Angst vor Blutrache

27. Juni 2018 08:07; Akt: 27.06.2018 08:27 Print

Vater von Hadishat († 7) aus Häf'n ausgebrochen

Der Mordfall der kleinen Hadishat (7) schockierte ganz Österreich. Nun herrscht erneut Aufregung: Der Vater des toten Mädchens ist aus dem Gefängnis ausgebrochen.

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Robert K. soll die kleine Hadishat in der elterlichen Wohnung ermordet haben. Er will eine "allgemeine Wut" verspürt haben: Hadishat war nach seinen Angaben einfach da. Ihr Tod schockte ganz Wien: Die erst sieben Jahre alte Hadishat wurde am Samstag (12. Mai) getötet. Ihre Leiche wurde am Samstag (12. Mai) in einer Wohnhausanlage in der Heiligenstädter Straße in einem Mistkübel entdeckt. Das Mädchen wurde Freitagabend als vermisst gemeldet, nachdem es beim Spielen am Nachmittag plötzlich verschwunden war. Fieberhaft suchten auch Freunde und Verwandte nach dem Kind: Auch auf Facebook wurde ein Suchaufruf gestartet. Wie die Polizei mitteilte, wurde daraufhin von der Polizei im Bereich der Wohnhausanlage und Umgebung eine Suchaktion gestartet. Im Zuge dieser Suchaktion machten Polizisten am Samstagmorgen schließlich die schreckliche Entdeckung. Gegen 8.30 Uhr fanden die Beamten den Leichnam des vermissten Mädchens. Die kleine Hadishat mit tschetschenischen Wurzeln wurde in Plastik gewickelt und im Restmüll entsorgt. Laut Obduktion wurde das Mädchen durch einen Messerstich getötet. Noch am Samstag musste die Mutter ihre Siebenjährige identifizieren. Bei der Obduktion wurden keine Anzeichen auf ein Sexualdelikt festgestellt, so Polizeisprecherin Irina Steirer. "Ich weiß nicht, wie ich weiterleben soll", klagte die verzweifelte Mutter, Zarema G.. "Welche Bestie hat mir das angetan? Denn ein Mensch, der nur etwas Herz hat, kann so etwas nicht machen. Sie war so ein liebes Mädchen - unser Sonnenschein." "Ich kann einfach nicht fassen, was passiert ist. Ich will nicht glauben, dass meine süße Hadishat nicht mehr bei der Tür hereinkommen wird." "Hadish hat niemandem etwas getan. Warum bringt jemand ein unschuldiges Kind um und entsorgt es wie ein Stück Abfall?", so Mama Zarema und äußert einen schrecklichen Verdacht. "Es war bestimmt jemand aus diesem Hof - das spüre ich", hatte sie vermutet und sollte offenbar recht behalten ... In der Nacht auf Dienstag wurde ein Nachbar wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Im Bild: Die versiegelte Wohnungstür des Tatverdächtigen. Der Nachbar soll in einer ersten Einvernahme die Tat ohne jegliche Emotionen gestanden haben.

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Wie die "Krone" berichtet, sind die Sicherheitsbehörden in Österreich in höchster Alarmbereitschaft. Der Grund: Der Vater der ermordeten Hadishat ist in Südtirol aus dem Gefängnis ausgebrochen.

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Der Tschetschene musste wegen Schleppereiverdachts eine Haftstrafe in Italien absitzen. Er soll die Gelegenheit eines Freigangs zur Flucht genutzt haben. Die Fahndung nach dem Mann läuft bereits.

Täter-Familie fürchtet um Leben

Die Familie von Robert K. (16), der die kleine Hadishat erstochen haben soll, hat nun Angst vor Blutrache. Sie fürchtet, dass der Vater des toten Mädchens es auf sie abgesehen haben könnte.

Laut "Krone" gelten sowohl die Eltern des mutmaßlichen Täters als gefährdet, als auch sein jüngerer Bruder. Sie wurden mittlerweile an einen anderen Ort gebracht, die Familie hat auch neue Pässe bekommen - "heute.at" berichtete.

Blutrache

Vor der Flucht des Vaters soll es bereits Drohungen aus der tschetschenischen Community gegen die Familie von Robert K. gegeben haben – allerdings nicht aus ihrer Familie beteuerte Zarema G., Hadishats Mutter. "Von uns gibt es keinerlei Bedrohungen gegen den Täter, wir verstehen nicht, warum er sich jetzt als Opfer inszeniert", hatte die Frau gesagt. "Hier wird versucht, aus einem Täter ein Opfer zu machen", kritisierte auch Nikolaus Rast, Anwalt der Opferfamilie.

Robert K. sitzt derweil an einem geheimen Ort. Wegen angeblicher Drohungen in der Justizanstalt Josefstadt wurde dann in das renommierte Kepler Klinikum verlegt – und auch von dort weggebracht. Für den 16-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.

Alle Artikel zum Kindermord in Döbling:

  • Diese Beichte des Killers schockt Hadishats Mutter

  • Familie von Hadishat (7) hat bereits neue Wohnung
  • Bleibt die Tatwaffe für immer verschollen?
  • Hadishats Killer will nicht mehr mit der Polizei reden
  • Hadishat klopfte um 15 Uhr an der Tür ihres Killers
  • "Beim Tee fragte mich Mama des Täters aus"
  • Täterprofil: "Massive emotionale Defizite"
  • "Er wollte auch schon seinen Bruder umbringen."
  • Familie von Hadishats Killer unter Polizeischutz
  • Hadishats Mutter will von Tatort wegziehen
  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer
  • Killer Robert K.: "Mutter tut mir leid, Hadishat nicht"
  • Mit 2 kam er nach Wien, so wurde Robert K. zum Killer
  • "Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort"
  • Mord an Hadishat: Es war der Nachbar!
  • Um Mitternacht klickten die Handschellen für den Killer
  • Polizeieinsatz bei Trauer für Hadishat im Dittes-Hof
  • Mord an Hadishat (7) – Das Protokoll des Verbrechens
  • Kleine Hadish (7) musste sterben – Jagd auf Täter
  • Hadishat (7) getötet: Suche mit Hunden nach dem Killer
  • Jetzt spricht die Mutter des ermordeten Mädchens
  • Erstochene Hadishat (7): Jeder verdächtigt jeden
  • Kleine Hadishat (7) musste sterben – Jagd auf Täter
  • Kinderleiche in Döbling: Mädchen wurde ermordet
  • Kinderleiche identifiziert, Todesursache wird geklärt
  • Döbling: Mädchen (7) tot im Mistkübel gefunden
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    • Vota am 27.06.2018 08:45 Report Diesen Beitrag melden

      Verständlich

      Wenn meiner Tochter das angetan worden wäre und ich im Häfn gsessen wäre wäre ich wohl auch ausgebrochen...

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    • Noxx am 27.06.2018 08:09 Report Diesen Beitrag melden

      Wieso freigang?

      Is auch logisch dass der freigang bekommen hat .... kann man ja nur den kopf schütteln

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    • Wienerin am 27.06.2018 13:13 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte um Erklärung

      Für den 16-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung??? Er hat ein Geständnis abgelegt, kann mir jemand diesen Satz erklären, ich verstehs einfach nicht, danke

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    Die neuesten Leser-Kommentare

    • Karbalai Resa am 28.06.2018 14:00 Report Diesen Beitrag melden

      Hätte das jeder gemacht?

      Ja logisch wenn es meine tochter wäre hätte ja jeder ausgebrochen um die Rache zu nehmen!

    • LARISSA am 27.06.2018 20:59 Report Diesen Beitrag melden

      tja

      Wir sollten auf unsere Österreicher schauen.Andere Länder sollten uns nicht interessieren was für Kriege da geführt werden.Wenn wir weiterhin aufnehmen wird es so weitergehen mit Morde Vergewaltigungen und Grausamkeit.Die Politiker sollten überlegen was sie tun würden wenn eines ihrer Kinder umgebracht wird oder dergleichen.Verständnissvoll für den Vater!

      • Salzamt aus Verzweiflung am 28.06.2018 09:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

        @LARISSA

        das wird nix nutzen..wir können uns nicht abkoppeln von dieser schlimmen und gemeinen Welt..wir müssen lernen damit umzugehen.. wir können nur unsere Kinder optimieren..was können wir sonst machen? so wie immer..brav aufstehen am Morgen..hakeln..wenn wir 8 Millionen Österreicher in der Frühe aufstehen passiert genau gar nix..im gleichen Moment steht China auf und dass sind grob geschätzt ca 1.1 Milliarden..na servas

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    • Cicko am 27.06.2018 19:01 Report Diesen Beitrag melden

      Julia

      Das kann mann den Mann nicht verübeln ich würde es auch nicht anders machen wenn das meiner Tochter passieht wäre

    • Ina am 27.06.2018 18:36 Report Diesen Beitrag melden

      Sollten alle weit weg von Österreich sein

      Wenigstens ist die Täter-Familie einmal weit weg von Österreich!

    • Sabrina am 27.06.2018 17:14 Report Diesen Beitrag melden

      Absurd

      Die Familie des Mörders hat neue Pässe bekommen um sich zu schützen und die Familie des kleinen Mädchens durfte nicht mal zum Begräbnis.Gratuliere Österreich!

      • susi am 27.06.2018 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

        @Sabrina

        Die durfte schon mal nicht ausreisen, weil sie bei der Einreise verhaftet worden wäre....

      • Knut Randauch am 28.06.2018 01:11 Report Diesen Beitrag melden

        Doch!

        Sie hätten dürfen. Niemand in Österreich hätte sie gehindert.

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