Vorsicht im Urlaub

09. August 2018 17:35; Akt: 13.08.2018 10:51 Print

Tödliches Virus breitet sich an Adria-Stränden aus

Das West-Nil-Virus breitet sich in umliegenden Ländern immer weiter aus: Es gibt bereits elf Todesopfer in Serbien und der EU zu beklagen.

Italien-Urlauber aufgepasst: West-Nil-Virus breitet sich aus. (Video: Glomex/SAT.1)

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Immer mehr Regionen in unseren Nachbarländern kämpfen gegen die sich ausbreitende Gefahr: Nach Angaben des Europäischen Zentrums für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) haben sich in diesem Jahr bereits 111 Menschen mit dem potenziell tödlichen West-Nil-Virus infiziert.

Alleine in der Region um Venedig und den bei Österreichern besonders beliebten Urlaubsstränden an der nördlichen Adria wurden zwischen 27. Juli und 2. August 27 Fälle bekannt. Zwei Patienten starben. An der Adriaküste versuchen die Behörden aktuell alles, um eine Ausbreitung zu verhindern. Doch scheinbar mit geringem Erfolg, wie regionale Medien vermelden.

Ausbreitung des West-Nil-Virus in Europa, Stand: 2. August 2018. (Quelle: ECDC)

Auch in Griechenland, Ungarn, Rumänien und Serbien wurden bereits mehr als einhundert Menschen infiziert. In Serbien sind seit Mitte Mai bereits neun Todesopfer zu beklagen, wie "Der Standard" schreibt. Das ECDC spricht noch von vier Toten. Doch das ist vermutlich erst der tragische Anfang: Im vergangenen Jahr wurden hier 61 Todesfälle registiert.

Die Befürchtung: Irgendwann könnte der Erreger den Sprung über die Alpen schaffen. Noch ist das Risiko, sich in Österreich mit dem West Nil Virus anzustecken, sehr gering, doch auch heimische Stechmücken sind in der Lage den Erreger zu übertragen. Die anhaltende Hitze, trägt ihr übriges zur Verbreitung der Tropenkrankheiten bei.

Bundesweit wurden laut AGES in der Vergangenheit insgesamt 23 im Inland erworbene West-Nil-Virus-Fälle dokumentiert. Die wahrscheinlichen Ansteckungsorte sind in Wien und in Niederösterreich zu finden.

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(rcp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • herwigbully am 09.08.2018 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wundert mich

    Na, wie kommt den dieses Virus nach Europa?

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  • Ina am 09.08.2018 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    Wie giftige Spinnen auf Bananen

    wurden die Stechmücken importiert - mit der "Wir schaffen das"-Aktion! aus Deutschland! So wurden schon andere in Europa längst ausgestorbene Krankheiten aktiviert!

    einklappen einklappen
  • Ina am 09.08.2018 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wie gedenkt man

    das Volk Europas zu schützen? Mit Open Arms?

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • WolfgangHeute am 13.08.2018 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Was, wenn das Virus die Alpen überwindet?

    Das Virus kommt auch von Osten, da sind die Alpen ein bischen wurscht.

  • Knut Randauch am 13.08.2018 14:58 Report Diesen Beitrag melden

    Mückenbekämpfung

    Alle Wasserpfützen aus dem Garten verbannen? Schwachsinn! Dann legen die Gelsen ihre Eier anderswo. Ganz im Gegenteil! Ich biete Ihnen jede Menge Kübel, Wasserschaff, Regentonne etc. an. Und wenn die Gelsenlarven da drin zu 10.000en wurln, dann schütte ich das Wasser aus.

  • Konrad am 13.08.2018 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Das Virus gibt es seit 2004 in Ungarn und seit 2008 in Oesterreich, also war es schon vor den Einwanderern da, informieren schadet nicht

  • rudi am 13.08.2018 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    west nil virus

    isr seit 15 jahren bekannt , auch dass zig länder betroffen , wiener rotes kreuz testet seit 7 jahren alle die in betroffenen gebieten waren , dadurch werden betroffene auch erkannt und für 1 monat auch vom blutspenden gesperrt

  • Andrea am 13.08.2018 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Verzicht auf Urlaub am.Meer

    Werde trotzdem nicht auf meinen Urlaub verzichten. Nur auf den Venezia-Auslflug verzichten. Und mich mit Anti-Gelsenspray eindüfteln. Moskitonetze verwendet dort keiner mehr seit der Jahrhundertwende....