Asylheim-Debatte

30. November 2018 22:37; Akt: 30.11.2018 22:38 Print

Waldhäusl zur Schließung: "Sind keine lieben Kinder"

Das Projekt in Drasenhofen wurde gestoppt. FPÖ-Landesrat Waldhäusl versteht die Aufregung jedoch nicht.

Gottfried Waldhäusl versteht Kritik nicht. (Bild: picturedesk.com)

Gottfried Waldhäusl versteht Kritik nicht. (Bild: picturedesk.com)

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Am Vormittag verteidigte FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl noch die Zustände im Asylquartier Drasenhofen. Am Abend wurde plötzlich die Notbremse von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gezogen.

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Das Asylquartier wurde laut einer Stellungnahme vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung einer Prüfung durch die Kinder- und Jugendanwaltschaft unterzogen. Das Urteil ist mehr aber schlecht als recht ausgefallen: So sei die Unterkunft aus jugendrechtlicher Sicht im derzeitigen Zustand nicht geeignet.

Jugendliche haben Asylheim bereits verlassen

Für Waldhäusl ist die Kritik nicht verständlich. In der ZiB2 erklärte er, dass das Projekt offenbar deshalb gestoppt wurde, weil die "Toiletten verschmutzt" oder "die Wände zu kahl" seien. Den Verdacht auf Freiheitsberaubung wies der Landesrat entschieden zurück: "Das ist falsch!" Die Jugendlichen dürften das Heim verlassen, wann immer sie möchten. Einzige Voraussetzung: Eine Begleitperson muss mit. Und zwar zum Schutz für die Bevölkerung.

Denn wie Waldhäusl erklärt: "Das sind keine lieben Kinder." Unter den Jugendlichen finden sich laut dem Politiker "Männer", die teilweise bereits verurteilt wurden. Aus diesem Grund hätte man "die Unruhestifter" auch von den anderen Quartieren getrennt. Nur so könnte man anderen Asylwerber helfen, sich zu integrieren.

Die Landeshauptfrau erklärte zuvor auf Facebook: "Ich danke der Kinder- und Jugendanwältin für die genaue Prüfung. Ihre Empfehlungen sind unverzüglich umzusetzen. Ich habe den zuständigen Landesrat informiert und mit der Bezirkshauptfrau gesprochen, die die entsprechenden Maßnahmen sofort einleiten wird." Mittlerweile haben alle Jugendlichen das Asylheim verlassen und wurden in andere Quartiere untergebracht.

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(slo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klara am 30.11.2018 22:54 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Lob auf ihren Hausverstand

    Herr Landesrat Waldhäusl werfen sie nicht das Handtuch, die Mehrheit der Bevölkerung steht hinter ihnen. Tun und versuchen Sie bitte auch in Zukunft alles, damit wir gut und sicher leben können.

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  • Jasmine am 30.11.2018 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fraglich

    Manche liebe Menschen hier zu Lande wären froh, ein Dach über dem Kopf zu haben bzw. 3 mal am Tag eine Mahlzeit,.....

  • stealth71 am 01.12.2018 00:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sollte einer dieser Asylanten

    nun in der Obhut der Caritas erneut straffällig werden, dann sollte die Caritas auch finanziell haften und politisch haften sollte dann LH Frau Mikl Leitner

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • isabell am 14.12.2018 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    herr waldhäusl

    hat einen gesunden hausverstand und er hat richtig gehandelt .

  • Anna am 01.12.2018 14:13 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Waldhäusl hat Recht!

    Die Caritas soll dann auch für jene Jugendliche haften, die Straftaten begehen. Solche Jugendliche gehören unter Aufsicht und sobald sie volljährig sind, sofort abgeschoben. Wir brauchen den Zuzug ihrer Rudel- Verwandschaft nicht. Wie kommt der österr. Steuerzahler dazu?

  • Kannitverstan am 01.12.2018 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich fürchte da was.

    Weil es ein Blauer ist, darf es nicht sein, oder?

  • Andrea am 01.12.2018 11:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schutz vor Gewalt

    Ich finde der Waldhäusel hat das richtig gemacht , denn grobes Fehlverhalten und Straftaten müssen sanktioniert werden . Mit diesem linken Gehabe und Streicheleinheiten wird man diese Jugend nicht zur Ordnung bewegen . Ich verlange von der Politik SCHUTZ für unsere Bevölkerung !!!

    • Sciencer am 01.12.2018 17:08 Report Diesen Beitrag melden

      Im Ernst?

      Haben Sie schon mal was davon gehört, dass Menschen hinter Gittern von ihren Kollegen alles "Schlechte" lernen? Gefängnisse sind Weiterbildungsanstalten, sonst nichts. Sollten sich diese Menschen wider Erwarten "bessern", kriegen sie als ehemalige "Knackis" nie wieder einen Job. Folge: Verbrecher als Laufbahn.

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  • Wolfgang am 01.12.2018 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    normalerweise müsste Herr waldhäusl sofort zurücktreten. so ein handeln ist nicht tragbar. aber typisch FPÖ.

    • Kasperski am 01.12.2018 15:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wolfgang

      Eher die MiklLeitner sollte zurücktreten - zur Sicherheit der Bürger.

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