Nokia 8.1 im Test

26. Mai 2019 13:36; Akt: 26.05.2019 14:34 Print

Was kann der neue Handy-Hingucker von Nokia?

Mit dem Nokia 8.1 bringt HMD Global ein solides Mittelklassegerät auf den Markt. Für rund 330 Euro bekommt man überraschend gute Features.

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Waren das Nokia 8 und das Nokia 8 Sirocco noch Highend-Smartphones zum weit höheren Preis, ist das neue Nokia 8.1 eine Stufe darunter angesiedelt, sowohl technisch, als auch preislich. Auch beim Design gibt es Neues, denn das Nokia 8.1 bleibt nicht in der Tradition der eher schlanken und abgerundeten Vorgänger. Hatte das Sirocco ein "Curved Display", ist es beim 8.1 flach und das Gerät etwas klobiger. Es hält sich dafür aber auch aufgrund der Größe besser in der Hand als der etwas rutschige Vorgänger. Aussehen tut es trotzdem edel: Besonders ein bronzener Metallstreifen, der unser silbernes Testgerät durchzieht, fällt auf. Gut gelöst wurden die Übergänge des Gehäuses: Weder der Übergang vom Metallstreifen zu den Kunststoffseitenwänden, noch vom Kunststoff zur Glasvorder- und Rückseite des Geräts fällt negativ aus. Insgesamt wirkt das Nokia 8.1 weit hochwertiger, als man sich vom niedrigen Preis erwarten würde. Neben dem silber/bronzenen Gerät gibt es auch ein Modell in silber-blau. Das Display selbst ist hervorragend, was Helligkeit und Farben betrifft. In der Preisklasse kann sich kaum ein Konkurrent mit der Darstellung messen. Im Inneren des Nokia 8.1 arbeitet ein Snapdragon-710-Prozessor, der ebenfalls technisch etwas schwächer als jener beim Vorgänger ausgefallen, dennoch etwas stärker als ein herkömmlicher Mittelklassechip ist. Gut fallen die Kameras des Nokia 8.1 aus. Auf der Rückseite knipst eine Dualkamera (12 und 13 MP) mit optischem Bildstabilisator und digitalem Zoom. Entsprechend macht das Gerät tolle Aufnahmen bei Standardmotivem und bei Tageslicht, zeigt aber Verluste bei Zoom-Aufnahmen und schlechteren Lichtverhältnissen. Die zweite große Überraschung neben dem Display findet sich beim Akku. Der ist mit 3.500 mAh nicht nur groß, sondern hält auch gut beinahe zwei Tage lang durch.

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Es ist etwas überraschend, dass sich HMD Global mit seinem neuen "8er"-Modell in die Mittelklasse begibt. Waren das Nokia 8 und das Nokia 8 Sirocco noch Highend-Smartphones zum weit höheren Preis, ist das neue Nokia 8.1 eine Stufe darunter angesiedelt, sowohl technisch, als auch preislich. Was beides kein Nachteil ist, wie der Test des Geräts zeigt.

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Auch beim Design gibt es Neues, denn das Nokia 8.1 bleibt nicht in der Tradition der eher schlanken und abgerundeten Vorgänger. Hatte das Sirocco ein "Curved Display", ist es beim 8.1 flach und das Gerät etwas klobiger. Es hält sich dafür aber auch aufgrund der Größe besser in der Hand als der etwas rutschige Vorgänger. Aussehen tut es trotzdem edel: Besonders ein bronzener Metallstreifen, der unser silbernes Testgerät durchzieht, fällt auf.

Tolles Display

Auffällig ist auch die aus dem Gehäuse hervorstehende Kamera. Gut gelöst wurden die Übergänge des Gehäuses: Weder der Übergang vom Metallstreifen zu den Kunststoffseitenwänden, noch vom Kunststoff zur Glasvorder- und Rückseite des Geräts fällt negativ aus. Insgesamt wirkt das Nokia 8.1 weit hochwertiger, als man sich vom niedrigen Preis erwarten würde. Neben dem silber/bronzenen Gerät gibt es auch ein Modell in silber-blau.

Mit 6,18 Zoll ist das Display sehr groß ausgefallen. Statt OLED beim Vorgänger handelt es sich nun aber um ein LC-Display, das statt mit QHD "nur" mit Full HD+ auflöst (2.246 x 1.080 Pixel). Auf dem Papier mag das ein Rückschritt sein, in der Praxis wird man den Unterschied aber kaum merken. Und das Display selbst ist hervorragend, was Helligkeit und Farben betrifft. In der Preisklasse kann sich kaum ein Konkurrent mit der Darstellung messen.

Starker Akku

Im Inneren des Nokia 8.1 arbeitet ein Snapdragon-710-Prozessor, der ebenfalls technisch etwas schwächer als jener beim Vorgänger ausgefallen, dennoch etwas stärker als ein herkömmlicher Mittelklassechip ist. In Verbindung mit 4 GB Arbeitsspeicher läuft alles schnell und flüssig, nur bei extrem anspruchsvollen Apps müht sich das Smartphone. Etwas knapp bemessen ist der 64 GB große interne Speicher, der per microSD-Karte erweitert werden kann. Ohne Speicherkarte bietet das Gerät Platz für zwei SIM-Karten.

Die zweite große Überraschung neben dem Display findet sich beim Akku. Der ist mit 3.500 mAh nicht nur groß, sondern hält auch gut beinahe zwei Tage lang durch. Etwas lange dauert die Ladung, rund zwei Stunden von 0 auf 100. Kabelloses Laden gibt es indes nicht. Dennoch: Wer einen "Marathonläufer" unter den Handys sucht, ist mit der Akkuleistung des Nokia 8.1 mehr als nur gut beraten. Einen klassischen Kopfhöreranschluss gibt es obendrauf.

Gute Kameras

Weitere Pluspunkte sammelt das Nokia 8.1 mit dem puren Android 9.0 als Betriebsystem (und damit auch garantierten, schnellen Updates), und allen modernsten Verbindungstechniken bei LTE, Bluetooth und Co. Einige Abzüge muss das Nokia 8.1 aber auch hinnehmen. Zum einen ist das die fehlende Staub- und Wasserdichtheit, die allerdings in dieser Preisklasse ein Ausnahmefall wäre. Und: Zwar wird das Gerät per USB-C geladen, es kommt aber der Standard 2.0 und nicht 3.1 zum Einsatz.

Gut fallen die Kameras des Nokia 8.1 aus. Auf der Rückseite knipst eine Dualkamera (12 und 13 MP) mit optischem Bildstabilisator und digitalem Zoom. Entsprechend macht das Gerät tolle Aufnahmen bei Standardmotivem und bei Tageslicht, zeigt aber Verluste bei Zoom-Aufnahmen und schlechteren Lichtverhältnissen. Stark ist die Selfie-Kamera mit 20 MP ausgefallen, Porträts erscheinen scharf und ansehnlich.

Starke Konkurrenz

Insgesamt war es eine mutige Entscheidung von HMD Global, das Nokia 8.1 abzuspecken und dafür um einen attraktiven Preis Funktionen zu liefern, die in der Preisklasse doch eher außergewöhnlich sind. Zumindest nach dem Preisfall, denn kostete das Nokia 8.1 vor kurzem noch rund 440 Euro, bekommt man es jetzt schon um rund 330 Euro.

Vor dem Preisfall hatte das Nokia 8.1 starke Konkurrenz, denn etwas ältere Flaggschiff-Modelle von Herstellern wie Samsung, Huawei, LG und Co., aber auch von Nokia selbst, kratzten bereits an dieser Preismarke. Für nun aber knapp über 300 Euro ist das Nokia 8.1 beinahe konkurrenzlos und Besitzer dürfen sich über ein tolles Display und einen starken Akku freuen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Polster. am 27.05.2019 23:56 Report Diesen Beitrag melden

    "Hingucker"

    Vergeben wir hier einen Schönheitspreis oder reden wir von einem SMARTPHONE. Ja, das 8.1 ist auch ein gutes MITTELKLASSE-GERÄT. Der Vergleich mit dem Nokia 8 (auch dem SIROCCO) "hinkt" gewaltig. Beide Geräte spielen insbesondere aufgrund der verbauten Hardware (u. a. Snapdragon 835, Kamera) in einer anderen Liga und stell(t)en (eigentlich) nicht umsonst HMD's "Einstieg" in die Oberklasse dar. "Eigentlich" deshalb, weil es HMD BIS HEUTE leider nicht gelungen ist, (insbesondere bei der Kamera) eine Software auszurollen, durch die die Hardware eine Chance hat zu "zeigen", was sie "kann". LEIDER!

  • Trüd am 26.05.2019 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ist es ein Flugzeug? Ist es eine wuwa?

    Was wird das handy können? Fliegen oder einem superkräfte verleihen ist doch klar. Wieso sollte ein Handy Anrufe tätigen können??

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Thomas Polster. am 27.05.2019 23:56 Report Diesen Beitrag melden

    "Hingucker"

    Vergeben wir hier einen Schönheitspreis oder reden wir von einem SMARTPHONE. Ja, das 8.1 ist auch ein gutes MITTELKLASSE-GERÄT. Der Vergleich mit dem Nokia 8 (auch dem SIROCCO) "hinkt" gewaltig. Beide Geräte spielen insbesondere aufgrund der verbauten Hardware (u. a. Snapdragon 835, Kamera) in einer anderen Liga und stell(t)en (eigentlich) nicht umsonst HMD's "Einstieg" in die Oberklasse dar. "Eigentlich" deshalb, weil es HMD BIS HEUTE leider nicht gelungen ist, (insbesondere bei der Kamera) eine Software auszurollen, durch die die Hardware eine Chance hat zu "zeigen", was sie "kann". LEIDER!

  • Trüd am 26.05.2019 18:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ist es ein Flugzeug? Ist es eine wuwa?

    Was wird das handy können? Fliegen oder einem superkräfte verleihen ist doch klar. Wieso sollte ein Handy Anrufe tätigen können??