Umdenken

26. März 2019 11:21; Akt: 26.03.2019 11:40 Print

WHO will Cannabis aus Drogen-Tabelle streichen

Experten der Weltgesundheitsorganisation erkennen nun offenbar einen Trend und empfehlen Lockerungen für medizinische Zwecke.

Am 17. Oktober hat Kanada offiziell Cannabis-Konsum und -Verkauf legalisiert. (Bild: Reuters)

Am 17. Oktober hat Kanada offiziell Cannabis-Konsum und -Verkauf legalisiert. (Bild: Reuters)

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Viele Staaten rund um die Welt haben es bereits getan: Die Verwendung von Cannabis und cannabisähnlichen Substanzen für medizinische Zwecke zu lockern. In einige Staaten geht die Tendenz sogar noch weiter: In Kanada etwa ist Cannabis für Freizeitzwecke seit Oktober 2018 erlaubt.

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WHO prüft

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das nun scheinbar auch erkannt und ihre Konventionen über Suchtmittel eingehend überprüft, wie der "Standard" am Montag berichtet.

Höchste Zeit, werden manche sagen, stammt das Einheitsübereinkommen doch aus dem Jahr 1961. Dort sind Suchtmittel in vier Tabellen organisiert. Wie und ob sie "verkehrsfähig" sind, hängt von ihrer Zugehörigkeit zur jeweiligen Tabelle ab.

Gefährliche Stoffe mit geringer oder keiner medizinischen Wirkung sind in Tabelle IV und I erwähnt. Das gilt derzeit etwa für Heroin und Fentanyl - aber eben auch für Cannabis und cannabisähnliche Substanzen.

In Wien wird entschieden

Die UN-Kommission für Suchtmittel in Wien soll nun entscheiden, ob das geändert wird. In einem Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres empfehlen die Experten unter anderem, dass Cannabisblüten und -harze aus Tabelle IV gestrichen werden.

Damit würden die Restriktionen für medizinische und wissenschaftliche Zwecke gelockert. Von der Verwendung zu Freizeitzwecke wären die Substanzen weiterhin ausgeschlossen.

die in Wien ansässige UN-Kommission für Suchtmittel (CND) muss nun über die Empfehlung der WHO entscheiden. Da sie aber nur einmal im Jahr tagt, wird das erst 2020 der Fall sein.

CBD nicht gemeint

Auch soll klar werden, dass CBD-Produkte mit einem THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent gar nicht unter das Übereinkommen fallen.

Sie werden mittlerweile von EU und dem Österreichischen Sozialminsiterium als "novel food" geführt. Die EU-Kommission muss CBD-haltige Lebensmittel also zum Verkauf zulassen.

Die Streichung aus den Tabellen der WHO hat keine direkten Auswirkungen auf die Gesetze der verschiedenen Ländern, könnte aber Einfluss auf die Politik der UN-Staaten zum Thema Cannabis haben. Deshalb wird die neue Empfehlung auch als Schritt in die richtigen Richtung bezeichnet.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heinz am 26.03.2019 12:25 Report Diesen Beitrag melden

    Tip please

    ich kann das schon nicht mehr hören! Viel Bla Bla , absolut nichts dahinter! mit dieser regierung , kommt nicht einmal das cbd gras in die Trafiken. Außerdem swllte die WHO diese Entscheidung heuer schon bekannt geben, wurde verschoben auf 2019 und dann wird's 2020 und 21 usw. Gras wird bei uns nie legal, trotzdem rauchen es alle. Die AGeEs und die Mafia verdienen sich weitherin deppert. Vielleicht bekommen die FPÖler ja nicht nur von der AGes Körberlgeld, sondern auch von der mafia .....

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  • Andrea am 26.03.2019 12:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CBD ist okay!

    Schade, Dass CBD-Produkte immer noch viel zu teuer und die höher als mit 10%igem Wirkstoff auch nur schwer und mit - zig Bewilligung möglich sind. Hab starke Gelenksschmerzen durch Arthrose und kann nicht ständig nur Schmerzmittel dagegen nehmen. Ärzte verschreiben ja meist lieber Cortison gegen Entzündungen als was Natürliches

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  • Oroboros am 26.03.2019 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Unter dieser rechtsrechten Regierung

    wird nichts legal, ausser die Ausbeutung der Arbeiter und Sozialabbau, anstatt wie in vielen anderen Ländern zu legalisieren und zu besteuern.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Tassilo Rohrer am 10.04.2019 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Chef

    Hi Andrea wir bieten auch 25% Aroma CBD Öl an. Kostet mit Versand 135 Euro. Einfach nur anrufen. 06763537274 Tangyla GmbH. Liebe Grüße

  • Den son am 04.04.2019 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Muk

    Die Wirtschaft könnte eine Legalisierung begrüßen da man es portionsweise wie Zigaretten besteuern könnte und die Staatskassen klingeln. Der Schwarzmarkt wäre dann weg und es gäbe keine Drogenhändler an Bahnhöfen mehr.

    • günter am 25.04.2019 17:12 Report Diesen Beitrag melden

      .....

      richtig aber es müssten dann noch härtere strafen für das ganze andere gift ( heroin koks mdma etc) drastisch erhöht werden.

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  • Son mon am 04.04.2019 07:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hel

    Hauptsache der Alkohol darf weiterhin 7 stelligen Schaden in Österreich anrichten. Aber der Handel sieht es ja positiv wegen der Alkoholsteuer. Alkohol ist 10x gefählicher als Cannabis.!!!!!!!

  • Roland seidl am 28.03.2019 20:49 Report Diesen Beitrag melden

    Here

    Sieht man sich die Zahlenreichen Anwendungsgebiete von Cannabis bei den verschiedensten Krankheiten an, muss doch jeder sehen das Cannabis entkriminalisiert werden muss!

  • Stefan kurz am 28.03.2019 01:41 Report Diesen Beitrag melden

    Soforige Gesetzes änderung bzw. lockerung!

    Absolut längst an der Zeit, auch für Freizeit und Medizinische zwecke! An Alkohol sterben tausende menschen auf der Welt.... wie viel sind an Cannabis Krank geworden oder gestorben?

    • Tom Sams am 07.04.2019 13:04 Report Diesen Beitrag melden

      2 Tote bis jetzt

      Es gab bis jetzt 2 Tote. Dem ersten fiel ein Container beladen mit Haschisch auf den Kopf als die Ketten gerissen sind.Der zweite war ein Lkw Fahrer der zu schnell fuhr und einen Unfall verursachte. Die Ladung kam von hinten in die Fahrerkabine und zerquetsche ihn. Die Ladung war Haschisch^^ Also nur durch 2 Unfällen starben sie durch indirekten Kontakt damit^^

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