Bluttat in Favoriten

26. September 2017 22:22; Akt: 26.09.2017 22:29 Print

Ehrenmord: Getötete 14-Jährige hatte einen Freund

Mit mehr als 20 Messerstichen wurde das Mädchen in Wien-Favoriten vom eigenen Bruder ermordet. Jetzt wird auch ihr Vater als Beschuldigter geführt.

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Der blutige Messermord an einer 14-jährigen Afghanin schockte am vergangenen Montag ganz Wien. Bakhti S. war in einem Innenhof in der Puchsbaumgasse (Favoriten) mit mehr als 20 Stichen grausamst ermordet worden. Der mutmaßliche Täter: Ihr 18 Jahre alter Bruder.

Erst eine Woche vor ihrem Tod war die Teenagerin von zu Hause in ein Krisenzentrum des Wiener Jugendamtes geflohen. Sie habe sich daheim zu sehr eingeengt und "unter Druck" gefühlt, so die Betreuer.

Opfer hatte einen Freund

Einem Bericht der "Kronen Zeitung" (Dienstagsausgabe) zufolge, soll die 14-Jährige schon einen Freund gehabt haben. Ob das der Grund für ihre Flucht war? Man weiß es bis dato noch nicht. Über dessen Identität ist nichts bekannt, auch nicht wie weit die Beziehung tatsächlich ging, oder sie Auswirkungen auf ihren Auszug hatte.

Ihr 18-jähriger Bruder hatte sie, nach eigener Aussage, durch Zufall in der U1-Station Reumannplatz getroffen.

"Sie war frech, da habe ich die Kontrolle über mich verloren", sagt Hikmatullah S. (18) in den Einvernahmen der Kripo über die entsetzliche Bluttat an seiner Schwester.

Bilder einer Überwachungskamera zeigen allerdings den späteren mutmaßlichen Täter, wie er ruhig hinter seiner Schwester auf einer Rolltreppe steht.

War es ein Ehrenmord?

Laut dem neuen Anwalt des 18-Jährigen, Manfred Arbacher-Stöger, Nein. Die Eltern wollen nichts von den blutigen Absichten des 18-Jährigen gewusst haben.

Jedoch zeigt das selbe Überwachungsvideo auch den Vater, wie er kurz vor der Bluttat, den Sturzhelm von Hikmatullah S. aus der Station holte.

Es sieht "nicht so aus, dass es sich um einen Ehrenmord handelt", sagte der Rechtsverträter des Killer-Bruders laut einem "ORF-Bericht". "Von einer Beauftragung kann keine Rede sein".
Allerdings bestätigte der Jurist: Auch dessen Vater wird aktuell als Beschuldigter in dem Fall geführt.

Für Hikmatullah S. und seine Familie gilt die Unschuldsvermutung.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alfred Gorbach am 27.09.2017 05:31 Report Diesen Beitrag melden

    Integration hat versagt.

    Was macht der Integrationsminister - viel reden und gute Ideen hat er ja, aber umgesetzt ist nichts. Diese Familie ist 8 Jahre in Österreich, die Mutter spricht kein Wort Deutsch, der Vater kann sich Alltag auch kaum artikulieren. Das einzige was sie geschafft haben - die Sozialhilfe zu beantragen und ja nicht zu arbeiten. Die Integration hat versagt.

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  • Michi am 27.09.2017 04:18 Report Diesen Beitrag melden

    Alter

    Bevor dem Vater irgendwas geglaubt wird, sollte man zuallererst das tatsächliche Alter der Kinder feststellen. Angeblich sind diese doch älter. Das ist ein Beweis, den man ohne Worte machen kann. Stellt sich das als schwerer Sozialbetrug heraus, hat man eine Basis, auf der man aufsetzen kann.

  • Bertl.K. am 26.09.2017 22:38 Report Diesen Beitrag melden

    Alle außer Rand und Band

    Hier verlieren schon ein bisschen viele die Kontrolle. PS: Liebes Heute Team, es heißt "Rechtsvertreter", nicht ...verträter ;-)

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Lisbeth am 27.09.2017 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    Analphabeten

    Dir Eltern Analphabeten, wer füllt denen die Anträge aus. Diese Personen haben natürlichen kein schlechtes Gewissen.Oder??Da hätten sich die Caritasmitarbeiter aber mehr einbringen müssen .Aber genau wie das Jugendamt von nix gewust.

    • Censorship am 27.09.2017 16:38 Report Diesen Beitrag melden

      @Lisbeth

      Das Jugendamt weiß auch nichts davon, dass unsere türkischen Mitbürger ihre 2 jährigen Kinder bis 00:00 aufbleiben lassen... ;) Soll meinen, fliegt kein Kind aus dem Fenster, ist denen alles egal...

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  • Möbelhaus am 27.09.2017 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre es nicht

    wirklich das Allergescheiteste diese ganzen Ehrenkordidioten in deren Heimatländer zurückzuschicken ?? Braucht doch keiner da, diese Irren...

  • zimbo am 27.09.2017 05:54 Report Diesen Beitrag melden

    Wie alt ist der Bruder wirklich ?

    Sie soll ja 20 sein.Und dann stellt sich noch die Frage, wieso die Betrügersippe noch da ist.Für den Mord Mindeststrafe 1Jahr ist ja auch der absolute Wahnsinn.Da wünsch ich mir die Justiz im Yemen.Und wer zahlt die Staranwälte ??

  • Alfred Gorbach am 27.09.2017 05:31 Report Diesen Beitrag melden

    Integration hat versagt.

    Was macht der Integrationsminister - viel reden und gute Ideen hat er ja, aber umgesetzt ist nichts. Diese Familie ist 8 Jahre in Österreich, die Mutter spricht kein Wort Deutsch, der Vater kann sich Alltag auch kaum artikulieren. Das einzige was sie geschafft haben - die Sozialhilfe zu beantragen und ja nicht zu arbeiten. Die Integration hat versagt.

    • Angelika. am 27.09.2017 17:26 Report Diesen Beitrag melden

      @Alfred Gorbach

      Herr Gorbach! Was heißt die Integration hat versagt? Mich würde einiges interessieren: Haben Sie für Flüchtlinge gespendet oder wenigstens ehrenamtlich mitgeholfen? Ich bin 2015 während der Flüchtlingskrise mit einer brennenden Kerze in der Hand an der Grenze gestanden und habe mich über jeden gefreut, der es zu uns geschafft hat! Selbstverständlich habe ich nahezu meine ganze Freizeit und Kraft aufgewendet um den Flüchtlingen zu helfen, wo es nur geht! Und Sie???

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  • Michi am 27.09.2017 04:18 Report Diesen Beitrag melden

    Alter

    Bevor dem Vater irgendwas geglaubt wird, sollte man zuallererst das tatsächliche Alter der Kinder feststellen. Angeblich sind diese doch älter. Das ist ein Beweis, den man ohne Worte machen kann. Stellt sich das als schwerer Sozialbetrug heraus, hat man eine Basis, auf der man aufsetzen kann.