den anderen Pixel-Rollenspielen ab, die um die Aufmerksamkeit der Spieler rittern. Das Fantasy-Reich Orsterra präsentiert aber nicht nur einen, sondern gleich acht Hauptcharaktere, von denen alle gleich wichtig sind. Der Spieler kann sich am Anfang des Games einen dieser acht Recken aussuchen und nach dem ersten Kapitel auf die Suche nach den anderen sieben Charakteren und ihren Geschichten machen. Die Figuren verfügen über sogenannte Wege-Aktionen, mit denen die Interaktionen von NPCs beeinflusst werden können. Der Krieger Olberic kann etwa nahezu jeden zum Duell herausfordern und dadurch verborgene Schurken entlarven. Die Tänzerin Primrose wiederum kann andere dazu verführen, ihr zu folgen - etwa um Gegner in eine Falle zu locken. Die Kämpfe orientieren sich wie viele Elemente dieses Spiels an alten japanischen Rollenspielen. Das heißt konkret: Eine Gruppe steht einem oder mehreren Gegnern, darunter auch furchterregende Bossen, auf einem eigenen Kampfbildschirm gegenüber. Das Geschehen läuft rundenbasiert ab und erfordert taktisches Denken. Denn fast jeder Gegner hat eine Schwachstelle - etwa bestimmte Waffentypen. Nutzt man diese Schwachstellen clever aus, kann man die Kontrahenten eine Runde lang zum Aussetzen zwingen und ihnen Bonusschaden zufügen. Eine neue Mechanik ist das sogenannte Boost-System. Dieses erlaubt es, in jeder Kampfrunde Boost-Punkte anzusammeln. Diese können ausgegeben werden, um etwa Angriffe und Fähigkeiten zu verstärken oder mächtige Kettenangriffe zu starten. Die Progression der Charaktere läuft einerseits über bekannte Charakterlevel, andererseits über das Job-System. Denn nach jedem Kampf erhalten die Mitglieder der Gruppe Jobpunkte, mit denen spezielle Talente gekauft werden können - diese sind für jede der acht Klassen einzigartig. Dazu gehören Vorteile im Kampf oder auch passive Effekte wie eine erhöhte Chance auf kritische Treffer. Wenn man einmal nicht gegen Gegner kämpft, kann man eine riesige Oberwelt erkunden - komplett mit kleinen Städten und gefährlichen Dungeons. Hier findet man auch abseits des Pfads der Handlung immer wieder Nebenquests, die mit fetter Beute und interessanten Storys locken. Neben den vielen kleinen und großen Geschichten beeindruckt Octopath Traveler aber auch mit seiner außergewöhnlichen Optik. Die Figuren sind in klassischer Retro-Manier aus wenigen Pixelblöcken zusammengesetzt und bewegen sich durch eine in 3D realisierte Welt. Das Ergebnis kommt einem Pop-Up-Buch gleich - mit hübschen Unschärfe-Effekten in der Ferne und realistischer Beleuchtung. Dabei kommt auch die Vielfalt nicht zu kurz und man wandert durch dunkle Höhlen, belebte Städte, brach liegende Ebenen und dichte Wälder. So muss ein 16-Bit-Spiel im Jahr 2018 aussehen! Octopath Traveler gelingt es fast mühelos, die Tradition alter JRPGs in die Gegenwart zu holen. Das geht allerdings nicht mit sklavischer Treue zu den großen Vorbildern, sondern mit neuen Ideen und Mut zur Veränderung. Dank dieses Mantras können also nicht nur eingefleischte RPG-Fans diesen Titel genießen, sondern auch Neulinge, die noch nie zuvor ein rundenbasiertes Rollenspiel in die Hand genommen haben.

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Octopath Traveler, das ist von der ersten Sekunde an klar, ist eine Liebeserklärung an alte 16-Bit-Rollenspiele. Doch gerade die außergewöhnliche Optik hebt diesen Nintendo-Switch-Exklusivtitel von all den anderen Pixel-Rollenspielen ab, die um die Aufmerksamkeit der Spieler rittern.

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Das Fantasy-Reich Orsterra präsentiert aber nicht nur einen, sondern gleich acht Hauptcharaktere, von denen alle gleich wichtig sind. Der Spieler kann sich am Anfang des Games einen dieser acht Recken aussuchen und nach dem ersten Kapitel auf die Suche nach den anderen sieben Charakteren und ihren Geschichten machen. Aus dieser Prämisse entwächst eine angenehme Freiheit, die Handlungsstränge in beliebiger Reihenfolge zu erschließen oder manche sogar gänzlich auszulassen.

Acht Figuren, acht Geschichten

Allerdings, das muss man zugeben, wirkt die Handlung dadurch eher wie ein Zusammenschnitt verschiedener, voneinander einigermaßen getrennten Geschichten. Zum Glück ist es den Entwicklern gelungen, jedem Charakter einen einprägsamen Charakter und eine interessanteEntwicklung zu verleihen.

Mehr noch: Die Figuren verfügen über sogenannte „Wege-Aktionen“, mit denen die Interaktionen von NPCs beeinflusst werden können. Der Krieger Olberic kann etwa nahezu jeden zum Duell herausfordern und dadurch verborgene Schurken entlarven. Die Tänzerin Primrose wiederum kann andere dazu verführen, ihr zu folgen – etwa um Gegner in eine Falle zu locken.

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Alt und neu

Die Kämpfe orientieren sich wie viele Elemente dieses Spiels an alten japanischen Rollenspielen. Das heißt konkret: Eine Gruppe steht einem oder mehreren Gegnern, darunter auch furchterregende Bossen, auf einem eigenen Kampfbildschirm gegenüber. Das Geschehen läuft rundenbasiert ab und erfordert taktisches Denken. Denn fast jeder Gegner hat eine Schwachstelle – etwa bestimmte Waffentypen. Nutzt man diese Schwachstellen clever aus, kann man die Kontrahenten eine Runde lang zum Aussetzen zwingen und ihnen Bonusschaden zufügen.

Eine neue Mechanik ist das sogenannte Boost-System. Dieses erlaubt es, in jeder Kampfrunde Boost-Punkte anzusammeln. Diese können ausgegeben werden, um etwa Angriffe und Fähigkeiten zu verstärken oder mächtige Kettenangriffe zu starten. Die Progression der Charaktere läuft einerseits über bekannte Charakterlevel, andererseits über das Job-System. Denn nach jedem Kampf erhalten die Mitglieder der Gruppe Jobpunkte, mit denen spezielle Talente gekauft werden können – diese sind für jede der acht Klassen einzigartig. Dazu gehören Vorteile im Kampf oder auch passive Effekte wie eine erhöhte Chance auf kritische Treffer.

Auf Entdeckungsreise

Wenn man einmal nicht gegen Gegner kämpft, kann man eine riesige Oberwelt erkunden – komplett mit kleinen Städten und gefährlichen Dungeons. Hier findet man auch abseits des Pfads der Handlung immer wieder Nebenquests, die mit fetter Beute und interessanten Storys locken.

Neben den vielen kleinen und großen Geschichten beeindruckt Octopath Traveler aber auch mit seiner außergewöhnlichen Optik. Die Figuren sind in klassischer Retro-Manier aus wenigen Pixelblöcken zusammengesetzt und bewegen sich durch eine in 3D realisierte Welt. Das Ergebnis kommt einem Pop-Up-Buch gleich – mit hübschen Unschärfe-Effekten in der Ferne und realistischer Beleuchtung. Dabei kommt auch die Vielfalt nicht zu kurz und man wandert durch dunkle Höhlen, belebte Städte, brach liegende Ebenen und dichte Wälder. So muss ein „16-Bit-Spiel“ im Jahr 2018 aussehen!

Dazu gesellt sich der Soundtrack, der ebenfalls nicht einfach aus Retro-Chiptunes besteht, sondern mit orchestralen Stücken verwöhnt, mit denen die Fantasy-Welt noch eindringlicher zum Leben erweckt wird.

Fazit: Bemerkenswert

Octopath Traveler gelingt es fast mühelos, die Tradition alter JRPGs in die Gegenwart zu holen. Das geht allerdings nicht mit sklavischer Treue zu den großen Vorbildern, sondern mit neuen Ideen und Mut zur Veränderung. Dank dieses Mantras können also nicht nur eingefleischte RPG-Fans diesen Titel genießen, sondern auch Neulinge, die noch nie zuvor ein rundenbasiertes Rollenspiel in die Hand genommen haben.

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(lu)

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