"Begleitmaßnahmen"

29. Dezember 2018 16:29; Akt: 29.12.2018 17:47 Print

Digitalsteuer soll Nutzer "sicher nicht" treffen

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will in Österreich eine Digitalsteuer einführen. Fraglich ist, wie die Internet-Konzerne darauf reagieren.

Wie werden Facebook und Co. auf eine Digitalsteuer reagieren? (Bild: Unsplash)

Wie werden Facebook und Co. auf eine Digitalsteuer reagieren? (Bild: Unsplash)

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Nachdem unter dem EU-Vorsitz Österreichs innerhalb der Union keine gemeinsame Linie bei einer Digitalsteuer für Internet-Unternehmen gefunden werden konnte, will Österreich offenbar den Alleingang wagen. Österreich werde, zusätzlich zu kommenden Maßnahmen in der EU, eine nationale Digitalsteuer umsetzen, so Kanzler Kurz – und machte mit dieser Ankündigung sogar Schlagzeilen in der "New York Times".

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"Es ist nur gerecht, wenn die Internet-Giganten in Europa ordentlich Steuer zahlen. Wir werden (...) zusätzlich zum europäischen Vorgehen einen nationalen Schritt setzen. Wir werden eine Digitalsteuer auch in Österreich einführen", kündigte Kurz gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" an.

Details noch offen

Konkret geht es darum, millionenschwere Internet-Konzerne, die Geschäfte in Österreich machen und hier Werbeeinnahmen lukrieren, aber wenig Steuern zahlen, stärker zur Kasse zu bitten. In welcher Form, das ist bisher offen, denkbar ist aber eine Besteuerung von Online-Werbeumsätzen. Details sollen bei der Regierungsklausur Mitte Jänner 2019 genannt werden.

Offen bleibt die Frage, wie die Internet-Giganten auf eine mögliche starke Besteuerung reagieren. Möglicherweise damit, dass sie die Mehrausgaben auf die Nutzer abwälzen. Wird Amazon bei Einkäufen, TV und Musik bald teurer, Facebook und WhatsApp bald kostenpflichtig?

"Begleitmaßnahmen" angekündigt

Möglich, doch nicht alle Dienste werden plötzlich beziehungsweise sofort mehr oder etwas kosten. Denkbar ist aber, dass der Kunde in einer anderen Form mehr bezahlen könnte: Mit noch mehr seiner persönlichen Daten, oder er könnte den Schritt durch noch mehr Werbung in den genutzten Diensten zu spüren bekommen.

Von Seiten der Regierung heißt es nach dem "Heute"-Bericht: "Es wird durch begleitende Maßnahmen sichergestellt werden, dass keinerlei Kosten auf die Kunden und Nutzer umgewälzt werden." Details dazu werden noch nicht genannt, Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) werde die Eckpunkte bei der Regierungsklausur skizzieren. Sicher sei aber, dass für den Kunden und Nutzer nichts teurer werden soll, so ein Sprecher der Regierung zu "Heute".

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Zarvox91 am 29.12.2018 17:42 Report Diesen Beitrag melden

    Was zur Hölle

    In letzter Zeit les ich nur noch was von Verboten, Das alles teurer wird, neue Steuern etc. Was is nur mit userer Welt bzw Österreich los...

  • Suse am 29.12.2018 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Etwas unfair..

    Hr Kurz kann leicht bei österreichischen Unternehmen bestellen, da er das Geld zur Verfügung hat. Reicht es nicht schon, dass wir überall schon höhere Mehrwertssteuerung auf Produkte zahlen. Amazon bietet nun mal viele Produkte günstiger an, speziell Spielsachen, Malutensilien, Hundezubehör etc. Und ehrlich gesagt, wer kommt uns arbeitenden Menschen ohne Kinder in Österreich entgegen. Kalte Progression wird eventuell in zwei Jahre abgeschafft, Gehaltssteigerungen nur mehr alle drei Jahre, Nullohnrunden etc., Erhöhung des Pensionsantrittsaltet auf 65.

    einklappen einklappen
  • Chris T am 29.12.2018 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Erlösung

    Dann stelle ich fb ab. Ganz einfach und ich habe mehr Zeit für mich!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Happy Hippo am 30.12.2018 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Steuern & Tarife zahlt

    immer der Verbraucher. Was ist da eigentlich mit der kalten Progression los? Nicht, dass man es trinken muss aber 0,5 Liter (Pausen-)Cola kosten bei Billa 1,29 Euro, das wären umgerechnet rund 18 Schilling.

  • Crashcar am 30.12.2018 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Zitat:

    "Es wird durch begleitende Maßnahmen sichergestellt werden, dass keinerlei Kosten auf die Kunden und Nutzer umgewälzt werden." Wetten, dass doch....

  • Johann am 30.12.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Wers glaubt

    wers glaubt wird selig!wer nicht wird zahlen!!

  • Tru am 30.12.2018 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Lies

    Macht nichts ist doch fasching!

  • RedApple am 30.12.2018 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, aber

    Digital-Steuer? Ja, aber dann bitte ausschließlich für jene Firmen die surfende Nutzer mit exzessiver Werbung erschlagen (und dafür sogar rechtlich grenzwertige Mittel finden um Adblocker zu umgehen bzw. den Nutzer dazu zwingen den Adblocker zu deaktivieren), und für die ganzen "Influencer" und Assi-Streamer die mit schwachsinnigen und dekadenten Videos unverhältnismässig viel verdienen.