"Heute"-Frage der Woche

11. Dezember 2017 05:30; Akt: 10.12.2017 21:52 Print

51 % sind gegen generelles Gastro-Rauchverbot

Ab Mai 2018 soll in der Gastronomie das generelle Rauchverbot gelten. Die FPÖ will das kippen – und kommt damit bei ihrer Zielgruppe gut an.

51 % sind gegen das komplette Rauchverbot in der Gastronomie. (Bild: Grafik Heute)

51 % sind gegen das komplette Rauchverbot in der Gastronomie. (Bild: Grafik Heute)

Zum Thema
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Einer der noch offenen Punkte bei den türkis-blauen Koalitionsverhandlungen ist das absolute Rauchverbot in der Gastronomie. Vor allem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will das doch noch kippen.

Umfrage
Soll die neue Koalition das Rauchverbot kippen?
38 %
19 %
42 %
1 %
Insgesamt 4265 Teilnehmer

Die Österreicher sind bei diesem Thema erwartungsgemäß gespalten, zeigt die Frage der Woche von „Unique Research“ exklusiv für „Heute“ (500 Befragte, max. Schwankungsbreite +/– 4,4 %). Demnach sind 51 % gegen das generelle Verbot. Sie wollen stattdessen den Status quo – abgetrennte Raucherbereiche in den Lokalen – beibehalten. 47 % sind für die strengere, noch von Rot-Schwarz auf den Weg gebrachte Variante.

Große Unterschiede nach Bildungsgrad
Signifikant sind die Unterschiede je nach Bildungsgrad der Befragten: So sprechen sich nur 36 % der Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss – bei ihnen ist die FPÖ traditionell stark –
für das Komplettverbot aus. Bei Akademikern sind es dagegen 71 %. Die Werte bei Berufsschülern und Maturanten liegen ungefähr im Bereich des Gesamtergebnisses.

Grün-Wähler überzeugteste Nichtraucher
Die breiteste Zustimmung findet das Rauchverbot bei Grün-Wählern (81 %), die wenigste bei FP-Fans (28 %). Auch bei VP-Wählern kommt die Beibehaltung der derzeitigen Lösung mit 54 % auf eine knappe Mehrheit. Sympathisanten von Neos, Liste Pilz und SPÖ wollen, dass das Verbot wie geplant in Kraft tritt.

Nur ein Drittel der Befragten Raucher
"Die Ergebnisse sind auch insofern auffallend, weil nur ein Drittel der Befragten Raucher sind", analysiert Meinungsforscher Peter Hajek. "Das heißt, es müssen auch Nichtraucher für die Beibehaltung der bisherigen Regelung votieren. Was aber im Umkehrschluss nicht heißt, dass alle Raucher ebenso für die Beibehaltung stimmen würden. Es gibt auch Raucher, die sich durch ein generelles Verbot erhoffen, weniger zu rauchen oder gar komplett aufzuhören."

Bei den Geschlechtern gebe es keinen Unterschied, je nach Alter auch nur einen geringen. "Jedoch ist der Faktor Bildung eine klare Unterscheidung in der Einstellung zum Rauchverbot. Diese schlägt sich dann auch in den Parteipräferenzen nieder", so Hajek.

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(bob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ich am 11.12.2017 06:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich verstehe das Problem nicht

    Warum kann man es nicht einfach so lassen, wie es jetzt ist? Die Gastronomie hat viel Geld in den Umbau gesteckt, um getrennte Bereiche für Raucher und Nichtraucher zu schaffen und jetzt soll das für nichts und wieder nichts gewesen sein? Ich bin überhaupt der Meinung, dass es jedem Gastronomen selbst überlassen sein soll, ob es Raucher oder Nichtraucher in seinem Lokal haben will.

  • gottfreid von knickerbocker am 11.12.2017 07:53 Report Diesen Beitrag melden

    manipulative schlagzeilen, falsche

    zahlen. es wird den menschen jegliche freiheit genommen, ein totalitär-faschistischer staat soll entstehen. nicht nur in österreich, nein in ganz europa. es wird zeit daß wir uns mit allen kräften dagegen wehren, unsere kinder, wenn sie es überleben, werden uns vorwerfen nichts dagegen getan zu haben.

  • ibindameinung am 11.12.2017 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Rauchen ist nicht schädlicher, als ....

    Ich bin Nichtraucher, aber das Theater was dabei so manche "Berufene" aufführen ist zum ärgern. Was für ein Mensch glaubt den tatsächlich daran, dass dann die Menschen gesünder werden wenn es ein Rauchverbot in Lokalen gibt? Dann wird halt zu Hause und auf der Straße, bzw. vor den Lokalen geraucht. Eine Raucherzone in den Gaststätten muss vollkommen reichen. Ich meine, der Staat soll sich da nicht einmischen. Immerhin kassiert er auch mehr als genug Steuern von den Rauchern. Wenn das Rauchen schon so schädlich ist, dann soll das Rauchen generell verboten werden, dann aber hat der Staat um 2

Die neuesten Leser-Kommentare

  • dr.a am 13.12.2017 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    haben sie minderjährige kinder?

    dann wären sie auch eher dafür dass die zu rauchen beginnen? die eigenen kinder, die 12 jährige tochter, der 14 jährige sohn?

  • Karlito am 11.12.2017 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt ?

    Ist ja nicht das erste Mal, dass bei einer selbst initiierten Abstimmung 101% rauskommt. Wie peinlich, wie peinlich !!!

  • directly am 11.12.2017 13:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wär einfacher

    Warum nicht leben und leben lassen? Sollen doch eben die Wirte selber entscheiden und fertig...

  • Robert Dolezal am 11.12.2017 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wirtesterben

    Bin gespannt wieviele Wirten noch zusperren müssen. Berlin hat mit den Rauchverbot begonnen. Jetzt aber darfst in Berliner lokalen wieder rauchen.

  • 1002Himmelszelt am 11.12.2017 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    Haben Nichtraucher keine Rechte?!

    Das Raucherzimmer in Lokalen ist an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten - die Türen gehen dauernd auf und zu, der Rauch verbreitet sich im ganzen Lokal. Wie kommen alle anderen Gäste (und das Personal) dazu, sich gesundheitlich von süchtigenRauchern schädigen zu lassen? Rauchen gehört generell verboten, schon zwei Zigaretten verstinken den ganzen Gastraum, gelüftet wird eh nicht. Im Endeffekt blieb den Nichtrauchern bisher nichts anderes übrig, als sich von solchen Gaststätten fernzuhalten, oder aber der Freunde wegen den braunpickigen Dreck (Lunge, Haare, Haut, Kleidung) zu aktzeptieren.

    • Harold-Joseph am 11.12.2017 10:34 Report Diesen Beitrag melden

      RAUCHER vs. NICHTRAUCHER

      NICHTRAUCHER haben GENAUSOVIELE RECHTE als RAUCHER - jeder kann sich das Lokal selbst aussuchen, dass er/sie betreten will! man zwingt ja auch keinen, der etwas essen will - in eine DISCO zu gehen - oder?

    • 1002Himmelszelt am 11.12.2017 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      @Harald-Joseph

      Seit Jahrzehnten versuchen Raucher allen anderen Menschen ihren Rauch gewaltsam aufzuzwingen, ohne viel zu fragen. Und machen damit andere krank. Wird Zeit, dass es anders herum läuft. Die Streiterei, wohin wer mit wem ausgehen soll, entfällt, wenn es überall verboten ist, oder?

    • Harold-Joseph am 11.12.2017 17:36 Report Diesen Beitrag melden

      Verbote/Bevormundung bringt nichts

      niemand zwingt jemanden etwas auf - jeder kann selbst und frei entscheiden in welches Lokal er/sie gehen möchte. So auch jeder Wirt: ob er 1 Raucherlokal oder Nichtraucherlokal macht - hier gibt es eh schon gesetzliche Einschränkungen, die vollkommen ausreichend sind. Wie gesagt: 1en Euro pro Zigarettenpackung mehr verlangen und dieses Geld Zweckgebunden verwenden!

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