Schlechte Nachrichten!

15. Oktober 2018 11:06; Akt: 15.10.2018 11:48 Print

Deshalb sind Avocados nicht vegan

Avocados sind gesund und reich an ungesättigten Fettsäuren. Vor allem bei all jenen, die auf tierische Produkte verzichten, sind sie besonders beliebt - bisher!

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Was für eine erschreckende Erkenntnis: Avocados sind nicht vegan! Der Grund: Bienen werden zur Bestäubung ausgebeutet. Damit aber noch nicht genug, den es handelt sich dabei nicht nur um diese Frucht. Auch bei Kiwis aus dem Supermarkt müssen Bienen oft leiden. Genauso, wie bei ... Melonen, ... Butternuss-Kürbissen, ... Mandeln, ... Gurken, ... Kirschen, ... Brokkoli, .. und Salat. Natürlich fällt unter "nicht vegan" damit auch Honig. Dies wissen viele bereits: Die in enthaltene Gelatine sorgt für die namengebende, gummiartige Konsistenz - und stammt meist aus Schweine- oder Rinderknochen. Es gibt heute aber auch tierfreie Fruchtgummis. Traditionell wird in der herstellung Gelatine verwendet, um den Rebsaft zu klären. Es gibt inzwischen aber alternative, vegane Verfahren. Solche Weine sind dann mit dem grünen V-Label der Europäischen Vegetarier-Union (EVU) gekennzeichnet. Auch wird mit Gelatine geklärt. Und kann damit streng genommen nicht als veganes Lebensmittel gelten. Vegane Biere sind als solche gekennzeichnet. Im Zweifel hilft nur die Nachfrage bei der Brauerei Kaum zu glauben, aber auch sind nicht immer vegan. Viele von ihnen werden nämlich mit Chitosan behandelt, einem Insektizid, das hauptsächlich aus den Panzern von Garnelen gewonnen wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft also Bio-Bananen. Damit vermeidet man auch andere, synthetische Pestizide können Gelatine enthalten. Sie dient dazu, die Zerealien zusammenzuhalten. Alternativen zeigt der Vegetarierbund auf.

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Veganer aufgepasst! Diese Frucht ist eigentlich gar nicht vegan: Zwar ist die Avocado reich an ungesättigten Fettsäuren und Kalium, allerdings sind an ihrer Entstehung gewisse Tiere nicht ganz unbeteiligt - die dafür auch noch ausgebeutet werden.

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Zu dieser doch überraschenden Erkenntnis gelangte man jetzt in der Wissenschaftssendung „QI“ des britischen Senders BBC. In der letzten Folge der TV-Quizsendung wurde den Kandidaten die Frage gestellt, welche Lebensmittel für strikte Veganer in Frage kämen, ohne dass dafür Tiere leiden müssen.

Zur Wahl standen dabei neben Avocados auch Kiwis, Melonen, Butternuss-Kürbisse und Mandeln. Dann die große Überraschung des Abends: ein hundertprozentiger Veganer dürfe eigentlich keines der genannten Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Bienen zur Bestäubung missbraucht

Die Begründung von Moderatorin Sandi Toksvig: Für alle diese pflanzlichen Lebensmittel würden Tiere ausgebeutet. Konkret: Bienen!

„Das ist dasselbe wie beim Honig“, erklärte sie. Bienen würden für die Zucht dieser Pflanzen auf „unnatürliche Weise“ benutzt. „Weil die Pflanzen schwer zu kultivieren sind, müssen Bienen auf Lastern weite Wege durchs Land gefahren werden.“ Die Völker schwärmen dann zur Bestäubung aus, werden danach wieder in Kisten verstaut und weiter zu den nächsten Feldern transportiert.

Dasselbe gelte, übrigens auch für Gurken, Kirschen, Brokkoli und Salat.

Ausbeutung der Bienen

Tatsächlich schlagen Tierschutzorganisationen bezüglich der Insekten Alarm: In der Honigindustrie werden Bienen Opfer von unnatürlichen Lebensbedingungen, genetischer Manipulation und stressvollen Transporten, heißt es etwa bei PETA. Um das natürliche Schwärmen zu verhindern, werden die Bienenstöcke oftmals manipuliert oder sogar die Flügel der Bienenköniginnen gestutzt – somit sind die Königinnen samt Schwarm an das vom Menschen bereitgestellte „Zuhause“ gebunden.

Es gibt aber Alternativen: Beim Kauf einfach darauf achten, woher die Frucht oder das entsprechende Lebensmittel stammt!

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(kiky)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Erich Menon. am 15.10.2018 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem damit?

    So what! Und Erntehelfer werden auch mit Kleinbussen von Acker zu Acker gekarrt um die Früchte für die Veggies bereitzustellen.

  • Mama Renate am 15.10.2018 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Marketingschmäh eben.

    Bei den Mandeln werden die angemieteten Bienen sogar totgespritzt, weil exakt zur Blüte eben gegen Schädlinge gespritzt werden muß. Die Bienen kommen oft nach der Bestäubung gar nicht mehr zurück in den Bienenstock, weil sie am Weg zur Blüte schon durch den feinen Insektizidnebel fliegen. Die Mandelplantgagen sind an diesen Tagen übersät mit toten und verendenden Bienen. Deswegen kann man dort auch keine Imkereien betreiben. Wenn ich mich "Veganer" nenne, dann sollte ich natürlich wissen, wie meine "vegane" Mandelmilch ensteht ...

  • k lm am 15.10.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wasserverschwendung

    Abgesehen von dem Vegan oder nicht! Für eine EINZIGE Avocado werden in den Herkunftsländern bis zu 300 Liter Trinkwasser verschwendet. DAS sollte die Leute kümmern

Die neuesten Leser-Kommentare

  • isabell am 15.10.2018 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    mir egal

    ob die vegan sind oder nicht wenn sie mir schmecken esse ich sie und wenn sie mir nicht schmecken esse ich sie nicht die ganze vegane ernährung ist auf dauer sowieso schädlich für den körper

  • Mama Renate am 15.10.2018 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Marketingschmäh eben.

    Bei den Mandeln werden die angemieteten Bienen sogar totgespritzt, weil exakt zur Blüte eben gegen Schädlinge gespritzt werden muß. Die Bienen kommen oft nach der Bestäubung gar nicht mehr zurück in den Bienenstock, weil sie am Weg zur Blüte schon durch den feinen Insektizidnebel fliegen. Die Mandelplantgagen sind an diesen Tagen übersät mit toten und verendenden Bienen. Deswegen kann man dort auch keine Imkereien betreiben. Wenn ich mich "Veganer" nenne, dann sollte ich natürlich wissen, wie meine "vegane" Mandelmilch ensteht ...

  • k lm am 15.10.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wasserverschwendung

    Abgesehen von dem Vegan oder nicht! Für eine EINZIGE Avocado werden in den Herkunftsländern bis zu 300 Liter Trinkwasser verschwendet. DAS sollte die Leute kümmern

  • Erich Menon. am 15.10.2018 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem damit?

    So what! Und Erntehelfer werden auch mit Kleinbussen von Acker zu Acker gekarrt um die Früchte für die Veggies bereitzustellen.