So spart man

14. September 2018 09:18; Akt: 14.09.2018 09:18 Print

Das teuerste iPhone aller Zeiten im Kosten-Check

Mit dem iPhone XS Max und einem Europa-Preis von bis zu 1.649 Euro hat Apple am Donnerstag das teuerste iPhone aller Zeiten auf den Markt gebracht.

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Der erste heimische Mobilfunkanbieter hat wenige Stunden nach der Vorstellung der neuen iPhones in Kombination mit seinen Tarifen bereits ein preisreduziertes Angebot veröffentlicht. Das größte österreichische Tarifvergleichsportal "durchblicker.at" rät Konsumenten jedoch, die neuen iPhone-Angebote genau zu vergleichen. Damit kann man knapp 600 Euro sparen.

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Außerdem empfiehlt Reinhold Baudisch von "durchblicker.at" allen, die nicht unter den allerersten sein müssen, noch ein wenig zuzuwarten. "Bei iPhone 7, 8 und X sind die Preise innerhalb der ersten drei Monate um gut zehn Prozent gesunken. Wir rechnen daher bereits rund um Weihnachten mit deutlich günstigeren Angeboten am Markt", so Baudisch.

Das iPhone XS wird voraussichtlich schon gegen Jahreswechsel unter 1.000 Euro erhältlich sein (jetzt: das günstigste Modell um 1.149 Euro). "Und auch beim iPhone XR gehen wir davon aus, dass Mobilfunker und Handel im Weihnachtsgeschäft mit den Preisen unter 800 Euro gehen werden", so Baudisch – der Startpreis des XR liegt bei 849 Euro.

iPhone XS bei A1 um 149 Euro

Bei A1 wird das iPhone XS (64 GB) ab 149 Euro (299 Euro für 256 GB) im Tarif "A1 Go! XL" erhältlich sein. Der Tarif mit 60 GB Datenvolumen sowie unlimitierten Gesprächsminuten und SMS kostet monatlich effektiv 80,97 Euro, für bestehende A1-Internetkunden 70,97 Euro. In diesem Kombi-Tarif verstecken sich die Handy-Gebühr, eine Ratenzahlung für das iPhone, eine einmalige Anmeldegebühr und eine Service-Pauschale.

In den zwei Jahren Mindestvertragsdauer zahlt man bei A1 alles in allem dafür bis zu 2.092,28 Euro. "Wer sich das iPhone XS separat kauft und einen durchaus leistungsfähigen SIM-only-Tarif ohne Handy abschließt, kommt allerdings über die Vertragslaufzeit von 24 Monaten um knapp 600 Euro günstiger", so Baudisch.

Das Vergleichsportal "tarife.at" hat sich auch T-Mobile und Drei angeschaut. Bei T-Mobile ist das Gerät mit 256 GB Speicher ab 699 Euro erhältlich, wenn man sich für den Premium-Tarif "My Mobile Ultra" mit 50 GB Datenvolumen entscheidet. Dieser kostet 62,99 Euro pro Monat. Wer mit 8 GB Datenvolumen auskommt, kann stattdessen zum "My Mobile Light" Tarif um monatliche 22,99 Euro greifen. In diesem Fall werden 1.155 Euro für das iPhone XS verrechnet. Bestehende T-Mobile Kunden sparen mit dem Kombibonus ebenfalls bis zu 10 € monatlich. Zudem bietet T-Mobile als einziger österreichischer Mobilfunkanbieter die Möglichkeit, mittels eSIM die "Dual SIM" Funktion des neuen iPhone XS in naher Zukunft zu nutzen – sie soll gegen Jahresende via Software-Update freigeschalten werden.

Wer sich für den "Top Premium" Tarif von "Drei" um monatliche 59 Euro entscheidet, erhält das iPhone XS mit 256 GB Speicher um 630 Euro. Der Tarif enthält 46 GB Datenvolumen monatlich und verfügt zudem über ein internationales Paket. Sparsame Handynutzer können den Tarif "Pur" wählen. Sie zahlen damit für das iPhone XS 1296 Euro, die monatliche Grundgebühr beträgt 9 Euro. Wer einen Handytarif von Drei mit einem Internet-Tarif von Drei kombiniert, spart monatlich 7 Euro – bzw. bei zwei bestehenden Handytarifen von Drei insgesamt 14 Euro.

SIM-Only-Tarife für Power-User

Den günstigsten SIM-Only-Tarif für einen üblichen Power User (1500 Min, 500 SMS, 20 GB Highspeed, LTE) bietet derzeit UPC an, mit "UPC Mobile LTE 20 für 15" für effektiv 15 Euro monatlich. In der 64 GB-Variante kostet das iPhone XS bei Apple zum Start in Österreich 1.149 Euro, das iPhone XS Max 1.249 und das iPhone XR 849 Euro. Damit kommt man in Summe mit dem günstigsten SIM-Only-Tarif und einem separat erworbenen iPhone XS in 24 Monaten auf Gesamtkosten von 1.509 Euro.

Baudisch: "Wer bis Jahresende warten kann und sein iPhone getrennt vom Tarif kauft, zahlt dann für das iPhone XS nochmals rund 150 Euro weniger und spart damit gegenüber dem teuersten aktuellen Kombi-Tarif zum jetzigen Verkaufsstart voraussichtlich in Summe 750 Euro. Allerdings erwarten wir, dass auch die Mobilfunkanbieter im Weihnachtsgeschäft mit neuen Tarifen auf den Markt kommen werden. Daher sollte man dann wieder neu vergleichen."

Entweder warten, oder sofort alles zahlen

Wer nicht warten kann, soll sofort alles zahlen, empfiehlt "tarife.at". Eine Simulation der letzten 50.000 Verbrauchsmuster, die Konsumenten in den Handytarife-Vergleich auf tarife.at eingegeben haben, zeigt: Im Durchschnitt sparen Konsumenten 210 Euro, wenn sie das iPhone Xs mit 256 GB Speicher und einen passenden Tarif getrennt kaufen. Es wurden maximale Ersparnisse von bis zu 267 Euro gemessen. Diese Ersparnis nützt allerdings nur Konsumenten mit dem nötigen Kleingeld: die 1320 Euro für das iPhone XS (256 GB) werden meistens sofort fällig.

Wer sein Budget durch Ratenzahlung schonen möchte, muss hingegen mit hohen Zuschlägen rechnen: Rund 14,85 Prozent beträgt der marktübliche jährliche effektive Zinssatz des Einzelhandels (Apple.com Online-Shop: 9,22 % effektiv), wodurch etwa bei einer Kreditlaufzeit von 24 Monaten bereits Mehrkosten von rund 214 Euro entstehen bzw. 324 Euro bei einer Laufzeit von drei Jahren. Mobilfunker hingegen bieten in der Regel eine 0 % Finanzierung an, wodurch der Bezug über den eigenen Anbieter rasch zur günstigeren Option werden kann.

Maximilian Schirmer, Geschäftsführer von "tarife.at", fasst zusammen: "Wer das iPhone XS beim Kauf direkt abbezahlen kann, ist mit günstigeren SIM-Only Tarifen häufig gut beraten. Wer hingegen eine Ratenzahlung nutzen möchte, sollte auf eine entsprechend günstige Finanzierung achten, wie sie etwa bei Mobilfunkern zu finden ist. Das gilt insbesondere dann, wenn längere Laufzeiten ab 24 Monaten abgeschlossen werden."

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sciencer am 15.09.2018 19:47 Report Diesen Beitrag melden

    Test?

    Gut, dass wir keine echte Währung (mehr) haben. In Schilling würde das Ding über 22.000 Schilling kosten und jeder Käufer für verrückt erklärt werden.

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