Game Review

17. April 2019 19:46; Akt: 17.04.2019 19:47 Print

Space Junkies im Test: Am Weg zum Quake in VR

von Rene Findenig - Licht und Schatten: Der VR-Shooter Space Junkies zeigt, wie Schießen in VR geht, leidet aber derzeit noch an Karten, Modi und Waffen.

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In Space Junkies kann man in bester Manier Gegner mit Kugeln und Lasern beschießen oder sie mit dem Lichtschwert ausknocken - und mit einem Jetpack herumfliegen. Tatsächlich erinnert das Gameplay stark an den Shooter-Klassiker Quake, allerdings spielt sich hier das Geschehen im virtuellen Weltraum ab. Im feindseligen All sind kugelartige "orbitale" Arenen, so genannte "Orenas" zu finden, in denen man sich mit entweder eins gegen eins oder zwei gegen zwei bekämpft. Als Modi stehen dabei Team-Deathmatch, Free-for-All oder King Mode zur Verfügung. Bei Letzterem muss der führende Spieler möglichst lange die Shooter-"Krone" behalten. Klasse gemacht: Per Crossplay können PSVR-Spieler gegen HTC-Vive- und Oculus-Rift-Gamer antreten. Mit dem Teamkameraden abklatschen, ein Tänzchen im All vollführen oder sich auf die Schenkel klopfen? Alles möglich, und das für einen vermeintlichen VR-Spaßtitel unglaublich realistisch. Der Spieler muss dazu nur die Arme bewegen und die Körperposition ändern, den Rest besorgt die Game-Engine. An was es wirklich hakt, sind momentan noch die Inhalte: Mehr Karten, mehr Waffen, mehr Modi, mehr Zusatzitems zu den bisherigen EMP-Bomben und Sonaren und mehr Langzeitmotivation wären nötig, um aus Space Junkies das wahre VR-Quake zu machen. Bisher lassen sich nämlich nur Skins mit Kämpfen und Siegen freischalten, allerdings keine Nebenmissionen erfüllen oder sonstige Ziele erreichen. Dennoch ist Space Junkies ein absoluter VR-Tipp. Auch, weil Ubisoft jede Menge Updates angekündigt hat, die aus dem Spiel den VR-Shooter-Vorreiter machen könnten.

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Wenn Star Wars auf Quake und Multiplayer-Action auf Witz trifft, hat Ubisoft seine Finger im Spiel. So beim neuen VR-Action-Shooter Space Junkies, der für Oculus Rift, HTC Vive und PlayStation VR erschienen ist. Hier kann man in bester Manier Gegner mit Kugeln und Lasern beschießen oder sie mit dem Lichtschwert ausknocken – und mit einem Jetpack herumfliegen.

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Tatsächlich erinnert das Gameplay stark an den Shooter-Klassiker Quake, allerdings spielt sich hier das Geschehen im virtuellen Weltraum ab. Im feindseligen All sind kugelartige "orbitale" Arenen, so genannte "Orenas" zu finden, in denen man sich mit entweder eins gegen eins oder zwei gegen zwei bekämpft. Als Modi stehen dabei Team-Deathmatch, Free-for-All oder King Mode zur Verfügung. Bei Letzterem muss der führende Spieler möglichst lange die Shooter-"Krone" behalten.

Haben sich einige Spieler für ein Match gefunden – die Server sind derzeit gut gefüllt –, wird in der Lobby über den folgenden Modus abgestimmt. Hier ist bereits einer der Kritikpunkte zu finden: Bisher sind die Modi noch überschaubar, sie dürften erst über die nächsten Wochen und Monate mit Updates wachsen. Auch die sechs verschiedenen Arenen sind bisher noch nicht allzu abwechslungsreich. Dafür ist das Gameplay umso besser.

Können statt Glück

Beim Spielen nämlich geht es wie bei klassischen Shootern ab. Waffen, auch die leider sehr knapp, sind an fixen Orten in der Spielwelt zu finden und müssen erst einmal eingesammelt werden. Jede Waffe zeigt sich dabei von ihrem eigenen Nutzen: Manche können um die Ecke ballern, um Gegner in ihrer Deckung zu erwischen, andere decken Feinde mit mehreren Salven gleichzeitig ein. Und: Viele Waffen lassen sich kombinieren, je eine in der rechten und linken Hand tragen.

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Toll umgesetzt ist der Nahkampf, denn hier kommt es auf Können und nicht auf Glück an. Für Nahkampf-Angriffe sind die Spieler mit einem Laserschwert ausgerüstet, das für einen Todesstoß sorgt. So schwebt man per Jetpack auf den Feind zu, packt das Schwert aus und zieht es dem Feind durch den Körper. Allerdings ist dazu perfektes Timing gefragt: Das Schwert lässt sich alle paar Sekunden nur ein Mal benutzen, damit nicht wie wild in der Gegend herumgeschnetzelt werden kann. Wer trifft, tötet den Gegner, wer verfehlt, landet selbst auf der Kill-Liste.

Auf die Geräusche achten

Eine Besonderheit von Space Junkies ist, dass im Kampf nicht wild drauflosgeballert wird. Vielmehr sind die Karten drauf ausgelegt, zu schleichen und zu überraschen. Eine große Rolle spielen dabei Geräusche: Jetpack-Schübe, eingesammelte Items wie Gesundheitpunkte oder aber auch das Berühren von Hindernissen verraten Gegnern sofort, wo man gerade in der "Orena" herumturnt. Vielleicht hört Sie im Weltall niemand schreien, herumfliegen dafür aber umso deutlicher!

Schon die witzigen Trailer zu Space Junkies zeigen, dass der Titel jede Menge Witz parat hat. Das deshalb, weil die Körper der Spielenden einfach so perfekt in die VR-Welt übernommen wurden. Mit dem Teamkameraden abklatschen, ein Tänzchen im All vollführen oder sich auf die Schenkel klopfen? Alles möglich, und das für einen vermeintlichen VR-Spaßtitel unglaublich realistisch. Der Spieler muss dazu nur die Arme bewegen und die Körperposition ändern, den Rest besorgt die Game-Engine.

Etwas tun gegen den Schwindel

Wer bei VR-Spielen unter Schwindel leidet, wird dem leider auch bei Space Junkies nicht entkommen. Es gibt aber leichte Verbesserungen für schwache Mägen, etwa durch Visier-Schleier, die sich ins Sichtfeld legen lassen, oder fixe Rotationspunkte statt fließender Rundum-Sicht. Gespielt wird derzeit noch auf PSVR mit dem Dualshock-Controller, die Move-Controller sollen in Kürze unterstützt werden.

Die Steuerung selbst zeigt sich präzise und flüssig, das Spieltempo hoch und die Verbindung mit anderen Spielern stabil. Die Grafik ist für VR-Verhältnisse sehr scharf, wo aber die Figuren mit Details glänzen fehlen diese vor allem in den Kampf-Arenen. Klasse gemacht: Per Crossplay können PSVR-Spieler gegen HTC-Vive- und Oculus-Rift-Gamer antreten.

Noch fehlen die Inhalte

An was es wirklich hakt, sind momentan noch die Inhalte: Mehr Karten, mehr Waffen, mehr Modi, mehr Zusatzitems zu den bisherigen EMP-Bomben und Sonaren und mehr Langzeitmotivation wären nötig, um aus Space Junkies das wahre VR-Quake zu machen. Bisher lassen sich nämlich nur Skins mit Kämpfen und Siegen freischalten, allerdings keine Nebenmissionen erfüllen oder sonstige Ziele erreichen.

Dennoch ist Space Junkies ein absoluter VR-Tipp. Auch, weil Ubisoft jede Menge Updates angekündigt hat, die aus dem Spiel den VR-Shooter-Vorreiter machen könnten. Space Junkies will man einfach nicht weglegen, denn die präzise Steuerung, das hohe Spieltempo, der Witz und die rasante Action versetzen uns in die heißgeliebten Shooter-Tage eines Quake oder Unreal Tournament. Nur eben in einer VR-Welt, und die gilt es noch mit mehr Leben zu füllen.

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