Mobbing in NÖ

08. Mai 2019 06:30; Akt: 09.05.2019 09:03 Print

8-Jähriger mit Hass-Brief an Schulkameraden (8)

Aufregung in einer Volksschule im Bezirk Tulln: Ein Flüchtlingsbub soll Schulkollegen tyrannisieren, schrieb einem achtjährigen Klassenkameraden einen Hassbrief.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mobbing in einer zweiten Volksschulklasse im Bezirk Tulln: Die Mutter von Robin (Name geändert) fand in der Schultasche ihres Sohnes (8) einen handgeschriebenen Brief mit zwei lachenden Smileys, der Inhalt war dafür weniger freundlich: „Kaka Robin du bist ein Arsch. Süs das du ein Schweine Fleisch isst und wierst immer diker du Schwein du Arsch ...“ (Anm.: Originaltext).

Umfrage
Mobbing in Volksschule, Prügel, Spucken in HTL - was sagen Sie zur Schule 2019?

Den Eltern von Robin reicht es jetzt: „Dieser Brief ist nur der Gipfel. Der auffällige, gleichaltrige Bub schlägt und beschimpft auch andere Kinder, macht sie fertig. Am Schulausflug hatte das Problemkind einen Böller mit. Am Anfang ging unser Robin gerne in die Schule, jetzt nicht mehr.“

Vertrauenslehrer für Opfer

Die Mutter suchte den Dialog, jetzt bekommt Robin einen Vertrauenslehrer. „Damit er lernt mit der Situation umzugehen. Unfassbar“, so die Eltern erbost. Laut Mutter hätte der Direktor die Sache ins Lächerliche gezogen. „Der Problembub soll ohnedies schon in psychologischer Betreuung sein.“

FP-Bundesrat Andreas Spanring aus dem Bezirk Tulln: „Ich erwarte mir vom Bildungsdirektor lückenlose Aufklärung. Hier müsste auch die Kinderwohlfahrt tätig werden. Wenn jemand einen Hilfs- bzw. Vertrauenslehrer braucht, dann der gewalttätige Asylwerber und nicht das Opfer.“

Auf Nachfrage heißt es aus dem Büro von Bildungsdirektor Johann Heuras: „Die zuständige Person der Schulaufsicht wurde vom Bildungsdirektor sofort beauftragt, die Situation vor Ort zu prüfen und falls erforderlich notwendige Schritte einzuleiten.“


Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

(Lie)

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ginga am 08.05.2019 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Das Werk der Teddybärenwerfer

    Die Kinder jener Politiker die diese Situation verursacht haben sind entweder schon erwachsen oder gehen auf feine Privatschulen. Das gewöhnliche Volk ist denen egal, danke Rotgrün.

    einklappen einklappen
  • kreereiwa am 08.05.2019 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    Und 3x dürfen wir raten ...

    von wem er diese Einstellung hat? Also Rückflugticket für die gesamte Großfamilie.

    einklappen einklappen
  • Echter Niederösterreicher am 08.05.2019 07:18 Report Diesen Beitrag melden

    Aus NÖ wird Wien 2.0

    Ja wo bleiben die Versprechungen der Landesmutter? NÖ wird auch immer mehr das "Wien 2.0", allerdings mit ÖVP Parteibuch. So wie in Wien, allerdings rotes Parteibuch, der Bildungsdirektor muss sich das erst ansehen und der Herr Schuldirektor spielt die Sache herunter.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Lisbeth am 08.05.2019 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Verharmlosung von mobbing ist üblich

    Ich möchte den 8 jährigen nicht verteidigen, muss aber meinen Senf loswerden. Mein Kind wurde in einer privaten Eliteschule( Gymnasium) gemobbt, und zwar aufs ärgste. Lehrer , Direktor haben es nie ernst genommen und wir wurden völlig alleine gelassen. Es war kein Einzelfall, andere gemobbte SchülerInnen haben die Schule gewechselt, mein Kind letztlich auch. Davor in der Volksschule( katholische Privatschule) gab es auch einen Schüler , der andere psychisch gequält hat, aber so dass es die Lehrerin nie mitbekam. Man wusste, wenn man sich beschwert, steht man selbst hysterisch da.

  • Bitte Nachdenken am 08.05.2019 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Traurig, dass Eltern teilweise nur mehr über die Medien zu ihrem Recht kommen. Wir brauchen dringenst Rückgratverstärker für manche Direktionen. Das habe ich aber dem damaligen Präsidenten des damaligen Landesschulrates schon direkt gesagt - vor 15 Jahren!!!

  • Norli am 08.05.2019 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    Anzeigen

    Es werden jetzt noch mehr Anzeigen folgen ,dass war nur der Anfang.Wenn die Direktion zu lasch ist dann sollen sich die Eltern dieses Früchtchen vorknöpfen

  • Toth am 08.05.2019 12:15 Report Diesen Beitrag melden

    Sozialistische Bildungpolitik

    Mich würde sehr interessieren, in welche Schulen die Kinder der "Willkommenskultur-Prediger" gehen: wetten, dass kaum einer sein Kind in Wien in den Bezirken 10,11,15,16,17,... in eine öffentliche Schule schickt? Leugnen, wegschauen, verharmlosen und wenn das nichts mehr nützt und der Übelstand aufbricht (KH Nord): nichts mehr erinnerlich, dumm stellen, auf andere schieben. Lehrer werden mit unzumutbaren Zusatzpflichten erdrückt: 15 minütiges Eltern/Kindergespräch, verbale Beurteilung, permanente Leisungerhebungen ....

  • Paul am 08.05.2019 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Mobbing in einer 2. Volksschulklasse

    Was leider zeigt, dass eine "Trennung" der SchülerInnen nach der VS oft viel zu spät ist. Solche "Problem-Einzel-Fälle" müssten so schnell wie möglich aus dem Klassenverband entfernt werden um die anderen SchülerInnen nicht zu behindern. Aber die "Experten" wollen ja das genaue Gegenteil :-(