Frau mit Vergewaltigung gedroht

30. März 2018 09:26; Akt: 30.03.2018 10:53 Print

"Sittenwächter" muss sich vor Gericht verantworten

Eine sechsköpfige Bande hatte im Sommer 2017 einer oben ohne badenden Frau mit Missbrauch gedroht. Alle Männer wurden angezeigt, nur einer steht heute vor Gericht.

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Der Fall der "Sittenwächter" sorgte in ganz Österreich für Aufregung. Sechs Männer hatten vergangenen Sommer ein Pärchen am Ufer eines Waldsees in Breitenfurt (NÖ) wüst beschimpft und der Frau mit Vergewaltigung gedroht.

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Das Sextett wurde ausgeforscht und angezeigt. Nun muss sich der Rädelsführer der Bande wegen Nötigung vor Gericht verantworten, und zwar alleine! Denn bei seinen Freunden wurde das Verfahren eingestellt.

Ein Rückblick

Fotograf Thomas Busek hatte es sich mit einer Freundin am Ufer eines Sees gemütlich gemacht, als plötzlich mehrere Männer auftauchten. Der Wiener filmte die folgenden Szenen mit seinem Handy.

Die bärtige Bande ging auf das Paar los und wollte die Frau, die sich oben sonnte, zwingen, sich zu bedecken. "Hier ist nicht nacktbaden. Mich stört das, sie soll sich anziehen", herrschte einer der Männer Busek in gebrochenem Deutsch an.

"Ich f... dich! Bist du schwul?"

Auf die Gegenfrage, warum er denn nicht einfach wegschaue, wurde der junge Mann sofort rabiat: "Ich f... dich! Bist du schwul?", so der "Moralwächter" zu Busek.

Die eingeschüchterte Frau zog daraufhin ihren BH an, doch auch das war dem Mann noch zu wenig. Er warnte den Wiener, die 23-Jährige mit seinen fünf Freunden zu vergewaltigen, "wenn sie sich nicht sofort ganz anzieht". Sie würde es sonst herausfordern.

Als die beiden schließlich von der Bande weggehen wollten, versuchte noch einer der "Sittenwächter" den Fotografen die Felswand hinunter in den See zu treten. Doch Busek konnte gerade noch ausweichen. Der Wiener stellte daraufhin das Video ins Netz und gab die Beweise der Polizei.

Polizei schaltete sich ein

Die Beamten nahmen daraufhin umgehend die Suche nach den sechs Verdächtigen auf. Mit Erfolg! Ihre Identität konnte schnell festgestellt werden. Die Burschen haben allesamt einen positiven Asylbescheid.

Festgenommen wurden sie allerdings vorerst nicht. Stattdessen wurden sie auf freien Fuß gesetzt, weil der Fall schon länger her ist und man "nicht von Gefahr in Verzug sprechen könne", meinte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt damals gegenüber "Heute". Gegen zwei der Mitglieder wurden die Ermittlungen überhaupt eingestellt.

Verfahren gegen Mitglieder eingestellt

Der 23-jährige Hauptverdächtige wurde schließlich vom Landesamt Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) über Auftrag der Staatsanwaltschaft festgenommen und in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Gegen drei seiner Kollegen wurde ebenfalls ein Verfahren eingeleitet. Allerdings wurde dieses wieder eingestellt, weil sie den Bandenkopf beruhigt hätten.

Am Freitag, um 11.00 Uhr, beginnt der Prozess für den Chef der "Sittenwächter". Im Falle einer Verurteilung droht dem Beschuldigten sechs Monate bis fünf Jahre Haft.

"Heute" berichtete ausführlich über den Fall

Drei "Sittenwächter" bleiben straffrei

"Sittenwächter": Ein Verdächtiger in Haft

Alle 4 "Sittenwächter" sind anerkannte Flüchtlinge

"Sittenwächter" frei: Jetzt spricht das Opfer

Sittenwächter vom Badesee auf freiem Fuß


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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Maxxi am 30.03.2018 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Zusammengefasst

    Dieser Fall und der über die Tullner Täter. Die lachen uns alle aus :/

  • Alfred Gorbach am 30.03.2018 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Schon W.Busch sagte

    Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber Intoleranten.

  • Wiener am 30.03.2018 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Kuscheljustiz

    Wollen wir hoffen, dass der Sittenwächter jetzt längere Zeit in Haft die Möglichkeit hat die Sittlichkeit seiner Mithäftlinge zu prüfen ...

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Herbert Rippl am 30.03.2018 20:55 Report Diesen Beitrag melden

    Alle sind vor dem Gesetz gleich?

    Was, wenn die Bedrohte die Tochter eines Richters gewesen wäre, ha?

  • werwolf53 am 30.03.2018 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    armeskind

    Er ist arbeitslos... "leider", wie er sagt . Ja wer nimmt denn so einen ? Nur der HÄFN oder die Hercules .

  • Alexande am 30.03.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Freispruch oder Bewährung

    Wozu der ganze Aufwand, wird eh nur einer vor Gericht gestellt und der geht frei oder bekommt eine Bewährungsstrafe.

  • Investigation am 30.03.2018 10:12 Report Diesen Beitrag melden

    Beruhigter u. sicherer

    wäre man eher,wenn solche Leute nicht im Land hätte-die vorwiegend in Gruppen durch Siedlungen,Grüngebiete,Parks streifen u. Angst,Schrecken verbreiten.Gewaltpotential,aggressives Verhalten kennt man ohnehin od. Anpassungswille ist gleich -0-.Gerichte,Justiz schauen zu lange zu-zBsp. Tulln,lässt jene Zustände wie ein Geschwür gedeihen,irgendwann werden sich Einheimische zur Wehr setzen...

    • Basti Figl am 30.03.2018 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      Worte haben Kraft!

      Ja wir - seit Generationen Österreicher - werden uns zur Wehr setzen und dann heisst es garantiert wieder "Österreich ist frei" (Zitat Figl!)

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  • Alex am 30.03.2018 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Freispruch oder teilbedingte Strafe???

    Wetten, dass der einen Freispruch, oder eine teilbedingte Strafe von ein paar Monaten bekommt?

    • Alex am 30.03.2018 15:11 Report Diesen Beitrag melden

      Ich habs ja gewusst!!!

      Hab ich es nicht gewusst? War ja nicht schwer zu erraten, welches Urteil der bekommt...

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