Stadtteil-Preisindex 2019

30. Januar 2019 07:00; Akt: 10.02.2019 16:05 Print

Wo es sich am günstigsten wohnt – in Wien & weltweit

Sie suchen nach einer neuen Bleibe? Dann sollten Sie sich diese Grafiken ganz genau ansehen.

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Wer schon einmal in Wien auf Wohnungssuche war, kennt das Problem: mit jeder U-Bahnstation, die man in Richtung Zentrum fährt, steigen die Mietpreise ordentlich an und man fragt sich, ob sich Otto Normalbürger mit seinem Gehalt ein schickes Innenstadt-Domizil überhaupt noch leisten kann.

Der Antwort auf diese Frage ist nun auch die internationale Immobilien-Plattform Nestpick nachgegangen. Für den Stadtteil-Preisindex 2019 wurden Wohnungsangebote in allen Wiener Bezirken und mehreren Metropolen weltweit verglichen. Zudem hat das Unternehmen berechnet, welches Gehalt erforderlich ist, damit man sich im entsprechenden Stadtteil eine Wohnung leisten kann (siehe Box).

Donaustadt bereits auf Platz 3

Als absolut teuerstes Pflaster steht die Innere Stadt (1. Bezirk) wenig überraschend an der Spitze des Wiener Preisrankings. Im Schnitt kostet eine Single-Wohnung hier 18,70 Euro pro Quadratmeter. Als Alleinstehender sollte man also mindestens 3.116 Euro verdienen, um sich hier eine Bleibe leisten zu können und Familien sollten gar ein Haushaltseinkommen von 5.973 Euro aufweisen. In Mariahilf (6.), Platz 2 auf der Liste, kommt man im Schnitt mit 50 bzw. 150 Euro weniger durch.

Übrigens: Bei Mindestlohn müsste man pro Monat zumindest 133 Stunden arbeiten, nur um sich die Miete leisten zu können. Für alle anderen Ausgaben bliebe da aber kein Cent übrig.

Überraschend ist allerdings, dass sich die Donaustadt (22.) mit 15,92 Euro/m² bereits als drittteuerster Bezirk positioniert. Zahlreiche Neubauten und Zuzug vieler junger Familien jenseits der Donau tragen das ihre zu der Steigerung bei. Knapp dahinter liegen die Josefstadt (8.), Leopoldstadt (2.), Landstraße (3.) und Brigittenau (20.).

Ein Tausender macht den Unterschied

Der 20. Bezirk liegt übrigens preislich genau im Wiener Durchschnitt. In allen oberhalb genannten Stadtteilen ist Wohnen überdurchschnittlich teuer. In der beliebten City und in Mariahilf kostet eine vergleichbare Wohnung fast 25 bzw. 22 Prozent mehr.

Das Schlusslicht des Preis-Rankings bildet Hernals (17.). 12,22 Euro fallen hier nur für jeden Quadratmeter Lebensraum an. In diesem Bezirk ist auch das Wohnen innerhalb des gesamten Stadtgebiets für Singlehaushalte am günstigsten. Mit 2.037 Euro Gehalt findet man hier ein Auskommen. Familien hingegen wohnen am preiswertesten in Penzing (14.), knapp 3.600 Euro Monatsgehalt sind hier ausreichend, in Hernals löhnt man für die selbe Wohnung rund 200 Euro mehr.

Wie der Stadtteil-Preisindex 2019 zeigt, liegt zwischen der Innenstadt und den beiden günstigsten Außenbezirken Penzing und Hernals ein Gehaltsgefälle von rund 1.076 Euro für Singlehaushalte und 2.375 Euro für Familienhaushalte.

Mit Mindesteinkommen unleistbar

Im internationalen Vergleich steigt unsere Bundeshauptstadt gar nicht so schlecht aus – teurer geht immer. Absoluter Spitzenreiter sind die Luxus-Wohnungen im Stadtteil Condamine des Fürstentums Monaco. Wer sich als Single hier in unmittelbarer Nähe des Yachthafens einmieten will, sollte schon ein Monatsgehalt jenseits der 16.000 Euro vorweisen können. Familien müssen in der Londoner Innenstadt mit Abstand am meisten hinblättern. Dort braucht es ein Haushaltseinkommen von 43.397 Euro, um ohne Belastung durch die Miete über die Runden zu kommen.

Das international billigste Viertel, das in der Studie untersucht wurde, liegt in Shanghai mit durchschnittlich 2,71 Euro/m². Die chinesische Metropole vereint aber auch die Gegensätze. Um sich im teuersten Viertel die Miete leisten zu können, müsste man mit Mindestlohn im Monat unglaubliche 824 Stunden schuften – unmöglich, denn das entspricht mehr als 34 vollen Tagen Arbeitszeit. Nur auf den Bermudas ist es schlimmer: da müsste man bei Mindestlohn noch einmal eine Woche drauflegen.

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(rcp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bampisch am 30.01.2019 09:12 Report Diesen Beitrag melden

    Am günstigsten

    lebt es sich in den Gemeinde Wohnungen wenn man als Gast kommt und alles bezahlt bekommt.....noch Fragen?

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  • erik am 30.01.2019 07:43 Report Diesen Beitrag melden

    Unterschiede

    In dem Magazin Gewinn ist mal gestanden wo wer was zahlt. Ein Einheimischer zahlt voll, ein Neubürger die Hälfte bei gleichem Einkommen!!!!

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  • G.C. am 30.01.2019 07:16 Report Diesen Beitrag melden

    Das Günstigste ist in Wien eine

    um Parteiwohnung um 500,-p.M. für 3,5 Zimmer !! Beweis: Es gibt keine Fehlbelegungsabgabe die verhindert, dass jemand der 8000,- p.M. verdient, diese angepasst wird wie im deutschsprachigem Ausland seit 1970 !!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Heinz am 30.01.2019 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo wohnt Häupl

    Solange es Zuzug gibt wird es höhe Mietpreise geben. Bei den meisten zahlt die Allgemeinheit mit. Sogenanntes Versicherungsprinzip, für unsere Neubürger tun wir doch alles

  • Lukas am 30.01.2019 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Miete

    Hab mir Kredit genommen und Haus gekauft - kreditrate war so hoch als in meiner Wohnung die Miete. Jetzt ist der Kredit ab bezahlt und hab kein Problem mehr mit Miete den jetzt gehört es mir! Die Höhe der Miete ist ja wirklich die Höhe der kreditrate und kann das nur weiter empfehlen.

    • Vero am 04.02.2019 09:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lukas

      Ich habe mir eine Wohnng gekauft und lebe jetzt in der Pension mietfrei! Sonst würde ich kaum mit meiner Pension leben können!

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  • Vorstadtmama am 30.01.2019 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Angebot und Nachfrage

    bestimmen den Preis. Dazu kommt, dass nicht alle auf den freien Markt angewiesen sind und es sich mit guten, alten Mietverträgen oder Gemeindewohnungen gerichtet haben. Das ist einer der Nachteile wenn aus einer lebenswerten Stadt eine Großstadt wird.

  • ManOfSteel am 30.01.2019 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    billige Bauarbeiter....

    und Hilfarbeiter eingestellt und natürlich auch billig gebaut aber dafür hohe Mietpreise. Einige Wohnungen sind auch (sehr) hellhöhrig. Das traurige daran ist ja, die "billigen-willigen" Bauarbeiter arbeiten für wenig Geld damit die anderen mit hohen Mitkosten mehr Geld machen können. Die Stadt Wien wird weiterhin die Mietpreise erhöhen, warum nicht, die Leute ziehen ein und zahlen. Es wird immer einen geben, der in die Wohnung einzieht.

  • Grabscher am 30.01.2019 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Für ihre Einkommen

    leben die Pilze sehr günstig im Gemeindebau

    • Werner am 30.01.2019 16:14 Report Diesen Beitrag melden

      Rekordbauwahnsinn koste es was es wolle

      Eine Gemeindewohnung für den sozial bedürftigen Politiker. Also brauchen wir mehr Gemeindewohnungen?! Der Weltrekord in Österreich reicht nocht nicht?!?!

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