Vorerst für 14 Tage

12. Februar 2019 13:39; Akt: 12.02.2019 14:13 Print

DJ-Mord: Jetzt U-Haft über Ehefrau (38) verhängt

Wie "Heute" erfuhr, wurde am Wiener Landesgericht nun die Untersuchungshaft über die dringend tatverdächtige Ehefrau des erstochenen DJs verhängt.

Nach der Bluttat in Wien-Liesing sitzt die Ehefrau nun für zumindest 14 Tage in der Justizanstalt Wien-Josefstadt. (Bild: Helmut Graf, privat)

Nach der Bluttat in Wien-Liesing sitzt die Ehefrau nun für zumindest 14 Tage in der Justizanstalt Wien-Josefstadt. (Bild: Helmut Graf, privat)

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Drei Tage nach der fürchterlichen Bluttat in einer Siedlung in der Wiener Karl-Heinz-Straße wurde die Verdächtige heute dem Haft- und Rechtsschutzrichter am Wiener "Landl" vorgeführt.

Der Jurist verschaffte sich einen Überblick über den bisherigen Ermittlungsstand der Kriminalpolizei, arbeitete den Akt durch und hörte die Verdächtige und ihren Verteidiger. Dann kam er zum Schluss, dass über die unter Mordverdacht stehende Jasmina M. die Untersuchungshaft verhängt wird – dies bestätigte Gerichtssprecherin Christina Salzborn auf "Heute"-Anfrage. In 14 Tagen findet dann die nächste Haftprüfung statt.

Opfer arbeitete als DJ

Wie von "Heute" berichtet, kommen immer mehr tragische Hintergründe ans Tageslicht: Das Opfer war im Wiener Nachtleben ein Hit: Arnel M. (40) legte als "DJ Flava" in In-Lokalen wie dem "Camera Club", dem "Palais Palffy" oder dem einstigen "Lutz Club" auf. Ein Kollege zeigte sich gegenüber "Heute" tief betroffen:

"Er war ein sehr netter Typ, der gerne das ein oder andere Glas Wodka getrunken hat – aber niemals aggressiv war, auch nicht gegenüber betrunkenen Nachtschwärmern. Er liebte die Partyschiene, Hip-Hop und spanische Musik."

Ehe aus dem Takt

Nach 16 Jahren dürfte seine Ehe zuletzt aber aus dem Takt geraten sein. Gattin Jasmina (38) sagte bei der Polizei aus:
"Mein Mann drosch die Kinder und mich seit Jahren mit einem Gürtel."

Am Samstag soll er seine Stieftochter, eine HTL-Schülerin (18) im Maturajahr, wieder einmal misshandelt haben. Jasmina M., die gerade ein Sackerl Tiefkühl-Pommes aufgeschnitten hatte, wollte ihrer Tochter beistehen. In Rage traf sie Arnel M. einmal mit dem 20-Zentimeter-Küchenmesser in den Oberkörper.

Fotos: Hier geschah die Bluttat

Bluttat in Wien-Liesing

Er war laut der Verdächtigen fuchsteufelswild auf die Ehefrau zugestürzt. "Ich wollte ihn doch nicht töten. Was soll jetzt bloß aus unseren beiden Kindern werden", schluchzte Jasmina M. im Verhör.

Enormer Schock für Familie

Völlig fassungslos reagierten auch die in Bosnien lebenden Angehörigen des Opfers auf die Todesnachricht. Erst gestern erfuhren sie von dem Gewaltverbrechen. "Arnel war ein liebevoller Vater und hat seine Frau auf Händen getragen", sagte sein Bruder Azor zu "Heute".

Und: "Sie waren beide sehr temperamentvoll, haben oft gestritten – sich aber auch wieder vertragen." Laut dem 38-Jährigen steht die ganze Familie unter Schock: "Meine Mama und meine Schwester brachen heulend zusammen und mussten sogar ins Spital gebracht werden. Wir können uns das alles nicht erklären."

Azors Frau: "Jasmina war wie eine Schwester für mich." Gegen Jasmina M. wird nun wegen Mordverdachts ermittelt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Video vom Tatort

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ev am 12.02.2019 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Schein

    Aus eigener Erfahrung weiss ich dass sich solche gewalttätigen Typen außerhalb der Familie meist ganz anders verhalten.Wie oft hörte ich schon den Satz,der soll seine Frau schlagen,niemals

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  • zimbo am 12.02.2019 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    Wiener Alltag !

    Rette sich, wer kann.

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  • Karlheinz am 12.02.2019 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Befreiungstat

    Es war Notwehrüberschreitung. Sie wird auch nicht mehr als 1 Jahr Haft bekommen. Er war ein Tyrann mit zwei Gesichtern, die Kinder werden es ebenfalls vor Gericht bezeugen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Karlheinz am 12.02.2019 18:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Befreiungstat

    Es war Notwehrüberschreitung. Sie wird auch nicht mehr als 1 Jahr Haft bekommen. Er war ein Tyrann mit zwei Gesichtern, die Kinder werden es ebenfalls vor Gericht bezeugen.

  • Grantscherben am 12.02.2019 16:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausen hui, innen pfui

    Bei meinem Ex hätte auch niemand den Schläger vermutet. aber da 2Kinder da sind, wird sich ja die Anschuldigung schnell klären lassen

  • Jock Disky am 12.02.2019 16:30 Report Diesen Beitrag melden

    Der RSA-Brief vom Asozialamt

    Mordverdacht? Wer wird denn so böswillig sein, auf so einen fernliegenden Verdacht zu kommen? Ebensogut lönnte man den Briefträger verdächtigen, der immer die Einschreibebriefe bringt. Wenn die nicht wären, hätte er ein leichteres Leben. Da könnte er das Schicksal lobpreisen, das ihm durch die Postkastln unten beim Eingang zur Stiege 29 den Weg zur Yasmina erspart, denn mit der ist nicht gut Kirschen essen.

  • Elvira am 12.02.2019 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn der

    Rest der Familie nicht in Österreich war, woher will dieser Teil der Verwandtschaft wissen wie er mit seiner Familie umgegangen ist? Ich weiß aus eigener Erfahrung wie sehr sich Menschen verstellen können um nach außen hin den Schein zu wahren. Die Opfer werden als Lügnerlnnen dargestellt oder hysterisch

  • ev am 12.02.2019 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Schein

    Aus eigener Erfahrung weiss ich dass sich solche gewalttätigen Typen außerhalb der Familie meist ganz anders verhalten.Wie oft hörte ich schon den Satz,der soll seine Frau schlagen,niemals

    • Man fragte Newton: warum sind Sie so gen am 12.02.2019 17:27 Report Diesen Beitrag melden

      Newton: "durch beharrliches Nachdenken"

      Dein comment ist besonders wertvoll, denn er erspart mir den Ankauf der "Rätselkrone". Obgleich ich in den Wissenschaften nicht unerfahren bin, schaffte ich es erst beim 3.Mal durchlesen, diesen Wortsalat zu entschlüsseln und auf Vorderfrau zu bringen. Der erste Satz ist ja ganz manierlich, aber der zweite und letzte ... Die von mir lektorierte Version lautet: >> Wie oft hörte ich schon den Satz "Der soll seine Frau schlagen? Niemals!" <<

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