Ministerin Schramböck

19. November 2018 05:30; Akt: 18.11.2018 20:18 Print

"Gymnasien produzieren am Markt vorbei"

Wirtschaftsministerin Schramböck (VP) kritisiert das heimische Bildungssystem: "Ich glaube, dass die Gymnasien oft am Markt vorbeiproduzieren."

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. (Bild: Sabine Hertel)

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. (Bild: Sabine Hertel)

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Wirtschaftsministerin Schramböck (VP) übt Kritik am heimischen Bildungssystem: "Mit vielen Studienrichtungen fangen die Unternehmen nichts an. Ich glaube, dass die Gymnasien oft am Markt vorbeiproduzieren", sagte sie in den "Oberösterreichischen Nachrichten" mit Blick auf Fachkräftemangel und Überakademisierung.

Es müsse viel früher aufgezeigt werden, was es in den Betrieben gebe. Die Rot-Weiß-Rot-Karte sei "zu bürokratisch". Daher solle etwa der "Nachweis einer ortsüblichen Unterkunft", schon bevor man in Österreich ist, gestrichen werden. Auch das Alter als Qualitätskriterium "macht keinen Sinn".

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans am 19.11.2018 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Am Bedarf vorbei

    Wo liegt denn das Problem? Der nationale Bedarf an Studienabschlüssen wird nicht einmal detailliert erfasst, geschweige denn, dass die Universitäten ihr Studienangebot daran ausrichten. Uns fehlt es an Heizungsinstallateuren, Fliesenlegern, Metallhandwerkern etc. Und produziert werden zB 2.000 Kunsthistoriker alleine an der Uni Wien jedes Jahr. Und dann beschwert man sich, dass diese Leute im Wolkenkuckucksheim leben und sich ständig neue irrwitzige Forderungen an die Gesellschaft ausdenken. Die Realitätsferne einiger Bevölkerungsgruppen kommt genau so zustande!

  • Christian am 19.11.2018 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    "am Markt vorbei" ???

    Ja, ganz bestimmt wenn ich mir ansehe was da so in den Unis herumläuft ! 35 % bis 40 % hätte es vor 30 bis 40 Jahren nicht einmal bis vor den Eingang geschafft. Und das liegt nicht an der Chancengleichheit, sondern am mehr als deutlich gesenkten Anforderungsniveau, sodass heute schon das Mittelmaß im Gymnasium herumgurkt!

  • zimbo am 19.11.2018 06:25 Report Diesen Beitrag melden

    Macht sehr wohl Sinn !

    Offenbar wird da nicht der Gesamtschaden gerechnet, nur dem eigentlichen Klientel (nicht dem Steuerzahler) zugericht.Sagt aber viel über Partei und Gesinnung aus.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Maschinenmensch am 19.11.2018 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    verschiedene Ziele

    die Maschine Gymnasium fertigt also ein Produkt (Maturant), welches nicht sofort ausgenutzt, überbeansprucht, unterbezahlt werden kann und sich lebenslang auf Freiwilligkeit verpflichtet?

  • Gymnasien am 19.11.2018 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    da hat wohl wer nicht seine

    Hausaufgaben gemacht, Gymnasien produziert, um dieses Wort zu übernehmen, Grundbausteine für die Uni, was die Leute dann studieren, ist ihnen selbst überlassen. Das Gymnasium ist nur zur Grundlagenbildung da, studiert und was studiert wird, entscheiden die Personen, nicht die Gymnasien. Da kann man nicht an der Wirtschaft vorbei produzieren. Neuer Versuch "Allgemein Bildung" abzuschaffen?

  • schrumpfkopf am 19.11.2018 10:08 Report Diesen Beitrag melden

    fachkraft

    bevor ich einen maturanten einstelle, bevorzuge ich einen Facharbeiter, denn für seine arbeit braucht er keine quadratische Gleichung lösen.

  • Christian am 19.11.2018 08:42 Report Diesen Beitrag melden

    "am Markt vorbei" ???

    Ja, ganz bestimmt wenn ich mir ansehe was da so in den Unis herumläuft ! 35 % bis 40 % hätte es vor 30 bis 40 Jahren nicht einmal bis vor den Eingang geschafft. Und das liegt nicht an der Chancengleichheit, sondern am mehr als deutlich gesenkten Anforderungsniveau, sodass heute schon das Mittelmaß im Gymnasium herumgurkt!

  • Susanne am 19.11.2018 08:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so!

    Gymnasien und Universitäten sollen NICHT für den Markt ausbilden, sondern für die Forschung. Leider ist das schon lange nicht mehr der Fall und an Österreichs Unis bestimmen Bill Gates, Monsanto und Herbert Diess was im Lehrplan steht. Es geht schon lange nicht mehr um den Fortschritt und darum möglichst vertieftes Wissen zu vermitteln, sondern einzig darum viele Arbeitskräfte (möglichst billig natürlich dank Bachelor) auf den Stellenmarkt zu bringen. Wir brauchen einen Schritt WEG von der Wirtschaft und wieder hin zur Forschung

    • Hans am 19.11.2018 09:15 Report Diesen Beitrag melden

      Für freie Forschung und planbare Zukunft

      Kennen Sie die Universitäten, auf Mitarbeiter- und Forschungsebene von Innen, @Susanne? Ich schon. Mitarbeiter in der Forschung ist sehr oft ein prekäres Beschäftigungsverhältnis. Man hangelt sich von befristetem Vertrag zu Vertrag. Außerdem gibt es heute, das war früher nicht so, ideologisch motivierte Forschungsverbote. Natürlich nicht explizit, faktisch aber, über gesellschaftlichen und universitären Druck, durchaus. Leider greift das inzwischen auch auf die Naturwissenschaften über. Ich habe mir das jedenfalls nicht lange angetan.

    • Lebensfremd am 19.11.2018 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      Vorschlag

      wie wäre es, wenn man auf Schulen fürs Leben lernt? Nicht für die Arbeit? Arbeit ist sowieso ein Großteil des Lebens.. Aber die Schule einer Maschine gleichzusetzen und die Maturanten das "fertige" Produkt zeugt von der Lebensnähe dieser Wirtschaftlerin

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