Von Sicherheitsfirma

07. Dezember 2018 16:18; Akt: 07.12.2018 16:20 Print

Schwarzgeld-Vorwürfe gegen Waldhäusl

Schwere Vorwürfe gegen Asyllandesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ). Eine Sicherheitsfirma soll Schwarzgeld an ihn weitergegeben haben.

Der niederösterreichische Asyllandesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ).  (Bild: keine Quellenangabe)

Der niederösterreichische Asyllandesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ). (Bild: keine Quellenangabe)

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Der niederösterreichische Asyllandesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ), der in den letzten Tagen in der Causa rund um das Asylheim Drasenhofen in den Schlagzeilen war, steht nun unter Verdacht, Schwarzgeld kassiert zu haben.

Alle Beteiligten bestreiten die Vorwürfe, über die die Plattform "Addendum" am Freitag berichtet. Bei der Staatsanwaltschaft wird ermittelt.

Die Vorwürfe

Die Sicherheitsfirma "National Security Austria" (NSA) soll dem Landesrat Waldhäusl Geld dafür gezahlt haben, damit sie Aufträge von ihm bekommt. Das wäre illegal.

NSA arbeitet seit einem halben Jahr für das Land Niederösterreich. Es gab einen Auftrag für Rückkehrberatung von Flüchtlingen mit negativem Asylbescheid.

Ein Subunternehmer war dabei für die NSA tätig und stellte nach seinem Abschlussbericht an die Firma eine Honorarnote von 12.000 Euro, die auch bezahlt wurde.

Der Chef der NSA soll danach jedoch nocheinmal an den Subunternehmer herangetreten sein, um ihn zu bitten, eine Scheinrechnung über 60.000 Euro zu schreiben. Dieses Geld soll die Firma an das Büro Waldhäusl weitergegeben haben.

Ein Belastungszeuge

Dies sagt ein Belastungszeuge, der Subunternehmer selbst, aus. Der Chef der NSA sei eben nochmals zu ihm gekommen und habe gesagt: "Wir müssen dir noch was überweisen", weil es müsse noch "a bissl a Schwarzgeld" produziert werden. "Was heißt das?", soll der Subunternehmer zurückgefragt haben. Die Antwort der NSA: "Glaubst du, wir kriegen diese Aufträge von allein?"

Nach diesem Gespräch meldete sich der Belastungszeuge bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Er habe sich nicht auf die Scheinrechnung eingelassen: "Aber ich weiß mittlerweile, dass sie halt einen anderen Weg gefunden haben, sich diese Schwarzkohle zu machen. Das ist die Kohle, die sie weitergeben. An die Auftraggeber. Das ist das Büro Waldhäusl. Ganz ein klassischer Kick-Back", sagt er zu "Addendum".

Waldhäusl und NSA dementieren

Die Chefs der Sicherheitsfirma und auch Waldhäusl selbst dementieren diese Vorwürfe. Es gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

"Sämtliche erhobene Vorwürfe" würden jeder Grundlage entbehren, lassen die NSA-Chefs (zwei ehemalige Polizisten) über ihre Anwälte mitteilen. Das Projekt "Rückkehrberatung" sei abgeschlossen und abgerechnet. Ein zweites Projekt ("Sicherheitsberatung") laufe noch bis Ende des Jahres, da sei noch nichts abgerechnet worden. Der Vorwurf sei auch deshalb "geradezu absurd", weil selbst beide Projekte gemeinsam nicht eine solche hohe Summe (wie die angeblichen Scheinrechnung) ausmachen würden.

Auch Gottfried Waldhäusl dementiert die Vorwürfe. Es handle sich um "eine unklare Konstruktion von Unterstellungen, die aus unserer Sicht halt- und substanzlos sind und daher nicht weiter kommentiert werden", so der Landesrat in einer Aussendung.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz Absberg am 07.12.2018 16:39 Report Diesen Beitrag melden

    Man merkt die Absicht......

    Bekannte Methode unliebsame politische Gegner zu kriminalisieren!

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  • Lacke am 07.12.2018 17:16 Report Diesen Beitrag melden

    Sumpf

    Jetzt wollen sie ihn um jeden Preis fertigmachen, weil er ihnen nicht in ihr verlogenes Schema passt. Hoffe, dass bei der nächsten Wahl, einige Herrschaften weg sind.

  • Nil am 07.12.2018 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sielberstein die 2

    Sielberstein last grüßen das fällt mir dazu ein. Es wird mit allen Mitteln hauptsächlich Illegalen versucht Waldhäusl zu verjagen. Habe sicher nicht blau gewählt aber Waldhäusl setzt sich für uns Niederösterreicher ein und das manchen nicht. ( SPÖ, Grünlinge, Caritas, die Liste wäre unendlich

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • TantePolly am 09.12.2018 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist bei uns gängige Praxis und hat

    mit Politik nichts zu tun. Davon leben ja alle Lobbyisten und Vermittler. In der Rüstungsbranche fangen die "Werbegeschenke" vom Mercedes aufwärts an. Bei kleineren Aufträgen heißt das "Anerkennungszahlung" einer Privatfirma an einen Auftrag vergebenden Beamten. Daher kann man immer so einen Vorwurf leicht erheben aber kaum jemals beweisen weil jeder "Verräter" von künftigen Aufträgen permanent ausgeschlossen wird.

  • Martin am 09.12.2018 01:35 Report Diesen Beitrag melden

    Würde schon ins Bild passen

    schließlich hat die FPÖ mit 26 rechtskräftig verurteilten Politikern vier Mal soviele wie die SPÖ und ÖVP. (Quelle: Schmutzige Politik)

  • Neidhardt Mühling am 08.12.2018 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist nur der Neid

    Wieso die hochgehenden Wogen der Empörung. Geschmiert wurde seit der Römerzeit. In jeder Paetei, in jedem Land. So ist der Mensch nunmal. Bin mir sicher, wenn der Betrag stimmt, sind auch die größten Saubermänner käuflich.

    • Korbi am 09.12.2018 00:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neidhardt Mühling

      und das macht es ok?

    • Alex am 09.12.2018 01:39 Report Diesen Beitrag melden

      Ihrer Logik folgend:

      Frauen werden seit Jahrhunderten sexuell missbraucht, warum jetzt die Empörung?

    • Al ibi am 09.12.2018 06:29 Report Diesen Beitrag melden

      @ Neidhardt..

      Der Name der Gierigen in der rechtesten Ecke der Demokratoren?

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  • Hagen Creutz am 08.12.2018 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Linke kämpfen ums Überleben

    Beim Landbauer hat mans mit Liederbüchern probiert, beim Waldhäusl mit Schwarzgeld. Den linken ist nichts zu tief.

    • Korbi am 09.12.2018 00:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hagen Creutz

      addendum ist kein linkes Medium

    • Sark Ast am 09.12.2018 06:30 Report Diesen Beitrag melden

      Weil DER kein Liederbuch

      offen liegen hat.. und die Dolchstoßlegende 2.0... Der Aaarme Landbauer , komplett uuunschuuldig

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  • Rechtsstaat am 08.12.2018 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mimimi

    Da müssen die blauen Kampfposter aber ganz schön in die Tasten hauen. Ich wünsche ein stabiles Keyboard! Warum kommt eigentlich immmer ein ohne Argumente belegtes "aber die anderen", sobald es ähnliche Vorwürfe gegen politische Gegner gäbe würden diese hier ohne zu Fragen mit einer Fackel in der Hand besucht werden. Traurig! Sollte man nicht dafür eintreten, dass sich ALLE an die Regeln halten, auch wenn sie aus dem eigenen politischen Lager kommen? Sonst ist man halt genau um nichts besser, als was man anderen vorwirft!

    • SockenRambo am 08.12.2018 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rechtsstaat

      Das ist natürlich korrekt.. egal wen man wählt es müssen sich ALLE an die Regeln halten.. in Wahrheit tut es aber keiner!! Der Unterschied ist jedoch das die linken immer tun als ob bei ihnen das nie im Leben vorkommen könnte bzw sind sie immer schnell mit einer Anschuldigung OHNE Beweis bei der Hand!! Wie erwähnt.. Herr Landbauer. Was kam raus? Die Nazibilder hat ein Recht gezeichnet.. damit war das Thema schon wieder aus den Medien draußen!! Egal wer das Recht bricht jeder gehört gestraft!! Jedoch bitte zuerst Fakten auf den Tisch und nicht immer gleich das gehörsagte als unumstößliche Wahrheit annehmen nur weil es den Linken politisch gerade gut passt.

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