Indexierung

09. Oktober 2018 15:40; Akt: 09.10.2018 15:49 Print

Regierung kürzt Kindern im Ausland das Geld

Sowohl die EU-Kommission als auch die Nachbarstaaten sind strikt gegen das Vorhaben. Schwarz-Blau wird sich davon nicht beirren lassen.

Ab 2019 soll das Gesetz bereits in Kraft treten. (Bild: picturedesk.com)

Ab 2019 soll das Gesetz bereits in Kraft treten. (Bild: picturedesk.com)

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Die Regierung macht bei der sogenannten "Indexierung" ernst: Dabei geht es darum, dass Kinder, die im Ausland leben, weniger Familienbeihilfe bekommen sollen.

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Das bekannteste Beispiel, das immer wieder herangezogen wurde, war jenes der slowakischen Pflegerin: Bislang bezog diese Familienbeihilfe bis zu 165 Euro. In der Slowakei würde sie jedoch nur 24 Euro pro Kind bekommen. Auf diese Summe soll das Kindergeld in Zukunft auch reduziert werden.

Start bereits 2019

Widerstand gibt es sowohl von den Nachbarstaaten als auch von der EU-Kommission. Diese will gegen das Vorhaben klagen. Der Grund: So eine Kürzung ist EU-rechtswidrig.

Trotz allem wird die Kürzung am Dienstag im Familienausschuss im Parlament beschlossen, berichtet "kurier.at". Am 24. Oktober steht formal der Beschluss im Plenum an. Wahrscheinlich eine reine Formalität, da da die FPÖ und ÖVP eine klare Mehrheit hat. Anfang 2019 soll das Gesetz dann in Kraft treten.

Keine große Ersparnis

Die SPÖ lehnt das Vorhaben strikt ab. Familiensprecherin Birgit Sandler zur Indexierung der Familienbeihilfe: "Für die SPÖ gibt es einen klaren Grundsatz und der heißt: Jedes Kind ist gleich viel wert. Die Herkunft kann man sich nicht aussuchen."

Die Einsparungen seien zudem auch nicht sonderlich groß. Jährlich werden 4,7 Milliarden Euro an Kindergeld ausgeschüttet. Davon fließen lediglich 273 Millionen Euro ins Ausland. Nach der Anpassung erspare man sich womöglich knapp über 100 Millionen Euro.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritischer Geist am 09.10.2018 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    endlich!

    Eine längst überfällige Regelung, die unter linker Regierungsbeteiligung nie gekommen wäre.

  • Oliver am 09.10.2018 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich das schon wieder lese

    Diese typische Haltung von manchen Politikern, die nicht ihr eigenes Geld aus dem Fenster schmeißen: Bringe ja nur eine Ersparnis von gerade einmal 100 Millionen Euro Und wenn es nur eine 1 Million einsparen würde, ist es immer noch 1 Million die man im Inland ausgeben kann für den eigenen Bürger. Und wenn ausländische Arbeiter in Österreich ein Problem damit haben, dann bringt das Kind einfach hierher, dann bekommt ihr auch den österreichischen Satz zu Kindesunterstützung Ich zahle keine Steuern damit andere ihre Familien im Ausland mit Kindergeld unterhalten

  • Mirnesa87 am 09.10.2018 16:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super schwarz-blau

    Laut SPÖ: Jedes Kind ist gleich viel wert..ja das stimmt,aber nur wenn sie in Österreich sind!!!Jedes Land hat andere Lebenserhaltungskosten,und an das sollte auch das Kindergeld angepasst werden!Richtig so!!Und die 100 Millionen sollten gleich für Alleinerziehende und Kinder aus armen Familien eingesetzt werden

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Anonymus am 14.10.2018 10:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht alles was Gold ist, glänzt.

    Wir leben in der EU und haben uns auch daran zu halten. Es gibt sehr viele Ausländische Arbeiter, die nur hier sind, da sie auch Kindergeld für ihre Kinder im Ausland beziehen. Das ist auch gut so, da wir sehr viele gute Facharbeiter verlieren würden, wenn es nicht so wäre. Viele Österreicher und Östereicherinnen sind sich für gewisse Arbeiten viel zu schade. In meiner Küche arbeiten ausschließlich Slowaken und Ungarer, ein Pakistaner, und ein Deutscher. So: nimmt man die weg, steht man als Seöbstständiger alleine in der Küche. Sehr schön! Danke Regierung. Nicht alles was Gold ist, glänzt.

  • Dirtsa am 11.10.2018 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Gesetze gegen Sozialtourismus

    erlassen Das ist eine gerechte Sache! Für Kinder die hier leben benötigen Eltern viel viel mehr Geld zum Leben, während Eltern in Rumänien, Bulgarien, Polen, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Kroatien im Vergleich zu Österreich viel geringere Lebenshaltungskosten haben! Das ist mehr als ungerecht, manche Leute aus allen diesen genannten Ländern leben sogar ausschließlich mit unseren Sozialgeldern, haben mal ein paar Monate hier gearbeitet und sich zu acht Personen in einem Zimmer angemeldet nur um weiter Sozialgelder abzukassieren! Das gehört sofort unterbunden, wie kommen wir dazu???

  • Mr. A-Team am 10.10.2018 23:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hört sich Toll an,...

    ABER: es wird Indexiert! Wers nicht kapiert hat: wer in einem Staat, der mehr Geld für die Kinder ausgibt, seine Kinder hat, und hier Arbeitet, bekommt mehr Geld als bisher! Dies gilt z.B.: für Personen aus den Benelux-Staaten... Insgesammt also ein Nullsummenspiel, welches uns noch viel kosten wird, denn ein EuGH Urteil ist Fix, und dann können wir alles Rückgängig machen, die Unterbezahlten Eltern das Zuwenig bezahlte Gelt nachzahlen, bekommen aber das Zuviel bezahlte Geld nicht Zurück... Übrigens: wer hier Arbeitet, zahlt auch hier Steuern, also nur eine dumme Ausrede...

    • Ehrlichkeit am 11.10.2018 07:29 Report Diesen Beitrag melden

      A- TEAM...

      Keine Ausrede.Es gibt inzwischen hunderttausende Bezieher aus den OST- Ländern, wenige aus den Beneluxländern! Der gesamte Osten lebt bereits von unseren Sozialgeldern! Sehr oft arbeiten diese Leute aus dem Osten gerade so lange, bis sie die Sozialgelder abgreifen können, melden sich zu mehreren Leuten in einem Zimmer in Wien an und leben aber tatsächlich daheim im Osten! So viel zur Ungerechtigkeit! Ja,aber uns gegenüber.. SOZIALBETRUG! Außerdem muss man bei uns oft um das 15-fache mehr Geld zum Leben aufwenden als für Kinder in den Ostländern! Das ist ungerecht unseren Kindern gegenüber!

    • Mr. A-Team am 11.10.2018 18:33 Report Diesen Beitrag melden

      Gut,...

      Dann müssen aber auch Steuer- und Sozialabgaben Indexiert werden! Mal ganz davon abgesehen, dass dies dann zu Kompliziert ist, ist es dann auch ein absolutes Minusgeschäft... Pro Euro, den Ausländer in Österreich bekommen, zaahlen Ausländische Arbeitskräfte 3 (!) Euro ein! Daraus Folgt, dass ausländische Arbeitskräfte aufgrund dieser Zahlungen die sie an den Fiskus zahlen, auch Anspruch auf Sozialleistung im VOLLER HÖHE haben! Alles andere ist auch ein Verstoß gegen internationale Rechte, und somit nur teures, sinnloses rechtes Dumpfbackengetöse für versoffene Hirnvernichtete Strachejubler!

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  • Original Selector am 10.10.2018 16:26 Report Diesen Beitrag melden

    Totale Menschenverachtung

    war schon immer ein besonderes Merkmal faschistisch-totalitärer Politik. Und kümmerts Euch endlich um die österreichische Unterschicht, denn die ist am verelenden. Die Kluft zwischen Unter- und Mittelschicht ist gewaltig, das geht nicht mehr lange gut. Die Faschisten glauben von sozialen Spannungen und außenpolitischen Konflikten profitieren zu können, die Geschichte lehrt uns daß dies stets in die totale Katastrophe führt.

    • Penelope am 15.10.2018 21:34 Report Diesen Beitrag melden

      Wer ist mit "Faschisten" gemeint?

      Doch nicht Anhänger jener Partei die am 1.Mai mit Fahnen der "Eisernen Front" durch Wien gezogen ist, welche selbst von den damaligen Kommunisten als (Zitat Wikipedia) "Terrororgansiation des Sozialfaschismus" bezeichnet wurde?

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  • Free am 10.10.2018 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Regierung kürzt Kindergeld im Ausland

    So wie es aussieht, das heißt die Regierung (ÖVP + FPÖ) kürzt das Kindergeld im Ausland. Aber die Beamten im Ausland mit ihren Kinder wird - es nicht gekürzt (Kindergeld). Ist nach dem EU-Recht gesetzwidrig. Da wird es beim VfGH und EuGH Klagen geben. Ist ein Schuss vor dem Bug!

    • Ehrlich am 11.10.2018 07:32 Report Diesen Beitrag melden

      Free

      Es besteht ein gravierender Unterschied zwischen Diplomaten die ÖSTERREICH aussendet und Leuten, die freiwillig hierher kommen um bei uns zu arbeiten.. Das eine ist verpflichtend das andere freiwillig.. Also nicht immer alles gleich verunglimpfen und falsch darstellen! Berichte richtig lesen bildet!

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