Grapscher mit Nasenbruch

03. Januar 2019 05:30; Akt: 04.01.2019 16:59 Print

Frau (21) verteidigte sich: Jetzt droht ihr Prozess

von W. Pohl - Jener 21-jährigen Touristin aus der Schweiz, die einem Grapscher zu Silvester die Nase gebrochen hat, könnte sogar ein Strafverfahren drohen.

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Die Faktenlage zum Nasenbeinbruch am Silvesterpfad vor dem Rathaus (City) ist schnell erzählt:

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Eine 21-jährige Touristin wehrt sich gegen 1.30 Uhr Früh mit einem reflexartigen Faustschlag ins Gesicht eines Afghanen, der ihr zuvor an das Gesäß gegriffen hatte. Der 20-Jährige wurde wegen sexueller Belästigung angezeigt - "Heute.at" berichtete.

Aber auch gegen das Opfer wurde wegen des Nasenbeinbruchs Anzeige wegen "schwerer Körperverletzung" erstattet. Das sorgt auf "heute.at" für heftige Debatten.

Der Tenor reicht von "verständlicher Selbsthilfe" bis zu "Frechheit – warum wird die Frau überhaupt angezeigt?".

Dabei spricht die Polizei in ihrem Bericht von
einem "reflexartigen Schlag mit der Faust", muss das aber als Offizialdelikt formal anzeigen. Die Strafverteidiger Rudolf Mayer und Alfred Boran gehen verschiedene Optionen durch.

Mögliche Konsequenzen:

■ Die Staatsanwaltschaft legt die Anzeige zurück. Begründung: Die Tathandlung ist als Notwehr oder Reflex einzustufen. Keine rechtlichen Folgen.

■ Es wird ein Gerichtsverfahren geführt, das mit einem Freispruch der Frau endet.

■ Das Gericht erlässt eine Diversion (Angebot der Staatsanwaltschaft; Anm.) die mit einer Pauschalzahlung von rund 500 Euro berechnet wird.

■ Eine Verurteilung der Frau in Form einer bedingten oder teilbedingten Haftstrafe schließen beide Verteidiger allerdings dezidiert aus.

Wie man sich effektiv gegen Angreifer wehrt – Polizeiausbildner Bernd Leitenberger zeigt es im "Heute"-Video:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • katja am 02.01.2019 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    unglaublich!

    na endlich wehrt sich einmal eine frau gegen diese sexualtäter - die anzeige, die die frau erhalten hat, ist schlichtweg eine provokation!

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  • Hannah am 02.01.2019 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ich finde sie hat alles richtig gemacht

    Bravo. Findet sich ein Promi-Anwalt der diese mutige Frau verteidigt?

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  • Bertl72 am 02.01.2019 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Körperverletzung vs. Notwehr

    Sollen sich die Frauen wirklich alles gefallen lassen. Meines Erachtens ist es reine Notwehr. Was soll noch weiter passieren bis sich eine Frau wehren darf OHNE gleiche eine Anzeige zu erhalten. In welcher Welt leben wir schon?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Kirsten am 08.01.2019 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig gemacht

    Finde das hat sie richtig gemacht

  • Ignaz Gartngschirrl am 06.01.2019 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gerechtfertigt

    Red Nose Day mal anders...gefällt mir!

  • Peter Völlenklee am 06.01.2019 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Die Frau hat sich nur verteidigt

    Es ist unerhört, die Frau hatte vollkommen recht, man müsste ihr einen Glückwunsch aussprechen. Den Mann gehört ein Denkzettel verpasst. Er wird sich in Zukunft überlegen wie man sich einer Frau gegenüber verhalten sollte. Sie hat sich nur verteidigt.

  • Reinhard am 06.01.2019 11:00 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizerin

    Absolut richtig reagiert, Anzeige vom Opfer ist eher proformhalber. Jeder hat das Recht sich zu wehren, keine Abwehr ist überzogen, denn jeder empfindet in seiner Angst anders.

  • Hilfe am 06.01.2019 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Regenbogenparade

    Eine Schweitzerin zeig wo es lang geht WO ist die Frauen Power in Ö.....?