Mord Krumbach, 1. Tag Prozess

24. Juni 2019 18:30; Akt: 24.06.2019 18:50 Print

Killer googelte nach Mordvarianten im Internet

Erster Tag im Mordprozess gegen Roland H. (43) in Wr. Neustadt: Zeugen und Angehörige berichten von einem Psychoterror des Angeklagten.

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In Handschellen und streng bewacht schlich Roland H. mit gesenktem Haupt in den Wr. Neustädter Schwurgerichtssaal, bekannte sich schuldig, wollte sich aber an Details zur Bluttat am 9. Jänner 2019 in Krumbach (Bezirk Wiener Neustadt-Land) nicht mehr erinnern.

Die Familie von Silvia K. und Zeugen skizzierten vor Gericht den Psychokrieg des Angeklagten. Nur Tage vor der Bluttat hatte sich die 50-Jährige wieder hilfesuchend an die Polizei gewandt - Auszug aus Protokoll: „Ich möchte wieder ein ganz normales Leben führen. Er macht mich fertig, ich habe Angst, dass er mir was antut.“ Mit diesem Gedanken dürfte Roland H. bereits länger gespielt haben. Bereits 2018 hatte er nach „Stichverletzungen“, „Erdrosseln dauert wie lange“, „schuldig bei Mord“, "Messerstiche", "tödliche Messerstiche" und ähnlichem gegoogelt. Auch Medical Detectives sah er regelmäßig. Aber laut Angeklagtem nur aus Interesse.

Ü-Kamera aus Angst

Den Vorsatz des Mordes bestritt er. „Ich trank Bier und Wein daheim, wollte dann laufen gehen“ (Anm.: er hatte 1,85 Promille). Aber: Er wäre dann zur Ex gefahren, um über alles zu reden - dabei stach er ansatzlos zu ("Heute" berichtete). Dann schmiss er das Messer weg, ging weg, kam aber kurz darauf zum Tatort zurück. "In der Hoffnung, dass sie nicht mehr dort liegt", so der Angeklagte unter Tränen.

Die grauenhafte Tat wurde von der Überwachungskamera gefilmt. „Diese wurde von meiner Tochter aus Angst vor ihm installiert“, so die Mutter (70) im Zeugenstand. Auch der Bruder des Opfers (44) berichtete von massivem Terror - sogar an Heilig Abend 2018 lag ein handgeschriebener Drohbrief im Postkasten.

Der Gutachter hält den Angeklagten für zurechnungsfähig. Die schwer ausgeprägte Persönlichkeitsstörung des 43-Jährigen sei aber nie behandelt worden (mehr dazu hier). Der Experte hält weitere Taten mit schweren Folgen für sehr wahrscheinlich.

"Wohnte lange bei Mutter"

Anwalt Wolfgang Blaschitz meinte: "Der Angeklagte ist ein Gefangener der Spirale einer Verzweiflung, hat eine Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen Elementen. Bis zum 27. Lebensjahr wohnte er bei der Mutter, dann ist er zur ersten Partnerin gezogen. Er hat in seinen Beziehungen immer Halt gesucht."

Kurz vor 18 Uhr war der Prozesstag zu Ende. Das Urteil: am morgigen Dienstag - Roland H. droht „lebenslang“ und eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mary am 24.06.2019 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Anklage

    Das kann mich nicht mehr erinnern, kann man schon gar nicht mehr hören.

  • Ksenia Dalevskaya am 24.06.2019 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Es gehören nicht IMMER zwei dazu..

    Es ist schon erschreckend WIEVIELE Männschen an so einer Persönlichkeitsstörung leiden oder besser andere darunter leiden lassen Ich hatte bis 36 zehn Partnerschaften und drei Männer davon hatten auch so eine Störung...aufgefallen ist mir,dass aller drei Männer Mutter dieselbe hatten... Schrei- und Tobsuchtsanfälle,Lügen,Betrügen,Bestehlen,Drohen,massive Eifersucht und Gewalt waren an der Tagesordnung,dabei war der Versuch die Beziehung meinerseits trotz allem noch zu retten mit einer Therapie zu der ich auch mitgegangen und daran aktiv teilgenommen hätte,VÖLLIG aussichtslos-kein Interesse...

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Ksenia Dalevskaya am 24.06.2019 20:03 Report Diesen Beitrag melden

    Es gehören nicht IMMER zwei dazu..

    Es ist schon erschreckend WIEVIELE Männschen an so einer Persönlichkeitsstörung leiden oder besser andere darunter leiden lassen Ich hatte bis 36 zehn Partnerschaften und drei Männer davon hatten auch so eine Störung...aufgefallen ist mir,dass aller drei Männer Mutter dieselbe hatten... Schrei- und Tobsuchtsanfälle,Lügen,Betrügen,Bestehlen,Drohen,massive Eifersucht und Gewalt waren an der Tagesordnung,dabei war der Versuch die Beziehung meinerseits trotz allem noch zu retten mit einer Therapie zu der ich auch mitgegangen und daran aktiv teilgenommen hätte,VÖLLIG aussichtslos-kein Interesse...

    • eb am 24.06.2019 20:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ksenia Dalevskaya

      Warum passiert einem so ein Mann dreimal?. Mir nur einmal und da war ich jung und dumm

    • Ksenia Dalevskaya am 25.06.2019 09:28 Report Diesen Beitrag melden

      Lange Lektion

      Ich habe einen IQ von über 140 war auch an einer Schule für Hochbegabte,dort lernt man darüber aber nichts,dazu bin ich hochsensibel und sehr empathisch,aus sehr gutem Haus also zu gut erzogen,man solle sich tugendhaft,sozial,mitfühlend,helfend,versöhnlich und gerecht anderen gegenüber verhalten Das ist MEINE Dummheit Und man kann(oder soll man das vlt doch?) nicht jedem Menschen unterstellen ein schlechter Mensch zu sein,man lernt einen solchen Menschen doch erst durch seine Taten kennen und diese folgen erst nachdem man sich emotional gebunden hat! Zudem sollen 5% aller Menschen so sein..

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  • Mary am 24.06.2019 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Anklage

    Das kann mich nicht mehr erinnern, kann man schon gar nicht mehr hören.