Künstliche Intelligenz

21. März 2019 16:55; Akt: 21.03.2019 17:03 Print

Roboter "Armar 6" hört auf Befehle und hilft aus

Sieht so die Zukunft aus? Im Rahmen einer Reise nach Deutschland und Frankreich besuchte LH Thomas Stelzer Forschungseinrichtungen und Firmen. Und traf dabei einen Roboter.

Der Roboter Armar 6 am Karlsruhe Institute of Technology (KIT) kann bereits bei einfachen Tätigkeiten helfen. Hier bringt er auf Zuruf einem Forscher eine Flasche. Der Roboter kann die Flasche erkennen, ergreifen, aufheben und bringen.
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Er sieht aus wie E.T., heißt Armar 6 und kann schon im Lager helfen. Er erkennt Gegenstände, kann sie greifen, hört sogar, wenn ein Arbeiter Hilfe braucht.

Bisher spricht er zwar nur englisch, aber der Roboter am KIT (Karlsruhe Institute of Technology) leistet schon Beeindruckendes.

Zwei Jahre lang wurde er entwickelt, erzählen die Forscher beim Besuch einer Delegation aus OÖ um LH Thomas Stelzer.

Künstliche Intelligenz im Fokus

Künstliche Intelligenz (KI) ist auch hier allgegenwärtig. Das lässt sich Deutschland einiges kosten. Mit über 9.000 Beschäftigten und einem Jahresbudget von knapp 800 Millionen Euro ist das KIT eine der weltweit größten Forschungseinrichtungen.

Ein Fokus: Deep Learning in der Bildverarbeitung. Was komplex klingt, wird uns alle bald betreffen und im besten Fall helfen.

Maschinen helfen bei Diagnosen

Etwa in der Medizin. So können Computer immer besser Bilder erkennen und analysieren. Etwa bei Krankheiten. Röntgenbilder oder andere Befunde werden schon heute sicherer und besser von Maschinen analysiert als von Experten.

Oder in der Autoindustrie. Selbstfahrende Fahrzeuge beispielsweise. Sie funktionieren nur, wenn das Auto die Bilder aus den Kameras richtig auswertet, Autos oder Hindernisse erkennt.

Die Linzer Uni hat mit dem KIT im Rahmen eines EU-Forschungsprogrammes bereits Kontakte, die vertieft werden sollen. Stelzer: "Die Zusammenarbeit im Bereich künstliche Intelligenz ist besonders wichtig."


Die Delegation um LH Thomas Stelzer besuchte in Karlsruhe auch die Niederlassung des Feuerwehr-Auto-Riesen Rosenbauer. In Karlsruhe werden Drehleitern und Hubrettungsbühnen für die ganze Welt produziert.

LH Stelzer in Frankreich und Deutschland


Grand Est als Sprungbrett für OÖ

Gut 80 Kilometer weiter südlich, auf der anderen Seite des Rheins in Frankreich, ist KI ebenfalls in aller Munde. Die Region Grand Est – eine neue französische Region, die 2016 aus dem Elsass, Champagne-Ardenne und Lothringen entstanden ist – ist eines der am stärksten industrialisierten Gebiete Frankreichs.

Die Hauptstadt der Region ist Straßburg. Die Region ist für Firmen aus Österreich ein Sprungbrett in den französischen Markt.

Kooperation unterzeichnet

Um die Zusammenarbeit zu stärken, unterzeichneten LH Thomas Stelzer und Jean Rottner, der Präsident der Region Grand Est, am Mittwoch in Straßburg eine Rahmenvereinbarung zur Zusammenarbeit, beispielsweise in der Forschung.


Im Video erklärt Thomas Stelzer, warum die Kooperation mit der Region Grand Est für Oberösterreich wichtig ist.

Am Institut National des Sciences Appliquées (INSA) in Straßburg zeigt sich, wie gut diese Zusammenarbeit bereits funktioniert. 2.000 Studierende lernen hier. Die INSA arbeitet mit der FH Wels zusammen, Studenten aus Frankreich sind einige Zeit in Wels, Oberösterreicher studieren in Straßburg.

Julien (21) studierte in Wels

So zum Beispiel Julien Forjonnel. Der 21-Jährige aus Colmar war im Vorjahr von Februar bis Juli in Wels, studierte dort an der FH mit Schwerpunkt erneuerbare Energien. Nun ist er zurück in Frankreich, spricht mit Begeisterung von der Zeit in OÖ.

"Wenn es gelingt, ausländische Studierende nach OÖ zu bringen, dann bleiben einige vielleicht hier, auch wegen der hohen Lebensqualität", so LH Stelzer. Das könnte auch im Kampf gegen den Fachkräftemangel helfen.

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(rep)

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