Stopp für Drasenhofen

30. November 2018 15:35; Akt: 30.11.2018 19:41 Print

Asylquartier: Mikl-Leitner zieht die Notbremse

Paukenschlag im Streit um das umstrittene Asylquartier für Jugendliche in Drasenhofen: NÖ-Landeshauptfrau Mikl-Leitner will das Projekt nun stoppen.

Mikl-Leitner stoppt umstrittenes Asylquartier Drasenhofen. (Bild: picturedesk.com, privat)

Mikl-Leitner stoppt umstrittenes Asylquartier Drasenhofen. (Bild: picturedesk.com, privat)

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Wie berichtet sorgen die Zustände im Asylquartier Drasenhofen (Bezirk Mistelbach) für Wirbel. In jenem Heim werden auffällig gewordene jugendliche Flüchtlinge untergebracht – allerdings unter äußerst widrigen Bedingungen, wie viele besorgte Bürger, Parteien und Organisationen bekrittelten.

Jetzt zieht Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) die Notbremse. Einem Facebook-Beitrag zufolge stoppt sie das Projekt von FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl.

"Aus jugendrechtlicher Sicht nicht geeignet"

Das Asylquartier wurde laut einer Stellungnahme vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung einer Prüfung durch die Kinder- und Jugendanwaltschaft unterzogen. Das Urteil ist mehr aber schlecht als recht ausgefallen: So sei die Unterkunft aus jugendrechtlicher Sicht im derzeitigen Zustand nicht geeignet.

>>> Einen Überblick über die Argumente der Gegner und Befürworter des Asylquartiers finden Sie hier.

Jugendliche werden verlegt

"Die Kinder- und Jugendanwaltschaft war vor Ort und stellt fest, dass aus jugendrechtlicher Sicht die Betreuungseinrichtung im derzeitigen Zustand nicht geeignet erscheint. Der Stacheldraht ist jedenfalls mit Jugendrechten nicht vereinbar und unverzüglich zu entfernen. Die Jugendlichen sind bis zur Herstellung eines geeigneten Zustands zu verlegen – und es muss eine geeignete Betreuung sichergestellt werden. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Niederösterreich fordert die zuständigen Stellen auf, die Einhaltung der Jugendrechte für die Jugendlichen zu gewährleisten", heißt es dazu in einer Aussendung.

Mikl-Leitner nimmt diese Beurteilung – und wohl auch die vorangegangene Berichterstattung – offenbar sehr ernst und greift deshalb durch. "Ich danke der Kinder- und Jugendanwältin für die genaue Prüfung. Ihre Empfehlungen sind unverzüglich umzusetzen. Ich habe den zuständigen Landesrat informiert und mit der Bezirkshauptfrau gesprochen, die die entsprechenden Maßnahmen sofort einleiten wird", so die Landeshauptfrau via Facebook.

Drasenhofen Asylquartier

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • onlinekiebitz am 30.11.2018 19:33 Report Diesen Beitrag melden

    Zweierlei Maß !!!

    für heimkinder die auffällig wurden gilt doch auch die kasernierung ! da regt sich keiner auf !!! ich selbst mußte das erdulden ! ist schon ein paar jährchen her, aber es hat sich da nicht viel geändert. sie dürfen das heim nicht verlassen, alle türen sind zugesperrt, und stacheldraht gibt es am zaun auch !!! also was soll der schmok der landeshauptfrau ?

  • Karelia am 30.11.2018 22:29 Report Diesen Beitrag melden

    Asyl Quartier

    Na ja jetzt nach der ZIB 2 im TV schaut diese Geschichte schon ganz anders aus. Das waren auch keine Kinder sondern junge Erwachsene und die meisten Straftäter.

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  • Koarl am 30.11.2018 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    ZIB2

    die Schulhofrangler scheinen eher schwere Kaliber zu sein. Wenn jetzt in Mödling, wo die meisten umquartiert wurden, wieder jemand zu gröberen Schaden kommt wird ja hoffentlich Frau Mikl-Leitner die Verantwortung übernehmen. Die Prüfung durch die Kinder- und Jugendanwaltschaft hat offensichtlich ergeben das einWC verschmutzt war. Scheinbar hat man ihnen keine eigene Putzfrau zugewiesen, daher ist das Quartier als unzulänglich eingestuft worden. Danke Frau Landeshauptfrau,hätte gerne ein Selfi mit Ihnen.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • M.E am 01.12.2018 20:08 Report Diesen Beitrag melden

    Da muß

    Wir sind doch wirklich der dorftrottl für die flüchtlinge. Die soll sich ihr Quartier selber bauen? Ich kann das Handeln unserer Politiker nicht mehr verstehen

  • M.E am 01.12.2018 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist da so schwer

    Die Solln sich ihr Quartier selber bauen da haben sie wenigstens eine Beschäftigung und die sich nicht benehmen gehen nach Hause.Fertig

  • Alex1 am 01.12.2018 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Ein jammer

    Der Stacheldraht ungeeignet? Die Behörden haben immer noch nicht begriffen das das keine gewöhnliche kriminelle sind. Mit unserem streichelgesetz kommen sie da nicht weit

  • Unbekannt am 01.12.2018 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wie soll man sich schützen

    Stacheltrat für diese überaus kriminellen Jugendlichen ungeeignet? Das wir schon großteils Angst haben das interessiert niemand.

  • PeterKarl am 01.12.2018 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Bin mir sicher, St. Gabriel

    wird es ihr sicher einmal danken.