Familienfest in Schönbrunn

09. Juli 2019 05:30; Akt: 09.07.2019 07:04 Print

ÖVP-Fest kostete über 300.000 Euro Steuergeld

von M. Klein - Eine neue Neos-Anfrage zeigt: Das Familienfest der ÖVP soll um 70.000 Euro mehr gekostet haben als ursprünglich von Ex-Ministerin Köstinger (VP) angegeben.

Köstinger, Edtstadler und Bogner-Strauß beim Familienfest (Bild: Helmut Graf)

Köstinger, Edtstadler und Bogner-Strauß beim Familienfest (Bild: Helmut Graf)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am 1. Mai feierte ÖVP-Chef Kurz mit den damaligen VP-Ministerinnen Köstinger, Bogner-Strauß und Ex-Staatssekretärin Edtstadler ein "Familienfest für Groß und Klein" im Schlosspark Schönbrunn. Das kostete laut einer Neos-Anfrage an Köstinger exakt 231.000 Euro Steuergeld. Die Ex-Ministerin erklärte auch, dass die gesamte türkis-blaue Regierung eingeladen gewesen sei – insofern sei es kein Fest der ÖVP gewesen.

Dieser Darstellung widerspricht Übergangs-Frauenministerin Ines Stilling nun aber gleich mehrfach. Laut ihrer Beantwortung der Neos-Anfrage hat das Familienfest um 70.000 Euro mehr gekostet als von Köstinger behauptet – bezahlt von der Sektion Familien im Bundeskanzleramt. Das ergibt Gesamtkosten von 301.000 Euro. Außerdem behauptet Stilling: "Meine Amtsvorgängerin (Bogner-Strauß, Anm.) hat keine Regierungsvertreter der FPÖ eingeladen."

Für Neos-Mandatar Niki Scherak ist die Causa ein Beleg für den "verschwenderischen Kurs der ÖVP". Deren "absurd hohe Ausgaben für eine Parteiveranstaltung auf Steuerzahlerkosten" seien ein "Paradebeispiel für versteckte Parteienfinanzierung". Dass die "neue Ministerin" nun der "alten" widerspricht, zeige deutlich, wie Anfragebeantwortungen durch die VP-Minister "eingefärbt" wurden.


Die Bilder des Tages >>>
Die Bilder des Tages

Bleiben Sie informiert mit dem Newsletter von heute.at


Das könnte Sie auch interessieren:

Jetzt kommentieren

Kommentar lesen

Hier können Sie einen Kommentar zum Thema verfassen:

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • DAGUST am 09.07.2019 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, so ist es in der Politik:

    100.000,- auf oder ab, dass spielt keine Rolle - ist ja eh nur das Geld der Steuerzahler. Nur: Die NEOS brauchen sich nicht als Saubermänner darstellen, denn sie lassen sich von Haselsteiner "schmieren" - und der verwendet dazu ja auch wiederum "Steuergeld".

    einklappen einklappen
  • Nil am 09.07.2019 06:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich auch

    Werde meine nächste Familienfeier auch von den Steuerzahler bezahlen lassen. Gleiche Recht für alle. Diese schamlosen Politiker gehören für solche Angelegenheiten sofort vor den. Richter gestellt und dazu verpflichtet ihre Parteifeste selber zu zahlen. Bekommen eh die größte Parteiförderung weltweit.

  • Balduin am 09.07.2019 08:28 Report Diesen Beitrag melden

    Und täglich bestätigt sich:

    Alles rechts von der Mitte ist unwählbar.

    einklappen einklappen

Die neuesten Leser-Kommentare

  • vielleicht wäre es interessant am 11.07.2019 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    zu erfahren, wieviele 'gäste'

    es sich auf diesem fest 'schmecken' ließen. bei zb. 100 leuten hat jede/r um 3.000,- euro gefressen und gesoffen. gar nicht mal so schlecht bzw. gar nicht mal so billig !!

  • ReinholdSulz am 11.07.2019 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Der Vergleich macht sicher

    Was es nicht alles gibt! Ein ÖVP-Fest, das keines ist, weil wenigstens offiziell die ÖVP dort nicht als Veranstalter auftrat. Ganz anders beim Donauinselfest. Das ist ein ausgewieseness Fest der Wiener SPÖ; Das merkt man dort auch an allen Ecken und Enden. Der Steuerzahler berappt dafür 1,5 Millionen.

  • Herbstmilch am 09.07.2019 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Die Politiker sind es einfach gewohnt,

    anderer Geld auszugeben. Es wird immer vergessen, dass die UNSERE Angestellten sind. Sie tun aber als wäre es umgekehrt.

  • Bertl Kral X-FPÖ am 09.07.2019 11:40 Report Diesen Beitrag melden

    Familienfest nur für Övp

    solte auch allein aus deren Parteikasse bezahlt werden, statt von Steuergeldern aller östereichischen Familien ! Was solch eine Sektion im Kanzleramt zu suchen hat, entschliesst sich mir (und vielen anderen) wohl ebenso wenig. Das Kurz seit seiner Politiklaufbahn auf grosse und teure Feste setzt, weiss man schon seit seinem "Geilobil"-Auftritt, der in seiner "Heiligsprechung" mündete ! Allerdings leistet sich die SPö das selbe, da die beiden ehemaligen Grokos es so gewohnt sind ....

    • Bimbo am 09.07.2019 21:51 Report Diesen Beitrag melden

      Daher

      Wind of Change, es geht.

    einklappen einklappen
  • Anti-Politik am 09.07.2019 09:59 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie

    ALLE Wähle müssten bei der nächsten Wahl "weiß" wählen. sicherlich einfacher als das nächste Extrem: Nicht wählen zu gehen. Dann gibt es keinen Regierungsauftrag vom Volk und die Politik wäre endlich mal gezwungen wieder etwas fürs Volk zu machen. Wir sind dort angekommen, worauf ein Zitat abzielt: Demokratie wäre die beste Staatsform, wenn sie funktionieren würde.

    • Balduin am 09.07.2019 12:34 Report Diesen Beitrag melden

      Das bringt nichts

      Denn es hat den selben Effekt wie Nichtwählen: genau die Parteien die man eingentlich nicht wählen will unterstützt man damit.

    • Michael am 09.07.2019 18:54 Report Diesen Beitrag melden

      Wählen

      Nicht oder weiß zu wählen ist immer die dümmste Alternative. Auch wenn man mit Politikern unzufrieden ist, sollte man die Demokratie nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Einfach gut überlegen, wen man am ehesten wählen kann. Ich meine, dass eine schwarz blaue Regierung immer besonders teuer kommt. Die Köstinger vom Bauernbund ist es ja gewohnt, dass man sich am Staat bedient. Mal die Förderungen der Bauern offen legen, liebe Regierung! Da würde viele nur so staunen. Die ÖVP bedient sich schamlos, die FPÖ auch. Die Roten sind weniger zügellos, wenn auch schwer wählbar. Bin noch am Überlegen.

    • katja am 11.07.2019 21:38 Report Diesen Beitrag melden

      wahlergebnis bereits vor der wahl!

      @Michael: die wahl ist eine sache, die danach erfolgte auszählung eine weitere sache! z.b. eu-wahl, das europäische parlament hat nichts zu bestimmen - ein entbehrlicher verein also! und zu den österr. parteien, allen geht es ausnahmslos um macht! keiner partei ist das wohlergehen der österreicher ein anliegen! das war leider immer schon so! also wozu noch den sonntag opfern, um zu wählen? ich habe früher immer gewählt, aber seit der bp-wahl vertrete ich eine andere meinung!

    einklappen einklappen