Niederösterreich

15. Juni 2018 11:00; Akt: 15.06.2018 18:11 Print

Mordalarm: Musste Baby sterben, weil es schrie?

Fassungslosigkeit in Ernstbrunn und bei Arbeitskollegen aus dem Wolfszentrum nach der schrecklichen Bluttat im Weinviertel.

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Es ist ein Drama, das sprachlos macht: Eine 41-Jährige Mutter soll ihr Kind erstochen haben und sich dann selbst schwer verletzt haben, vermutlich um zu sterben.

Die Mutter wird als zuverlässig und ordentlich beschrieben, arbeitete im nahen Wolfszentrum (Wolf Science Center Österreich). Seit der Geburt ihres Kindes war sie in Karenz.

Wie berichtet war der Lebensgefährte von der Arbeit in die gemeinsame Wohnung gekommen. Als er überall Blutspuren im Apartment sah, verständigte er sofort Rettung und Polizei. Laut Ermittlern wurde das Kind erstochen. Die Frau soll sich später selbst schwer verletzt und durch die Wohnung geschleppt haben. Für den Säugling gab es keine Hilfe mehr, die Mutter wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die Kleine soll ein sogenanntes Schreikind gewesen sein. Angeblich war die Mutter deshalb im Behandlung, weil sie es schwer ausgehalten hat. Weiters könnte sie an postnatalen Depressionen gelitten haben. Für die 41-Jährige gilt die Unschuldsvermutung.

Die Frau wird im Spital behandelt, konnte noch nicht einvernommen werden. Wenn sie in einem psychischen Ausnahmezustand gehandelt hat, könnte ihr ein Mordprozess erspart bleiben. "Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, wurde sichergestellt, ein Obduktionsergebnis ist für Montag zu erwarten" so der Erste Staatsanwalt Friedrich Köhl von der Staatsanwaltschaft Korneuburg.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mama am 15.06.2018 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Furchtbar

    Furchtbar, das arme Kind... Warum werden Mütter/Eltern in so einem Fall nicht öfter betreut oder unterstützt bzw. kontrolliert? Dem kleinen Engel im Himmel geht es hoffentlich gut.

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  • wolf198 am 15.06.2018 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Das Heulen der Wölfe

    Das Heulen der Wölfe hat Sie ausgehalten. Das Schreien Ihres Kindes nicht! Wäre Sie bei Ihren Wölfen geblieben! Hatten 6 Monate ein Schreikind, KEINEN Tag länger als 2 Stunden geschlafen, diese Zeit ging auch vorbei. Alles Andere ist Ausrede um seine eigene Unfähigkeit für ein Kind zu rechtfertigen! Mein Beileid dem Vater! Ruhe in Frieden Kleines!

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  • durango95 am 15.06.2018 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Strafe

    "Wenn sie in einem psychischen Ausnahmezustand gehandelt hat, könnte ihr ein Mordprozess erspart bleiben." --- Super, sie konnte noch nichtmal einvernommen werden und man weiss noch garnix, aber schon jetzt wird über Methoden der Strafersparnis / Milderung gemutmaßt. Schöne neue Welt. Naja, passt zumindest zum heutigen Denken und Handeln der Justiz.

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Grief&Sorrow am 17.06.2018 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Scham

    Ich hatte ein Schreikind und Postnatale Depressionen. Ja, ich habe mein Kind in Gedanken auf grausamste Art getötet. Jeden Tag. Die ersten 4 Mon. nach der Geburt bestanden darin, dass mein Sohn 23 Std & 30 Min auf mir lag. Und er wurde wach sobald ich mich bewegt habe oder tief eingeatmet habe! nein, ich konnte ihn nie ablegen-Gebrüll.30 Minuten am Tag für Essen, Toilett engang, Hygiene und Haushalt. Und ich habe es nur geschafft, weil irgendwann der Vater die Nächte übernommen hat! Ich hatte Scham. Man sieht ja wie hier andere Mütter urteilen, die eigentlich wissen wie es ist. Ekelhaft!

  • Freudenhäusel am 15.06.2018 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Jetzt schreibe ich es als allgemeinen Kommentar ,bevor ich allen moralisch entrüsteten ,die natürlich ALLE auch ein "Schreibaby" hatten und denen es UNDENKBAR erscheint ihr eigenes Kind zu töten extra antworte: Sie hat ihr Baby nicht getötet weil es geschrien hat, sondern weil sie plötzlich psychisch erkrankte- ein Postnatale Depression kann in eine Psychose münden das ist eine schwere Erkrankung- man ist nicht nur ein bisschen traurig oder überfordert. Und auch wenn viele es nicht lesen wollen,ohne Medikamente wird das nicht von selbst gut. Hab als Apothekerin tragische Fälle erlebt.

    • wolf198 am 16.06.2018 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      Unglaublich!

      Sie sollten aber als Apothekerin wissen, dass Medikamente noch abhängiger machen! Ein irrer Kreislauf beginnt! Ach so ja, Sie wollen ja die Pharmaindustrie unterstützen! Aus Erfahrung, da hilft nur eine starke Familie und viele Gespräche! Man muss dem Menschen und nicht den Pharmariesen helfen!

    • Spritzer Michl am 16.06.2018 17:16 Report Diesen Beitrag melden

      Rauch weniger, Wolf

      Ach so, was hätte die Frau denn deiner Meinung nach nehmen sollen? Ein paar homöopathische Tropfen, einen Hanftee und dazu die 5 Tibeter und alles wird wieder gut? Ja?

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  • Bernd am 15.06.2018 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Vater???

    Vielleicht war es doch der vater???? Das wäre eine plausiblere Erklärung. Womöglich weil er keinen sex mehr bekam und ihn kund und frau nervten. Bei migrantenmännern sitzen die messer ja besonders locker.

  • Mutter am 15.06.2018 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Hilfe

    Warum hat sie sich keine Hilfe geholt, wenn es ihr schlecht ging, es gibt genug Stellen, wo man fachliche Hilfestellungen bekommt.

    • Susi am 15.06.2018 13:34 Report Diesen Beitrag melden

      Schwierig

      Weil sich das viele nicht trauen das zuzugeben, aber sowas hätte dem Vater schon auffallen müssen...

    • Freudenhäusel am 15.06.2018 15:39 Report Diesen Beitrag melden

      Frau

      Eben WEIL sie nach der Geburt psychisch erkrankte. Nicht nur eine Lungenentzündung kann plötzlich auftreten.

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  • Luna 2 am 15.06.2018 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Babymord

    Jetzt ist sie bei den Engeln wo es ihr gut geht, besser als bei dieser Mutter . Armes Baby, armer Vater. Was ich von der Mutter halte kann ich hier nicht schreiben. Es ist erschreckend

    • Julia am 17.06.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      eine tragödie

      wieso armer Vater, hat der nichts gecheckt was mit seiner FRAU los ist. Ich wundere mich immer, wenn Frauen ihre eigene Kinder töten, scheint so als leben die Ehemänner auf einen anderen Planeten und haben rein gar nichts mit bekommen. Wer hat die Frau in diese situation gebracht, bestimmt nicht der Wolf, die Beziehung mit den Ehemann kann auf keinen fall glücklich gewesen sein.

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