Für Anfänger

28. Mai 2019 17:01; Akt: 03.06.2019 07:29 Print

Tipps für das Überleben deiner Küchenkräuter

Du hast keinen grünen Daumen? Wir auch nicht. Wir verraten dir, wie es dieses Jahr trotzdem etwas mit dem eigenen Kräutergarten wird.

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Eine Auswahl an frischen Kräutern ist ein echter Mehrwert beim Kochen. Beim Pflanzen und Pflegen der Kräuter stoßen aber viele an ihre Grenzen. Wir haben für euch die wichtigsten Tipps für die beliebtesten Kräuter gesammelt. Am liebsten lebt Basilikum im Halbschatten, vollsonnig geht aber auch - dann braucht er einfach mehr Wasser. Gerade im Hochsommer kommt man da mit Gießen kaum nach. Der Basilikum braucht einen permanent leicht feuchten Grund - aber um Himmels Willen kein stehendes Wasser. Falls du also einen Übertopf nutzt, leere ihn gelegentlich aus. Am wichtigsten ist es, ... ... den Basilikum erst nach draußen zu stellen, wenn es auch in der Nacht nicht kälter als 8°C wird. Beim Ernten immer die ganze Spitze wegschneiden und nicht nur einzelne Blätter. Wer besonders viel Basilikum ernten möchte, ... ... kauft sich im Fachhandel einen veredelten Basilikum. Der verträgt sich übrigens ausgezeichnet mit Tomaten - so wachsen zwei der Zutaten für den Tomaten-Mozzarella-Salat gleich beieinander. Der Rosmarin kommt aus dem Mittelmeerraum, entsprechend mag er es heiß und sonnig - und möglichst nicht feucht, das Wasser muss gut versickern können. Ob der Rosmarin auch hierzulande den Winter überleben kann, hängt stark von der Sorte und Region ab. Generell: Topfpflanzen sind empfindlicher und sollten im Winter an der Hauswand im Windschatten stehen. Wie der Rosmarin kommt auch der Thymian aus dem mediterranen Raum. Der Thymian mag es ebenfalls warm und verträgt nicht zu viel Nässe. Er ist gut winterhart, aber empfindlich auf zu viel Nässe während der kalten Jahreszeit. Wenn möglich solltest du im Herbst nicht mehr zu viel ernten und nicht mehr düngen. Dies würde die Pflanze dazu anregen, neue Triebe auszubilden, die nicht mehr genügend ausreifen. Da der Thymian nur etwa vier bis fünf Jahre alt wird, sollte er spätestens nach drei Jahren geteilt werden. Dazu ... ... die Pflanze (mit den Wurzeln) im Frühling vierteln und diese Teile neu einpflanzen. Übrigens: Schmetterlinge und Bienen mögen Thymian auch sehr. Wer also einen bienenfreundlichen Garten möchte, sollte auf Thymian nicht verzichten. Der mehrjährige Schnittlauch hat es gern feucht, aber wie fast alle Pflanzen mag er keine Staunässe. Staunässe entsteht, wenn zu viel gegossen wird und das Wasser nicht richtig abfließen kann. Schnittlauch ist ein wenig heikel mit seinen Nachbarn. Er ist kein guter Partner von Rosmarin und Thymian. Es wird auch nicht empfohlen, den Schnittlauch mit Petersilie zusammen zu pflanzen. Gut geht es mit Kerbel, Majoran oder Dill. Beim Standort ist er nicht sehr wählerisch, aber halbschattig ist ideal. Die gerade im Sommer sehr beliebte Minze gibt es in diversen Sorten: Von Pfeffer- über englische bis hin zur Schokoladenminze. Wenn ihr der Standort gefällt, ist ihr Wuchs fast nicht mehr zu stoppen. Ein Trick, dass sich die Pflanze nicht unkontrolliert ausbreitet: Beim Einpflanzen könnt ihr die Minze in einen Topf ohne Boden packen. Die Minze gedeiht aber auch sehr gut in einem Topf. Da sollte sie alle zwei bis drei Jahr ausgetopft, geteilt und neu eingepflanzt werden. Im Halbschatten gedeiht sie am besten. Petersilie ist vor allem in zwei Varianten beliebt: Die glatte (im Bild) und die krause Petersilie. Der Petersil mag es gerne feucht, sonnig bis halbschattig ist ideal. Als Partner wünscht er sich beispielsweise Fenchel, Dill oder Majoran. Er ist zweijährig und muss jedes Jahr neu gepflanzt oder gesät werden. Im zweiten Jahr würde der Petersil austreiben und Blüten bilden, danach stirbt er ab. Neben den Blättern kann auch die Wurzel gegessen werden. Die meisten Kräuter sind im Vergleich zu anderen Pflanzen unproblematisch. Nicht in jedem Kräutergarten, aber definitiv eine Bereicherung sind zum Beispiel , ... ... , ... ... ... ... und , der sich besonders gut für Salate eignet. Und was, wenn die Pflanze braun und kraftlos wird? Dann ist es leider meistens schon zu spät. Wenn nicht gerade der Basilikum gestorben ist, für den es vermutlich noch zu kalt war, dann wurde mit großer Wahrscheinlichkeit einfach zu viel gegossen. In diesem Fall stirbt erst die Wurzel ab, dann die ganze Pflanze. Beim Schnittlauch deuten braune Blätter auf zu wenig Wasser hin. Gelbe Blätter hingegen sind generell ein Zeichen von Nährstoffmangel. Düngen ist angesagt!

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Wenn es dann aber um die Pflege geht, sind vor allem Anfänger (und Menschen ohne einen grünen Daumen) schnell überfordert und Basilikum & Co. in kürzester Zeit tot.

In der Diashow oben haben wir uns die häufigsten Küchenkräuter angesehen und zeigen, was man über deren Pflege wissen muss – inklusive praktischer Tipps für diejenigen, die das Zeug in einem Garten anpflanzen wollen.

Apropos Balkon: Damit dieser eine Wohlfühl-Oase bleibt und nicht zu einem Ort des Grauens verkommt, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Hier findest du 7 hilfreiche Tipps >>>

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