Fragen und Antworten

27. Juni 2019 09:43; Akt: 28.06.2019 10:14 Print

Ab 1. Juli müssen E-Autos Lärm machen

Die Lärmpflicht für E-Autos gilt ab 1. Juli. Die Autos sollen ein Warngeräusch von sich geben. Was Lenker jetzt wissen müssen, erfahren Sie hier.

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Ab dem 1. Juli muss in neuen Typen von Hybridelektro- und reinen Elektrofahrzeugen ein akustisches Warnsignal installiert sein. Die Autos sollen hörbar sein, um das Risiko eines Unfalls zu reduzieren.

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Das System heißt AVAS – es ist die Abkürzung von Acoustic Vehicle Alerting System. "Hintergrund ist eine Verordnung des Europäischen Parlaments, das mit dieser Maßnahme Fußgänger und Radfahrer schützen möchte", erklärt ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Lärmpflicht:

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Betrifft die Neuerung alle E-Autos im Straßenverkehr?

Nein. Die Verordnung verpflichtet zur Ausrüstung mit AVAS nur bei Fahrzeugen, die ab dem 1. Juli 2019 typisiert werden. Das heißt, dass die meisten E-Autos, die davor zugelassen wurden und das System nicht verbaut hatten, weiterhin geräuschlos unterwegs sein werden und auch nicht nachgerüstet werden müssen.

"Es gibt aber einige Hersteller, die nach Bekanntwerden der Anforderungen bereits freiwillig ein AVAS verbaut haben", so der ÖAMTC-Jurist.

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Machen die E-Autos mit dem System auch im Stand Geräusche?


Nein. In der Verordnung ist nur vorgeschrieben, dass die Fahrzeuge zwischen dem Anfahren und einer Geschwindigkeit von 20 km/h ein Schallzeichen erzeugen müssen.

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Wieso nur bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h?

Ab Geschwindigkeiten über 20 km/h ist das Abrollgeräusch der Reifen bei modernen Fahrzeugen meistens lauter als der Motor selbst. "Ein zusätzlicher Sound darüber hinaus ist für die Verkehrssicherheit nicht mehr relevant und würde lediglich mehr Lärm erzeugen", so Hoffer.

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Kann das System von Fahrer deaktiviert werden?

Ja. Das AVAS muss mit einem für den Fahrer leicht erreichbaren Schalter ausgestattet sein, der die Aktivierung bzw. Deaktivierung ermöglicht. Beim Neustart des Fahrzeugs muss das System immer automatisch aktiviert sein.

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Wie klingen die Geräusche?

Das Schallzeichen sollte eindeutig auf das Fahrzeugverhalten (beschleunigen, bremsen) hinweisen und muss mit dem Geräusch eines Verbrenners der gleichen Fahrzeugklasse vergleichbar sein. "Die Hersteller nutzen diese neue Möglichkeit, um ihre Fahrzeuge durch eigene Sounds erkennbar zu machen. Aber auch die UNO hat eine Empfehlung veröffentlicht", so der Jurist des Mobilitätsclubs.

Quelle: ÖAMTC

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A Radla am 27.06.2019 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Bei Scootern

    wäre das auch sehr sinnvoll. Man erschrickt wenn plötzlich so eine Karre plötzlich geräuschlos neben einem fährt.

  • Kannitverstan am 27.06.2019 16:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und dann wird geprotzt

    Wenn dann ein kleines Stromauto ums Eck kommt mit dem Sound eines Maseratis oder Ferrarie wird es lustig.

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  • Speedy am 27.06.2019 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verordnung

    Das Dümmste, was je verordnet wurde. Da muss man Fahrräder, E-Roller/Mopeds auch mit einem Lautsprecher ausstatten. Gute Benziner sind auch nicht zu hören.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • ICH am 01.07.2019 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lärm

    Was ist mit Radfahrern und Fußgängern, die nicht Musik hören oder telefonieren? Die machen auch keinen Lärm. Müssen die dann auch Töne von sich geben?

    • da Lustige am 02.07.2019 07:55 Report Diesen Beitrag melden

      Biep biep biep

      ja natürlich, aber nur bis 8,4 kmh, denn darüber ist das natürliche Hechelgeräusch lauter .....

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  • Idiocracy am 30.06.2019 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    2025 nach den die

    Grünen die Absolute haben kommt der Beschluss Elektroautos müssen Abgase haben damit Blinde das kommende Fahrzeug riechen können ;)

    • Fritz am 01.07.2019 09:31 Report Diesen Beitrag melden

      Blinde

      Die hören aber normalerweise besser als wir.

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  • Paul am 28.06.2019 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    "Fußgänger und Radfahrer schützen"

    Also meines Wissens wurde das wegen der Blinden Fußgänger eingeführt und nicht wegen der normalen sehenden Fußgänger/Radfahrer.

  • Ebony am 28.06.2019 06:39 Report Diesen Beitrag melden

    Da gibts noch die

    Sportwagenfahrer, die einen eigenen 'Lärmturbo' haben, dass sie jeder in 500m Entfernung (leider) wahrnimmt. Frage an die Hersteller: WAS soll dieser Unsinn? Weil sich Komplexler wünschen dass man sie 'ungewollt' wahrnimmt? Diese Firmen gehören von jedem denkenden Menschen boykottiert

    • Alex am 01.07.2019 09:32 Report Diesen Beitrag melden

      Desinformiert

      Hersteller fabrizieren keine Lärmturbos. Das machen die Leute schon selbst, obwohl eigentlich illegal.

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  • Knortz am 27.06.2019 19:37 Report Diesen Beitrag melden

    Leise Fahrzeuge sind mir

    auf jeden Fall lieber als Spinner, die man 3 Gassen weiter noch hört. Brumm-Brumm für die 'Wichtigen'

    • schloßberganwohner am 30.06.2019 10:50 Report Diesen Beitrag melden

      halb so schlimm ...

      ... diese Fahrzeuge sind meist gleich wieder weg - viel schlimmer finde ich diese Mopeds u. Roller mit Automatik - vom Stand weg Vollgas und somit immer der gleiche Volllast-Lärm, und das dazu noch ewig lang da diese Mopeds keine Beschleunigung zusammen bringen - DAS ist störend!

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