Hardware Review

28. November 2017 11:48; Akt: 28.11.2017 11:48 Print

Surface Book 2 im Test: Fast perfektes Convertible

Das Surface Book 2 von Microsoft hat seinen Preis. Dafür bekommt man ein extrem ausdauerndes, schnelles und hochwertig verarbeitetes Gerät.

Microsoft Surface Book 2 ausprobiert. (Video: Claudia Schmied)
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Eines muss man Microsoft lassen. Mit dem Surface Book 2 hat das Unternehmen nicht nur einen würdigen Nachfolger für das Surface Book geschaffen, sondern auch den besten 2-in-1-Laptop des Jahres 2017 abgeliefert. Vor allem durch seine Leistung weiß das Convertible zu begeistern, und die Akkuleistung von mehr als einem Tag im Dauerbetrieb ist extrem beeindruckend.

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Der Bericht behandelt namentlich die 13,5 Zoll Variante, die wir getestet haben. Das Surface Book 2 gibt es nämlich in zwei Größenordnungen, neben 13,5 Zoll gibt es auch noch eine 15 Zoll Ausführung. In Österreich werden allerdings vorerst nur die kleineren Modelle zum Start verfügbar sein. Kein Fehler, denn die "kleine" Variante zeigt sich nicht nur äußerlich ganz schön groß, sondern hat auch Innen extrem viel zu bieten.

Generell hat Microsoft eine Tonne an Neuerungen und Verbesserung verbaut. Zuerst zum Preislichen (siehe Infobox): Das heimische Einsteigermodell (Intel Core i5, 256 GB SSD, 8 GB RAM, iGPU) gibt es um 1.749 Euro, das von uns getestete Modell mit Highend-Ausstattung (Intel Core i7, 1 TB SSD, 16 GB RAM, dGPU) schlägt mit stolzen 3.449 Euro zu Buche. Alles andere als billig, die Hardware ist aber ihr Geld wert. Für die nicht enthaltene Surface Pen legt man 109,99 Euro hin.

Bekanntes Design, leichter gestaltet

Schön ist, dass die 13,5-Zoll-Modelle nicht einfach kleinere, schwächere Ableger der 15-Zoll-Reihe sind, sondern sich technisch stark präsentieren und auch ein eigenes, lüfterloses Design abliefern. Vom Vorgänger unterscheidet sich dieses Design nur bedingt, es zeigt sich allerdings etwas schmäler und viel leichter. Microsoft hat quasi ein stärkeres Gerät in einem schöneren Mantel gepackt, das im Gegensatz zur nicht lüfterlosen 15-Zoll-Variante auch geräuschlos ist.

Wieder rastet das Surface-Display mit einem satten Klick in die mitgelieferte Tastatur ein oder kann auch nur im "Tablet-Modus" bedient werden. Der Wechsel geht per Knopfdruck schneller und handlicher vonstatten, obwohl die Komponenten weiter fest und sicher sitzen. Als Tablet ist das Surface Book 2 ein extrem leichtes Windows-10-Mobilgerät, verliert dabei allerdings die zusätzliche Grafik- und Akkupower durch das Tastatur-Dock.

Schlaue Helferlein

Der Wechsel vom Laptop- zum Tablet-Modus geht fast ohne erkennbare Verzögerung vonstatten. Schön sind kleine und schlaue Helferlein, wie etwa ein Hinweis, wann sicher abgedockt werden kann oder einer der warnt, das eine laufende App oder ein geöffnetes Programm die Power des Tastatur-Docks benötigt. So kann man die Arbeit noch einmal speichern, bevor man das Display von der Tastatur abdockt.

Surface Book 2 im Test: Fast perfektes Convertible

Das traditionelle Scharnier der Tastatur gibt auch hier wieder ein Comeback und sorgt dafür, dass Gerät leicht und stabil aufgeklappt werden kann. ohne dass das Gerät kippt. Tastatur und Touchpad sind einmal mehr hochwertig verarbeitet und in Verbindung mit der Hintergrundbeleuchtung und den Druckpunkten sowie der Empfindlichkeit komfortabel zu nutzen.

Tolles Display, viele Anschlüsse

Der Hingucker des Surface Book 2 ist eindeutig das Display. Microsoft würdigt das mit einem eindrucksvollen PixelSense-Bildschirm mit einer Auflösung von 3.000 x 2.000 (267ppi). In Verbindung mit einem Kontrastverhältnis von 1.600:1 und einem Bildschirmverhältnis von 3:2 ergibt sich ein atemberaubendes Gesamtbild, das sowohl im Tablet-, als auch im Laptop-Modus begeistert. Bei 16:9-Inhalten hat man dadurch allerdings oben und unten kleine Ränder.

Microsoft Surface Book 2

Bei den Anschlüssen ist das Surface Book 2 ein Vorzeigegerät. Am Gehäuse finden sich zwei USB-3.1-Anschlüsse, ein USB-C-Port, ein SD-Kartenleser und eine Kopfhörerbuchse. Geladen wird das Surface Book 2 über den "Surface Connect"-Anschluss, an den sich das ungewöhnliche Netzteil-Kabel magnetisch anklinkt. Alles top verarbeitet und attraktiv. Aus unserer Sicht ein Muss ist der Surface Pen: Schreiben, zeichnen und bedienen fühlte sich auf einem Screen noch nie so natürlich an, wie es beim Surface Book 2 der Fall ist.

Starker Leistung, ausdauernder Akku

Mit der Grafikleistung der GTX 1050 und der Power des Prozessors ist das Surface Book 2 sogar ein interessantes Gaming-Gadget, wenn man je nach Spielanforderung leichte bis mittlere Einbußen bei den Grafikeinstellungen hinnehmen mag. Die meisten anderen Convertibles scheitern hier von vorneherein. Die aktuellsten Highend-Games wird aber auch das Book 2 nicht packen. Muss es aber auch nicht, denn der Fokus liegt auf der Arbeits- und Business-Nutzung, und die funktioniert glänzend, auch bei Fotoeditierung und Videoschnitt.

Ein absolut herausragendes Feature des Convertibles ist die Akkulaufzeit. Microsoft selbst gibt an, dass 17 Stunden Videoleistung problemlos möglich ist. Tests bestätigen das und schlagen diese Angabe sogar noch. Generell wird man das Surface Book 2 locker mehr als einen Tag nutzen können, ohne es laden zu müssen, außer man lässt sehr stromintensive Apps und Programme laufen. Selbst im Tablet-Modus ist die Laufzeit von mehr als fünf Stunden bei intensiver Nutzung mehr als nur durchschnittlich.

Fast perfektes Convertible

Eines steht fest: Mit dem Surface Book 2 schlägt Microsoft alles bisher Dagewesene am Convertible-Markt. Eine unschlagbare Akkuleistung paart sich mit einem fantastischen Display und einer Leistung, die nicht nur in diesem Segment ihresgleichen sucht. Auch als Tablet macht das Surface Book 2 eine tolle Figur und die Verarbeitung von Tablet und Tastaturdock ist traumhaft.

Das "fast" in fast perfekt bezieht sich auf den hohen Preis des Geräts, zu dem noch etwas Geld für die Surface Pen eingeplant werden muss. Damit hat es sich aber auch schon mit den Kritikpunkten. Der Beste zu sein hat aber eben seinen Preis – und im Falle des Surface Book 2 bekommt man dafür das bisher beste Gerät des Jahres 2017.

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